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Anzeige von Microsoft: Staatsanwaltschaft geht gegen Windows-Händler Lizengo vor

Anzeige von Microsoft  

Staatsanwaltschaft geht gegen Windows-Händler Lizengo vor

24.08.2020, 18:00 Uhr | avr, t-online

Anzeige von Microsoft: Staatsanwaltschaft geht gegen Windows-Händler Lizengo vor. Microsoft-Werbung für Windows 10 (Symbolbild): Der Software-Händler Lizengo bietet Lizenzen für Windows oder Office zu deutlich geringeren Preisen. (Quelle: Getty Images/Lazaros Papandreou)

Microsoft-Werbung für Windows 10 (Symbolbild): Der Software-Händler Lizengo bietet Lizenzen für Windows oder Office zu deutlich geringeren Preisen. (Quelle: Lazaros Papandreou/Getty Images)

Windows-Lizenzen zum Spottpreis? Die gab es einige Zeit von der Firma Lizengo in vielen Edeka-Filialen. Doch Microsoft ging rechtlich dagegen vor. Nun kam es zu Hausdurchsuchungen.

Im Auftrag der Kölner Staatsanwaltschaft kam es beim Softwarehändler Lizengo zu Hausdurchsuchungen. Die Kriminalpolizei durchsuchte am 18. August die Privat- und Büroräume der Geschäftsführung und stellte Datenträger sicher. Das berichtet das Techportal "heise online".

Grund für die Durchsuchung sei laut "heise online" eine Strafanzeige von Microsoft. Auf Anfrage von t-online.de bestätigte die Kölner Staatsanwaltschaft die Durchsuchung, nannte aber wegen der "laufenden Ermittlungen" keine Namen. Grund für die Durchsuchung sei "Gewerbsmäßiger Betrug", das Aktenzeichen für den Fall lautet "119 Js 12/20".

Windows-Lizenzen zum Spottpreis

Lizengo verkauft Lizenzschlüssel für verschiedene Produkte – unter anderem für Microsoft Office oder Windows 10. Der Händler unterbietet dabei Preise anderer Online-Shops deutlich. So kostet ein Schlüssel für Windows 10 Pro knapp 40 Euro statt wie gewöhnlich 259 Euro. Ende 2019 berichteten Medien wie "heise online" oder das Computermagazin "c't" über das Unternehmen, da es seine Lizenzschlüssel auch in vielen Edeka-Supermärkten verkaufte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ende Oktober wurde aber bekannt, dass Microsoft rechtlich gegen Lizengo vorgehen will. Laut dem Branchenmagazin "CRN" hatte Microsoft damals verschiedene von Lizengo verkaufte Lizenzen genauer untersuchen können und dabei festgestellt, dass diese jeweils aus Quellen stammen, die nie für den Weiterverkauf an Endkunden in Deutschland vorgesehen waren. Die verkauften Schlüssel sollten teilweise sogar aus illegalen Quellen handeln. Mehr dazu lesen Sie hier.

Lizengo als "Zeugin durchsucht worden"

Auf Anfrage von "heise online" nannte die Staatsanwaltschaft Köln zwar keine Namen, bestätigte aber die Durchsuchung bei einem "Online-Händler" und sagte dazu, dass "dessen Verantwortlichen und dem Beschuldigten" vorgeworfen wird "im Jahr 2019 in Märkten Produktschlüssel als angebliche 'Lizenzen' für Computerprogramme eines amerikanischen Softwareherstellers (...) verkauft zu haben, ohne den Käufern ein tatsächliches Nutzungsrecht an den Computerprogrammen eingeräumt zu haben."

Auf Anfrage von t-online.de bestätigte Lizengo das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Köln. Allerdings sei das Unternehmen "in diesem Zusammenhang als Zeugin durchsucht worden" und arbeite mit den Behörden zusammen. Das Unternehmen fügte auch hinzu: "Wir können mitteilen, dass derzeit ein Zivilverfahren über den von Ihnen
angesprochenen Sachverhalt anhängig ist. Unsere inhaltlichen Argumente in diesem Verfahren, die den Ermittlungsbehörden bislang noch nicht bekannt sind, werden wir den Ermittlungsbehörden mitteilen."

Verwendete Quellen:

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