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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Warum Firmen ihre Aktien teilen – und was Anleger davon haben

  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

Aktualisiert am 14.06.2021Lesedauer: 3 Min.
Apple-Logo (Symbolbild): Das Unternehmen hat seine Aktien geteilt.
Apple-Logo (Symbolbild): Das Unternehmen hat seine Aktien geteilt. (Quelle: Alexander Pohl/imago-images-bilder)
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Wenn der Aktienkurs eines Unternehmens zu teuer wird, kann die Firma die Aktien einfach teilen. Das jedoch hat Auswirkungen auf die Anleger. Was Sie über einen Aktiensplit wissen sollten.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was ist ein Aktiensplit – und wie funktioniert er?
  • Wieso machen Unternehmen Aktiensplits?
  • Wie wirkt sich ein Aktiensplit auf die Steuern aus?
  • Sollte ich eine Aktie vor oder nach einem Aktiensplit kaufen?
  • Was sind Vor- und Nachteile eines Aktiensplits?

Wenn eine Aktie plötzlich stark an Wert verliert, muss das nicht immer Folge schlechter Nachrichten an der Börse sein. Genauso gut möglich ist es, dass die Aktiengesellschaft diesen Kurssturz selbst herbeiführt.

Bei einem sogenannten Aktiensplit verliert eine einzelne Aktie plötzlich stark an Wert – aber der Börsenwert einer Aktiengesellschaft bleibt gleich. Letztlich ist ein Aktiensplit eine optische Maßnahme. t-online erklärt, was Anleger dazu wissen sollten.

Was ist ein Aktiensplit – und wie funktioniert er?

Ein Aktiensplit ist im Grunde nur ein psychologischer Trick. Ein Unternehmen teilt dabei seine Aktien, sodass der Wert der einzelnen Aktie sinkt, der des gesamten Unternehmens jedoch unverändert bleibt.

Bildlich können Sie sich einen Aktiensplit damit wie das Teilen einer Pizza vorstellen: Sie können die Pizza in vier große Stücke teilen. Dann sind die Stücke sehr groß. Oder Sie teilen die Pizza in acht Stücke. Die Pizza bleibt dieselbe, nur die einzelnen Stücke werden kleiner.

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Analog bedeutet das: Durch einen Aktiensplit sinkt der Preis und der Nennwert der einzelnen Aktien. Für den Börsenwert der Unternehmen, auch Marktkapitalisierung genannt, heißt der Split dagegen nichts.

Ein Aktiensplit muss von der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft abgesegnet werden. Ohne die Zustimmung der Aktionäre ist daher ein Aktiensplit nicht möglich. Mehr dazu, wie eine Aktiengesellschaft funktioniert, lesen Sie hier.

Was bedeutet ein Aktiensplit für Anleger?

Das kommt darauf an, ob Sie bereits Aktien des Unternehmens halten oder nicht. Wenn Sie bereits investiert sind, werden Ihre Aktien nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel gegen andere Aktien ausgetauscht – mit einem geringeren Nennwert.

  • Beispiel: Wenn Sie eine Aktie halten und der Verteilungsschlüssel lautet 1:4. Dann erhalten Sie für die eine Aktie vier Aktien der Börsengesellschaft.

Wenn Sie nicht investiert sind, können Sie sich nach einem Aktiensplit mehr Unternehmensanteile leisten. Denn die sind nun günstiger (siehe unten).

Wieso machen Unternehmen Aktiensplits?

Ganz einfach: Um den Preis für eine Aktie zu verringern. Dadurch, dass eine Aktiengesellschaft seine Unternehmensanteile aufsplittet und den Nennwert der Aktien herabsetzt, sinkt der Kurs. So ist es für Anleger attraktiver, weitere Anteile zu kaufen.

Das war im Sommer 2020 gab es etwa bei Apple und Tesla einen Aktiensplit: Die Kurse der Aktie waren stark gestiegen. Deshalb teilten die Firmen die Aktien auf. Tesla gab für jede Aktie, die ein Anleger hält, vier weitere aus – Apple drei.

Wie wirkt sich ein Aktiensplit auf die Steuern aus?

Erst einmal überhaupt nicht. Denn durch den Aktiensplit erhöht sich ja nicht das Grundkapital eines Unternehmens, sondern nur die Verteilung – denken Sie hier wieder an das Beispiel mit der Pizza. Für Anleger wird also per se nicht erneut eine Abgeltungssteuer fällig.

Doch es gilt: Sollte der Aktienkurs nach einem Aktiensplit steigen und Sie möchten die Aktien verkaufen, will der Fiskus etwas davon ab haben. In dem Fall müssen Sie Abgeltungssteuer zahlen. Das gilt jedoch nur für Gewinne, die den Freibetrag von 801 Euro pro Jahr übersteigen.

Sollte ich eine Aktie vor oder nach einem Aktiensplit kaufen?

Pauschal lässt sich das nicht sagen. Doch da die einzelne Aktie nach einem Aktiensplit weniger kostet als vorher, könnte das für viele Menschen ein Anreiz zum Kauf sein. Lange jedoch sollten Sie damit nicht warten. Denn die Hoffnung der Unternehmen ist, dass der Aktienkurs nach einem Aktiensplit steigt.

Doch auch dabei gilt: Dass der Kurs tatsächlich anzieht, ist keine ausgemachte Sache. Es kann auch gut sein, dass eine Aktie nach einem Aktiensplit im Wert verliert. Sie sollten in jedem Fall mehrere Faktoren in Ihre Kaufentscheidung mit einbeziehen.

Was sind Vor- und Nachteile eines Aktiensplits?

Zentraler Vorteil für Unternehmen ist, dass die Aktien nach dem Split vermehrt gekauft werden, zumindest ist das die Hoffnung. So steigt der Kurs der Aktie – und auch der Börsenwert einer Firma.

Für Privatanleger ergibt sich nur der Vorteil, dass eine Aktie nach einem Split günstiger ist – und sie nun eher einsteigen können. Besonders wichtig ist aber Kursentwicklung nach dem Aktiensplit.

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