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Was ist ein Fonds? Definition und Fondsarten


Was ist eigentlich ein Fonds – und was bringt er mir und meinem Geld?


Aktualisiert am 29.12.2022Lesedauer: 4 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

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Geldanlage ohne großes Risiko: t-online erklärt in dieser Animation, wie Sie Ihr Geld ganz einfach in Fonds und ETFs investieren können. (Quelle: t-online)

Wenn in den Nachrichten von Fonds die Rede ist, geht es um viel Geld und oft um Hilfe vom Staat. Doch auch für Privatanleger sind Fonds interessant.

In der Corona-Krise forderten viele Branchen finanzielle Unterstützung. Nicht selten war in diesem Zuge von staatlichen Fonds die Rede. Unter einem Fonds können Sie sich einen Geldkorb vorstellen. Der Bund zahlt in diesem Fall in den Staatsfonds ein. Die Branche, die in Schieflage gerät, erhält aus dem Hilfstopf dann Geld.

Doch es gibt auch andere Fondsarten, zum Beispiel Investmentfonds. An der Stelle wird es für Sie als Anleger interessant. Denn in Investmentfonds können Sie, wie der Name es vermuten lässt, Ihr Geld anlegen. t-online beantwortet die wichtigsten Fragen zu Fonds.

Was ist ein Fonds genau?

Einen Fonds können Sie sich als einen Korb voller Geld vorstellen. In diesen zahlen Anleger, Staaten oder Unternehmen festgelegte Beträge ein.

  • Staaten können einen Fonds auflegen, um Unternehmen zu helfen, die Geld brauchen. Ein Beispiel wäre ein Mittelstandsfonds. Der zahlt das Geld dann an mittelständische Betriebe aus.
  • Unternehmen zahlen in einen Fonds ein, um so Geld anzulegen. Versicherer nutzen etwa Fonds, um das Geld der Versicherten zu investieren und so zu vermehren.
  • Auch Privatanleger können in Fonds Geld einzahlen. Das ist eine beliebte Anlagemöglichkeit (siehe unten).

Was bringt mir ein Fonds?

Ganz einfach: Sie können auch in einen Fonds investieren und so Ihr Vermögen vergrößern. Genannt werden solche Fonds Investmentfonds. Dabei gibt es eine ganze Reihe verschiedener Fonds. Meist unterscheidet man sie nach der Anlageklasse, in die sie das eingesammelte Geld primär anlegen, zum Beispiel Aktien, Anleihen oder Rohstoffe (siehe unten).

Die Anlagen, in die der Fonds Ihr Geld anlegt, verändern ihren Wert. Das geschieht, weil die Nachfrage nach ihnen steigt oder fällt. Parallel wächst oder sinkt dabei der Wert des Fonds.

Wenn Sie Ihren Anteil an dem Fonds später verkaufen, haben Sie also bestenfalls einen Gewinn erzielt. Lief es schlecht, sank der Wert über die Zeit, haben Sie einen Verlust gemacht.

Wie funktioniert ein Investmentfonds?

Im Falle eines Investmentfonds legt eine Fondsgesellschaft den Fonds auf. Gesteuert wird der Fonds von einem Spezialisten, einem sogenannten Fondsmanager. Dieser entscheidet, welche Wertpapiere er von dem Geld aus dem Korb, also dem Fonds, kauft – oder verkauft.

Deshalb bezeichnet man diese Fonds auch aktiv gesteuerte Fonds. Es gibt jedoch auch sogenannte passive Fonds oder "Exchange Traded Fund", kurz ETF (siehe unten).

Beim Fonds zwischen Rendite und Risiko abwägen

Ihre Erträge, die Sie mit einem Fonds erzielen, nennt man auch Rendite. Die Rendite bei einem Investmentfonds ist in der Regel (deutlich) höher als die, die Sie etwa mit einer Bankeinlage erzielen.

Wenn Sie in einen Fonds investieren, sollten Sie deswegen immer zwischen Rendite und dem Verlustrisiko abwägen. Fonds streuen das Risiko generell sehr breit, allerdings gibt es hier Unterschiede.

So sind Aktienfonds grundsätzlich riskanter als Fonds, die auf sichere Staatsanleihen setzen. Daneben gibt es noch offene und geschlossene Investmentfonds. Während es bei offenen Investmentfonds immer möglich ist, hinein zu investieren, wird ein geschlossener Fonds nach einer bestimmten Zeit dichtgemacht, das heißt: Sie können nicht mehr hinein investieren.

Gut zu wissen: Das Vermögen der Anleger liegt bei einem offenen Investmentfonds getrennt vom Geld der Fondsgesellschaft. Man spricht daher auch vom Sondervermögen. Deshalb ist das Anlagegeld bei einer Pleite der Fondsgesellschaft auch geschützt. Das gilt nicht für einen geschlossenen Fonds.

Das Risiko bei geschlossenen Fonds ist sehr hoch. Die Unterscheidung in offene und geschlossene Fonds spielt besonders beim Immobilieninvestment eine Rolle (siehe unten).

Wichtig: Neben Risiko und Rendite sollten Sie bei einem Investmentfonds auch immer die Kosten im Auge behalten. Entscheidend ist hier etwa der Ausgabeaufschlag – eine einmalige Gebühr beim Kauf des Fondsanteils – als auch laufende Kosten. Hier spielt die sogenannte Gesamtkostenquote, auch "TER" genannt, eine wichtige Rolle.

Welche Fondsarten gibt es?

Anbei finden Sie eine Übersicht über die Arten von Investmentfonds.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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