• Home
  • Wirtschaft & Finanzen
  • Geld & Vorsorge
  • Geldanlage
  • Bezugsrecht: Definition und wie Sie es berechnen


Nachrichten
Ratgeber-Artikel

Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Was ist ein Bezugsrecht und wie funktioniert es?

  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff

Aktualisiert am 19.05.2021Lesedauer: 4 Min.
Ein Mann nutzt eine Trading-App (Symbolbild): Gibt ein Unternehmen neue Aktien heraus, um seine Kassen zu füllen, können Sie von Ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen.
Ein Mann nutzt eine Trading-App (Symbolbild): Gibt ein Unternehmen neue Aktien heraus, um seine Kassen zu füllen, können Sie von Ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. (Quelle: JGalione/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextEM-Aus für WeltfußballerinSymbolbild für einen TextWarmwasser abdrehen? Ministerin warntSymbolbild für einen TextEU-Land führt Wehrpflicht wieder einSymbolbild für einen TextGasstreik in Norwegen: Regierung greift einSymbolbild für einen TextUS-Bluttat: Siebenfache MordanklageSymbolbild für einen TextTennis: Das ist Marias Halbfinal-GegnerinSymbolbild für einen TextBahn: Brandbrief von MitarbeiternSymbolbild für einen TextNicky Hilton ist Mutter gewordenSymbolbild für einen TextKatzenberger war mit Fan im BettSymbolbild für einen TextWilliams' Witwe enthüllt DetailsSymbolbild für einen TextFrau uriniert neben Gleis: Hand gebrochenSymbolbild für einen Watson TeaserFC Bayern vor nächstem Transfer-HammerSymbolbild für einen TextSpielen Sie das Spiel der Könige

Bringt ein Unternehmen neue Aktien an den Markt, erhalten die bisherigen Aktionäre in der Regel Bezugsrechte. Was das genau bedeutet und welche Möglichkeiten Sie dadurch haben.

Das Wichtigste im Ăśberblick


  • Was ist ein Bezugsrecht?
  • Wie funktioniert das Bezugsrecht?
  • Wie berechne ich den Wert des Bezugsrechts?
  • Können Bezugsrechte ausgeschlossen werden?
  • Was gilt steuerlich beim Verkauf von Bezugsrechten?

Wenn Sie Aktien eines Unternehmen halten, kann es vorkommen, dass Ihnen eines Tages ein Bezugsrecht gewährt wird. Dann plant die Aktiengesellschaft womöglich eine größere Investition, vielleicht geht es für sie aber auch ums Überleben.


Depot eröffnen in drei Schritten

Sie sind bereit, Ihr Geld zu investieren, statt es auf Girokonto oder Sparbuch zu parken? Das nötige Wissen haben Sie sich auch draufgeschafft? Dann fehlt jetzt nur noch eins: ein Depot für Wertpapiere. Am besten eignen sich dafür Direktbanken im Internet wie die DKB, ING oder Comdirect. Beispielhaft zeigen wir Ihnen im Folgenden anhand der Consorsbank, wie Sie in wenigen Schritten ein Depot eröffnen.
Schritt 1: Depot beantragen. Sie können den Antrag für ein Depot direkt auf der Website Ihres Anbieters ausfüllen. Dafür müssen Sie zunächst ein paar generelle Fragen beantworten – etwa ob Sie bereits Kunde bei der Bank sind.
+5

  • Börse & Märkte: Vergleichen Sie hier alle Fonds

Wir erklären Ihnen, was genau es mit dem Bezugsrecht auf sich hat, warum es gewährt wird – und wann nicht. Außerdem zeigen wir anhand eines Beispiels, wie Sie den Wert Ihres Bezugsrechts berechnen.

Was ist ein Bezugsrecht?

Benötigt ein Unternehmen, das bereits an der Börse notiert ist, weiteres Kapital, kann es zusätzliche Aktien ausgeben und dadurch frisches Geld einnehmen. Mithilfe dieser sogenannten Kapitalerhöhung kann es dann zum Beispiel Investitionen tätigen, aber auch Schulden tilgen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Oberster Rechtsberater tritt auch ab – Johnson kämpft weiter
Boris Johnson, Premierminister von GroĂźbritannien: Er beteuerte in dem Skandal um ein fĂĽhrendes Tory-Mitglied nicht gelogen zu haben.


Für die bisherigen Aktionäre bedeutet das allerdings, dass ihre Anteile am Unternehmen verwässern, weil es nun insgesamt mehr Aktien gibt. Und das wiederum führt dazu, dass ihr Stimmrecht und auch ihr Vermögen abnehmen.

Letzteres geschieht, weil in der Regel der Aktienkurs sinkt. Denn der Preis, zu dem die neuen Aktien ausgegeben werden, liegt unter dem Kurs der alten Aktien.

Kurz gesagt: Für die Altaktionäre ist die Ausgabe zusätzlicher Aktien – auch junge Aktien genannt – zunächst eine Verschlechterung. Um das wieder auszugleichen, gibt es das Bezugsrecht. Es muss in Deutschland gewährt werden, wenn das Kapital durch die neuen Aktien um mehr als zehn Prozent erhöht wird. Die gesetzliche Grundlage dafür bildet das Aktiengesetz (AktG).

Wer schon Aktionär des Unternehmens ist, kann mit dem Bezugsrecht sein Stimmrechtsverhältnis und sein Vermögen wahren, wenn er die jungen Aktien kauft. Alternativ kann er auch sein Bezugsrecht verkaufen. So wahrt er allerdings maximal nur sein Vermögen, nicht das Stimmrechtsverhältnis.

Wie funktioniert das Bezugsrecht?

Zunächst muss die Hauptversammlung der Aktiengesellschaft beschließen, dass das Grundkapital erhöht werden soll. Sie bestimmt auch den Ausgabekurs der neuen Aktien sowie den Zeitpunkt der Ausgabe.

Ab dann läuft die sogenannte Bezugsfrist. Die Aktionäre müssen sich innerhalb von 14 Tagen entscheiden, ob sie von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen wollen, um neue Aktien zu kaufen – oder ob sie lieber ihr Bezugsrecht verkaufen beziehungsweise ganz darauf verzichten. Ist die Bezugsfrist abgelaufen, werden die neuen neben den alten Aktien an der Börse gehandelt.

Wie viele neue Aktien die bisherigen Aktionäre erhalten können, hängt vom Bezugsverhältnis ab. Liegt es zum Beispiel bei vier zu eins, können sie für vier alte Aktien eine neue erwerben (Berechnung siehe nächster Abschnitt).

Wie berechne ich den Wert des Bezugsrechts?

Der Wert des Bezugsrechts wird auf Basis der bisherigen Aktienanteile, dem alten Aktienkurs und dem Bezugskurs für neue Aktien bestimmt. Zunächst müssen wir das Bezugsverhältnis errechnen. Es ergibt sich auf zwei Arten: entweder aus dem Verhältnis von altem Grundkapital zum erhöhten Kapital oder aus dem Verhältnis von altem Aktienbestand zur Anzahl der neuen Aktien.

Beispiel: Nehmen wir an, eine Firma plant eine Investition und will dafür das Grundkapital von 56 Millionen Euro um 14 Millionen Euro auf 70 Millionen Euro erhöhen. Daraus ergibt sich ein Bezugsverhältnis von vier zu eins (56 Millionen / 14 Millionen = 4).

Um den Wert des Bezugsrechts zu errechnen, mĂĽssen wir auĂźerdem den Kurs der alten Aktie und den Kaufpreis der neuen Aktie kennen. Nehmen wir an, der aktuelle Kurs liegt bei 20,50 Euro und die neuen Aktien sollen fĂĽr 18 Euro am Markt herausgegeben und verkauft werden.

Der Wert des Bezugsrechts lässt sich nun mit folgender Formel bestimmen:

(Kurs der alten Aktie - Kaufpreis der neuen Aktie) / (Bezugsverhältnis + 1)

FĂĽr unser Beispiel hieĂźe das: (20,50 Euro - 18 Euro) / (4 / 1 + 1) = 0,50 Euro

Das Bezugsrecht einer Aktie wäre in diesem Fall rein rechnerisch 50 Cent wert. Der Wert ist vor allem dann wichtig, wenn Sie Bezugsrechte verkaufen wollen. Halten Sie 100 Aktien, bekämen Sie für Ihr Bezugsrecht 50 Euro. Allerdings handelt es sich dabei nur um einen theoretischen Einstandswert. Denn letztlich werden Bezugsrechte an der Börse gehandelt, wo Angebot und Nachfrage den Preis beeinflussen.

Können Bezugsrechte ausgeschlossen werden?

Ein Bezugsrechtsausschluss ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich:

  • Durch den Verkauf neuer Aktien darf das Grundkapital um nicht mehr als zehn Prozent steigen.
  • Der Ausgabepreis der Neuaktien darf nicht stark unter dem aktuellen Aktienkurs liegen.

Sind diese Bedingungen erfüllt, kann es mehrere Gründe geben, warum die Hauptversammlung ein Bezugsrecht ausschließt. Diese können zum Beispiel sein:

  • Die Aktiengesellschaft will mithilfe der Kapitalerhöhung eine andere Firma ĂĽbernehmen.
  • Die neuen Aktien sind ausschlieĂźlich Belegschaftsaktien.
  • Die neuen Aktien sind nur dafĂĽr gedacht, um an einer ausländischen Börse gehandelt zu werden.

Was gilt steuerlich beim Verkauf von Bezugsrechten?

Ob der Gewinn, den Sie erzielen, wenn Sie Bezugsrechte verkaufen, der Abgeltungsteuer unterliegt, hängt davon ab, wann Sie die entsprechenden Altaktien gekauft haben.

Geschah das vor 2009, ist der Verkauf der Aktien selbst nicht steuerpflichtig und damit auch nicht der Verkauf von Bezugsrechten. Haben Sie die Altaktien ab 2009 gekauft, ist ein Veräußerungsgewinn mit den Bezugsrechten abgeltungssteuerpflichtig, weil auch der Verkauf der Aktien steuerpflichtig ist.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Deutschland
Ratgeber Aktien










t-online - Nachrichten fĂĽr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website