Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Geld & Vorsorge > Versicherungen >

Beitragsbemessungsgrenze aktuell – für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung


Für Sozialversicherungen  

Diese Beitragsbemessungsgrenze gilt aktuell für Sie

30.03.2021, 18:39 Uhr
Beitragsbemessungsgrenze aktuell – für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Versichertenkarten einer Krankenkasse (Symbolbild): Die Beitragssätze der Sozialversicherung werden regelmäßig überprüft. (Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

Versichertenkarten einer Krankenkasse (Symbolbild): Die Beitragssätze der Sozialversicherung werden regelmäßig überprüft. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Jeden Monat zahlen Arbeitnehmer Beiträge in die gesetzliche Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung ein. Allerdings nur bis zu einer bestimmten Höhe ihres Gehalts. Hier erfahren Sie, wo diese Grenze derzeit liegt.

Sie kennen es von Ihrer Lohnabrechnung: Monat für Monat fließt ein Teil Ihres Gehalts nicht auf Ihr Konto, sondern in die verschiedenen Sozialversicherungen wie zum Beispiel die Renten- oder Krankenversicherung.

Diese Beiträge werden jedoch nur bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze erhoben. Diese sogenannte Beitragsbemessungsgrenze ändert sich jedes Jahr. Wir zeigen Ihnen, wovon ihre Höhe abhängt, wo sie aktuell für die verschiedenen Versicherungen liegt und was es mit der Versicherungspflichtgrenze auf sich hat.

Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?

Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt, bis zu welcher Höhe Ihres Einkommens Sie Beiträge für die gesetzliche Sozialversicherung zahlen müssen. Der Teil der Einnahmen, der diesen Grenzbetrag übersteigt, ist für die Berechnung der Beiträge unerheblich. Ab diesem Betrag müssen Sie also keine weiteren Sozialabgaben zahlen.

Doch Achtung: Überschreitet Ihr Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze, heißt das nicht, dass Sie gar nicht mehr in Sozialversicherungen wie die Renten- oder Arbeitslosenversicherung einzahlen müssen. Einzige Ausnahme bildet die Kranken- und Pflegeversicherung.

Ist Ihr Einkommen groß genug, dürfen Sie sich aussuchen, ob Sie statt gesetzlich lieber privat versichert sein wollen. Ab wann das geht, regelt die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze, auch Versicherungspflichtgrenze genannt (mehr dazu unten).

Die Bundesregierung passt die Beitragsbemessungsgrenze jedes Jahr an – je nachdem, wie sich die Bruttolöhne und -gehälter entwickelt haben. Steigt das durchschnittliche Einkommen, steigt auch die Beitragsbemessungsgrenze und umgekehrt.

Für die Beitragsbemessungsgrenze gibt es zwei unterschiedliche Werte: einen für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie einen für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung. 

Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze bei der Rentenversicherung?

Für die gesetzliche Rentenversicherung gelten folgende Beitragsbemessungsgrenzen:

  • 2021: 7.100 Euro/Monat (85.200 Euro/Jahr) im Westen, 6.700 Euro/Monat (80.400 Euro/Jahr) im Osten
  • 2020: 6.900 Euro/Monat (82.800 Euro/Jahr) im Westen, 6.450 Euro/Monat (77.400 Euro/Jahr) im Osten

Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze bei der Arbeitslosenversicherung?

Für die Arbeitslosenversicherung gilt die gleiche Beitragsbemessungsgrenze wie für die Rentenversicherung:

  • 2021: 7.100 Euro/Monat (85.200 Euro/Jahr) im Westen, 6.700 Euro/Monat (80.400 Euro/Jahr) im Osten
  • 2020: 6.900 Euro/Monat (82.800 Euro/Jahr) im Westen, 6.450 Euro/Monat (77.400 Euro/Jahr) im Osten

Wie hoch ist die Grenze bei der Krankenversicherung?

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung ist im Osten wie im Westen gleich hoch:

  • 2021: 4.837,50 Euro/Monat (58.050 Euro/Jahr)
  • 2020: 4.687,50 Euro/Monat (56.250 Euro/Jahr)

Wie hoch sind die Sozialversicherungsbeiträge?

Wie hoch Ihre Sozialversicherungsbeiträge sind, hängt von der Höhe Ihres Bruttolohns oder -gehalts ab. Sie bemessen sich anhand eines Prozentsatzes, den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Regel hälftig teilen. Lediglich bei der Pflegeversicherung werden Arbeitnehmer ohne Kind stärker zur Kasse gebeten.

Für das Jahr 2021 gelten folgende Beitragssätze:

  • Gesetzliche Rentenversicherung: 18,6 Prozent
  • Arbeitslosenversicherung: 2,4 Prozent
  • Gesetzliche Krankenversicherung: 14,6 Prozent
  • Pflegeversicherung: 3,05 Prozent

Die gesetzlichen Krankenversicherungen erheben zudem einen Zusatzbeitrag, den sie selbst bestimmen dürfen. Ändert sich dieser bei Ihrer Kasse, können Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Lesen Sie hier, wie Sie dabei genau vorgehen.

Wie hoch ist die Versicherungspflichtgrenze?

In der Kranken- und Pflegeversicherung haben Sie ab einem bestimmten Einkommen die Wahl zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und einer privaten Krankenversicherung (PKV). Wie viel Sie dafür verdienen müssen, entscheidet die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG), wie es im Fachjargon heißt. Der geläufigere Begriff dafür ist die Versicherungspflichtgrenze.

Im Jahr 2021 liegt diese Grenze bei 5.362,50 Euro im Monat beziehungsweise 64.350 Euro im Jahr. Wie die Beitragsbemessungsgrenze ändert sich auch die Versicherungspflichtgrenze von Jahr zu Jahr und richtet sich ebenfalls nach dem Lohnniveau des Vorjahres.

Liegt Ihr Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze, sind Sie automatisch in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Sind Sie privat versichert und rutschen wieder unter die Versicherungspflichtgrenze, können Sie wieder zurück in die gesetzliche Kasse wechseln.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal