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"ZDF Zeit" testet Light-Produkte: Zwillinge machen den Praxistest


Sind Light-Produkte besser?

vdb

Aktualisiert am 15.01.2014Lesedauer: 3 Min.
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Die Sendung "ZDF Zeit" ging mit Sternekoch Nelson Müller der Frage nach: "Wie gut sind Light-Lebensmittel?"
Die Sendung "ZDF Zeit" ging mit Sternekoch Nelson Müller der Frage nach: "Wie gut sind Light-Lebensmittel?" (Quelle: ZDF/ Willi Weber)
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Sind Light-Produkte besser? Dieser Frage nahm sich am Dienstagabend das Magazin "ZDF Zeit" an und strahlte einen Praxistest mit überraschendem Ergebnis aus.

Praxistest mit Zwillingen

Der Sternekoch Nelson Müller führte durch die Sendung, die sich dem Nutzen von Light-Produkten widmete. Besonders interessant war jedoch die Einspielung zu einem Praxis-Check: Das ZDF ließ die beiden Zwillinge Nora und Linda Berl testen, wie sich eine Ernährung mit Light-Produkten auf den Körper auswirkt. Nora aß für sechs Wochen nur Light-Produkte, während ihre Schwester Linda sich weiter ganz normal ernährte. Schon beim Einkauf gab es allerdings Schwierigkeiten: Getränke und Fertig-Lebensmittel, sogar Chips gibt es in einer Light-Variante. Doch bei den Süßigkeiten hörte es auf. Hier konnte Nora nur ein Lakritz mit Stevia und eine Packung Light-Kekse in ihren Einkaufskorb packen.

Light-Salami und Frischkäse fallen im Geschmackstest durch

In den sechs Wochen mussten die beiden jungen Frauen dann ein Ernährungstagebuch führen. Beim ersten gemeinsamen Frühstück probiert Nora zum ersten Mal die Light-Produkte. Das Müsli hat weniger Zucker, ist durch die getrockneten Früchte aber trotzdem lecker, findet sie. Die Light-Salami und der kalorienreduzierte Frischkäse fallen jedoch komplett durch. "Da kannst du auch Joghurt auf das Brot schmieren", urteilt Nora über den Frischkäse und trotz Salami auf dem Brot schmeckt sie nur die Butter darunter.

Fitness verbesserte sich nicht

Nach den ersten zwei Wochen hat sich Noras Fitness im Vergleich nicht verbessert, so die Beobachtung während des Tests. Zudem empfindet sie die Zeit hart, dass viele Light-Gerichte einfach nicht schmecken. Immerhin aber darf sie Light-Flips essen. Doch hier lauert eine Gefahr: Man denkt, die Leckerei sei leicht und greift häufiger zu.

Zweieinhalb Kilo in vier Wochen abgespeckt

Nach den vier Wochen findet der Vergleich auf der Waage statt. Hier kommt es zu einer Überraschung: Nora hat 2,5 Kilo abgenommen, während Linda 100 Gramm zugenommen hat. Damit wurden auch die Erwartungen von Experte Professor Dr. Markus Masin. Ernährungsmediziner in Münster, übertroffen: "Das Ergebnis überrascht mich durchaus", sagte er gegenüber dem ZDF. Nora habe nämlich nicht nur viel Körpergewicht, sondern auch viel Fettmasse verloren. Die Blutwerte hingegen haben sich kaum verändert.

Fettreduzierte Milchprodukte statt Süßigkeiten

Wie sie es geschafft hat, abzunehmen, verraten die Ernährungsprotokolle. Sie hat unbewusst ihre Ernährungsgewohnheiten umgestellt. Süßigkeiten durfte sie nicht essen, stattdessen griff sie zu fettreduzierten Milchprodukten. Am Ende ist sie dann aber doch froh, wieder normal essen und vor allem naschen zu dürfen.

Auch wenn Nora in dem Test abgenommen hat, sind Light-Produkte nicht immer die bessere Wahl. Sie sind zwar oft günstiger als Produkte mit normalem Zucker- und Fettgehalt. Jedoch wird hier von der Lebensmittelindustrie auch getrickst. Fett wird häufig durch Wasser ersetzt, wie das ZDF berichtet. Das ist zum Beispiel bei Light-Butter der Fall. Statt Zucker wird meist Süßstoff verwendet.

Light heißt nicht immer weniger Kalorien

Auch unabhängige Verbraucherschützer und Ernährungswissenschaftler wissen: Ein Lebensmittel mit dem Aufdruck "light" ist nicht unbedingt kalorienarm. Die Bezeichnung kann bedeuten, dass das Produkt weniger Zucker, Fett, Kohlensäure oder Alkohol enthält als das vergleichbare Original. Als Ersatz werden Zuckeraustauschstoffe, Süßstoffe oder auch Wasser mit Bindemittel verwendet. Manche Produkte werden mit Luft oder Stickstoff aufgeschlagen, um das Volumen zu vergrößern. Doch wie viel Fett oder Zucker reduziert wurde, sieht man erst auf den zweiten Blick. "Man muss Light-Produkte kritisch betrachten und darf sie nicht als Freibrief sehen, hemmungslos zu essen", sagte Ernährungswissenschaftlerin Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gegenüber t-online.de

Süßstoffe tricksen den Körper aus

Selbst kalorienarme Light-Produkte sind keine Garantie fürs Schlankbleiben, wenn die Ernährungsumstellung ausbleibt. Wer beispielsweise viele kalorienarm gesüßte Erfrischungsgetränke konsumiert, gewöhnt sich an den Geschmack und bevorzugt in der Folge auch sonst stark gesüßte Lebensmittel. Dass Süßstoffe das natürliche Gefühl fürs Essen durcheinander bringen können, belegt eine aktuelle Studie aus den USA: Ratten, die mit Süßstoff-Getränken gefüttert wurden, nahmen anschließend dreimal so viele Kalorien zu sich wie die Tiere der Kontrollgruppe.

"Light"-Produkte selbst gemacht

Wer nicht in die "Light"-Falle tappen will, sollte sich also etwas gründlicher mit dem beschäftigen, was er isst. Von Natur aus kalorienarme Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und fettarmes Fleisch enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe als industriell verarbeitete Light-Produkte. Zudem erhalten die natürlichen Schlankmacher das Gespür fürs Essen. Kalorienreiche Lebensmittel lassen sich auch kostengünstiger "leichter" machen. Mayonnaise kann man wunderbar mit Joghurt strecken, Sahne lässt sich beim Kochen mit Milch verlängern. Fazit: Zwar können Light-Produkte den Einstieg zum Abnehmen erleichtern. Langfristig sind eine bewusste Ernährung und ausreichend Bewegung aber erfolgreicher.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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