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Folsäure-Überdosierung: Ist das möglich?

Mögliche Gefahren  

Folsäure-Überdosierung: Ist das möglich?

23.12.2014, 12:03 Uhr | hm (CF)

Das B-Vitamin Folsäure erfüllt wichtige Funktionen im Körper. Kommt es allerdings zu einer Folsäure-Überdosierung, kann dies unter Umständen zu gesundheitlichen Schäden führen. Erfahren Sie hier mehr über den Bedarf und die Folgen einer Folsäure-Überdosierung.

Überdosierung durch Zusätze in Lebensmitteln

Grundsätzlich ist eine Folsäure-Überdosierung durch normale Nahrungsaufnahme schwierig. Allerdings werden viele Lebensmittel, beispielsweise Frühstücksflocken, Getränke und auch Salz, zusätzlich mit Folsäure angereichert, um den täglichen Bedarf zu decken. Werden hauptsächlich angereicherte Lebensmittel verzehrt, ist eine Folsäure-Überdosierung auch möglich, ohne dass spezielle Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Folsäure kann zu geringen Teilen im Körper gespeichert und bei Bedarf abgegeben werden. Der größte Teil überschüssiger Folsäure wird jedoch über die Nieren wieder ausgeschieden. Ernsthafte Gefahren, die aus der Zufuhr von natürlicher Folsäure über den täglichen Bedarf hinaus resultieren, sind laut Angaben der "Apotheken Umschau" bisher nicht bekannt. Für die Folgen einer synthetischen Folsäure-Überdosierung stehen entsprechende erschöpfende Untersuchungen noch aus.

Folsäure-Überdosierung kann Vitamin-B12-Mangel überdecken

Gefährlich kann eine Folsäure-Überdosierung allerdings werden, weil sie eine Unterversorgung mit dem lebenswichtigen Vitamin B12 überdecken kann. Häufig wird im Rahmen einer langfristigen Folsäure-Überdosierung allerdings von allergischen Hautreaktionen, Übelkeit und Störungen des Magen-Darm-Trakts und Schlafstörungen berichtet. Zudem wird vermutet, dass eine langfristige Überdosierung die Zellteilung beeinflusst.

Studien in den 1960er Jahren kamen außerdem zu dem Schluss, dass synthetische Folsäure das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, möglicherweise erhöht. Auch wenn die Folgen von langfristiger synthetischer Folsäure-Überdosierung noch nicht umfassend erforscht sind, empfiehlt es sich, den täglichen Bedarf einfach durch eine ausgewogene Ernährung zu decken.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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