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Gift im Mäppchen: Filzstifte im "Öko-Test "

Von oekotest, dpa
04.05.2010Lesedauer: 2 Min.
Bunte Filzstifte
Viele Filzstifte enthalten gefährliche Inhaltsstoffe. (Bild: Imago) (Quelle: /imago-images-bilder)
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Filzstifte enthalten nicht nur eine gehörige Portion Chemie, durch sie entsteht zudem jede Menge Plastikmüll. Doch viele Kinder lieben nun mal die Wegwerfgriffel, weil deren Farben besonders kräftig leuchten. Fast alle lieben Filzstifte, denn die Farben leuchten besonders kräftig. Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" wollte herausfinden, ob die Produkte ein Fall für den Sondermüll sind oder ob es Marken gibt, mit denen Eltern ihre Kinder getrost malen lassen können.

Stifte sollten in Europa hergestellt sein

Viele Filzstifte enthalten laut einer Untersuchung der Tester problematische Inhaltsstoffe. Von 20 getesteten Filzschreiber-Sets bekamen sechs die Note "ausreichend" oder schlechter. Bei der Wahl von Filzstiften sollten Eltern auf die Herkunft achten. Die laut Anbieter in Europa hergestellten Fasermaler seien alle "befriedigend" oder besser, berichtet die Zeitschrift in der Ausgabe 5/2010.

Voller Gifte und zum Teil nicht verkaufsfähig

Unterm Strich hat sich im Vergleich zum letzten Test von Filzstiften im Jahr 2001 die Situation verschlechtert. Nur ein Viertel der Produkte ist ohne größere Mängel. Der Rest steckt voll von bedenklichen und/oder problematischen Substanzen. So wurde etwa bei den Markern von Faber-Castell in der roten Stifthülse sowie in der Verpackung giftiges Cadmium nachgewiesen. Der Stift hätte gar nicht verkauft werden dürfen, weil er die Grenzwerte der Chemikalien-Verbotsverordnung um ein Vielfaches überschreitet. Auch andere Stifte geben Anlass zur Kritik. In drei Markern fand das Labor erhöhte Bleigehalte, zum Beispiel in den Stiften von Herlitz. Jürgen Stellpflug von "Öko-Test" fügt hinzu: "Wenn Kinder etwa am Stift knabbern, besteht damit die Gefahr, dass das Blei vom Körper aufgenommen wird – nachweislich ist das giftige Schwermetall in Magensäure löslich."

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Nichts für Kinderhände

Folienschreiber mit Aufschriften wie "permanent", "Allesmarker" oder "Whiteboard-Stifte" seien generell für Kinderhände tabu, rät "Öko-Test". Denn sie enthielten schnell verdunstende organische Lösungsmittel.

Welche Stifte dürfen ins Mäppchen?

Die kleinen KĂĽnstler mĂĽssen jedoch nicht auf ihre Filzstifte verzichten. So schneiden die "Crayola Supertips Filszstifte" von Vivid und vier weitere Produkte mit "sehr gut" ab. Sieben Produkte erhalten von den Testern ein "gut". Eltern, die in Europa hergestellte Fasermaler kaufen, sind zudem weitgehend auf der sicheren Seite. Denn diese sind im Test alle "befriedigend" oder besser.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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