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Coronavirus-Hamsterkäufe: Ansturm von Aldi-Desinfektionsmitteln befürchtet

Krankenhaus meldet Diebstahl  

Ansturm bei Aldi wegen Desinfektionsmittel befürchtet

04.03.2020, 10:14 Uhr | t-online, joh

Aufnahmen aus NRW und Berlin: Hamsterkäufe sorgen für leere Supermarktregale

Die Angst vor dem Coronavirus und möglichen Quarantäne-Anordnungen sorgt vielerorts für Hamsterkäufe und leere Supermarktregale. (Quelle: t-online.de)

Toilettenpapier oft ausverkauft: Hamsterkäufe sorgen für leere Regale – und sind laut Experten fehl am Platz. (Quelle: t-online.de)


Die Angst vor dem Coronavirus hat Deutschland in diesen Tagen fest im Griff. Die Regale in Supermärkten werden leer gekauft. Ein Produkt steht derzeit hoch im Kurs – und das nutzt Aldi mit einer großen Aktion aus. 

Weltweit sind bislang 91.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Auch in Deutschland gibt es schon in fast allen Bundesländern gemeldete Fälle. Die Folgen des Krankheitsausbruchs sind auch in den Supermärkten zu spüren. Regale sind schnell leer gekauft, Desinfektionsmittel sind extrem beliebt. Diesen Trend nutzt Aldi nun aus und startet am kommenden Montag eine Aktion zum Verkauf von Hygieneartikeln.

Wie der "Münchner Merkur" berichtet, soll es sowohl bei Aldi Nord als auch bei Aldi Süd Hygieneprodukte für Haut, Hände und Oberflächen im Angebot geben. Dazu gehören dem Bericht zufolge auch Desinfektionsmittel, in Form von Handgel, Hygiene-Spray und und -Tüchern, auf die der Ansturm groß sein könnte. In vielen Supermärkten und Discountern sind genau diese Waren derzeit rar oder schon vergriffen. 

Verkauf in haushaltsüblichen Mengen

Dem Verbraucherportal Chip gegenüber erklärte ein Sprecher von Aldi Süd: "Die Produkte werden in haushaltsüblichen Mengen zur Verfügung stehen." Das Angebot gelte nur solange der Vorrat reicht. Ob es eine Begrenzung für die Produkte pro Kopf gibt, bestätigte der Discounter bislang nicht. 

Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass es in einem Krankenhaus in Berlin zu Diebstählen gekommen war. Wie t-online.de aus informierten Kreisen erfuhr, waren Desinfektionsmittel gestohlen worden. Das betreffende Krankenhaus bestätigte den Vorfall aber nicht offiziell.

Desinfektionsmittel aus Krankenhaus geklaut

Das Universitätsklinikum Düsseldorf erklärte auf Nachfrage, dass Desinfektionsmittel vereinzelt gestohlen worden seien. In Toiletten seien etwa ganze Flaschen mitgenommen worden. "Es handelt sich jedoch bisher um Einzelfälle, die wir nicht als Gesamtsumme protokolliert haben", erklärte Tobias Pott, ein Sprecher des Krankenhauses, t-online.de. "Wir sind aktuell – nach unserer Kenntnis – das einzige Krankenhaus in NRW, in dem Patienten behandelt werden, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Darum ist es natürlich besonders wichtig, dass die Desinfektionsmittel und Schutzausrüstungen auch für das Personal zur Verfügung stehen, das diese Patienten behandelt."

Im niedersächsischen Sulingen sind 1.200 Atemschutzmasken aus einem Krankenhaus gestohlen worden. Wie die "Braunschweiger Zeitung" berichtet, hätten bislang Unbekannte etwa 20 Packungen mit den Masken aus dem Krankenhaus entwendet.

Selbst gemischte Mittel können gefährlich sein

"Desinfektionsmittel wird anderswo dringend gebraucht – medizinisches Personal braucht das, nicht unbedingt wegen des Coronavirus, sondern zum Kampf gegen andere Erreger und weil es im Klinikalltag schnell gehen muss", so die Direktorin des Instituts für Hygiene am Universitätsklinikum Leipzig, Iris Chaberny. Da sei zum gründlichen Händewaschen eben nicht immer Zeit.


Im Internet kursierende Anleitungen für selbst gemischtes Desinfektionsmittel sieht sie kritisch. Zum einen, weil das Desinfizieren damit an sich überflüssig ist – und vielleicht sogar unvorsichtig macht, wenn es zum Verzicht auf das Händewaschen verleitet. Zum anderen kann es sogar gefährlich sein. Etwa dann, wenn in der Selbstmacher-Mischung rückfettende Substanzen fehlen: "Dann trocknen die Hände aus, werden rissig und damit sogar anfälliger für Krankheitserreger", erklärt Chaberny. 

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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