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Drei Maßnahmen könnten besonders vor Corona schĂŒtzen

Von dpa
Aktualisiert am 05.06.2020Lesedauer: 2 Min.
Zwei Mediziner mit Mundschutz, Schutzbrille und Schutzanzug: Wesentlich fĂŒr den Schutz vor Ansteckung ist laut Forschern zudem das Abstandhalten.
Zwei Mediziner mit Mundschutz, Schutzbrille und Schutzanzug: Wesentlich fĂŒr den Schutz vor Ansteckung ist laut Forschern zudem das Abstandhalten. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Kanadische Forscher haben Dutzende Studien zu Coronaviren ausgewertet. Demnach gibt es zum Schutz vor Ansteckung drei wichtige Verhaltensregeln. Die Erkenntnisse sollen den Behörden weltweit helfen.

Eine Kombination aus Abstandhalten, Mund-Nasen-Maske und Augenschutz könnte laut einer neuen Analyse eine Corona-Infektion bestmöglich verhindern. Das schreiben Forscher der kanadischen McMaster-UniversitÀt im Fachblatt "Lancet", nachdem sie 172 Studien systematisch ausgewertet haben. Ein Teil der Studien beschÀftigte sich mit SARS-CoV-2, ein weiterer mit SARS und ein dritter mit MERS. All diese Erreger gehören zu den Coronaviren.


Sieben wichtige Verhaltensregeln in der Corona-Zeit

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Ziel der Metaanalyse, so die Mediziner, sei gewesen, den bestmöglichen Einsatz verschiedener Schutzmaßnahmen zu ĂŒberprĂŒfen, um daraus eine Grundlage fĂŒr Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO zu schaffen, welche die Studie zum Teil auch finanzierte. Dies sei umso wichtiger, da es weltweit unterschiedliche und teils auch widersprĂŒchliche Empfehlungen gebe.

Ergebnisse der Analyse

Bei ihrer Analyse kamen die kanadischen Wissenschaftler zu folgenden Haupterkenntnissen:

  • Ein Abstand von einem Meter oder mehr ist mit einem wesentlich geringeren Infektionsrisiko verbunden, als wenn eine kleinere Distanz gewahrt wird (2,6 Prozent versus 12,8 Prozent Infektionsrisiko). Jeder weitere Meter Abstand, bis zu drei Meter, könnte dieses Risiko weiter halbieren, wobei die Autoren die Beweislage fĂŒr diese Aussage als "moderat" beschreiben.
  • Visiere, Schutzbrillen und Brillen im Allgemeinen scheinen das Risiko ebenfalls zu senken (5,5 Prozent versus 16 Prozent Infektionsrisiko). Hier sei die Beweislage allerdings eher "gering", so die Autoren. Es gibt die Annahme, dass das Auge ein möglicher Eintrittsort fĂŒr das Virus sein kann.
  • Ein Ă€hnliches Resultat zeigt sich bei den Effekten von Gesichtsmasken (3,1 Prozent versus 17,4 Prozent Infektionsrisiko). Auch hier bewerten die Autoren die Beweissicherheit allerdings insgesamt als eher "niedrig".

Die Autoren betonen, dass sowohl Abstandhalten als auch Gesichtsmasken und Augenschutz – selbst in kombinierter Form und richtig angewendet – keinen hundertprozentigen Schutz garantieren, sondern immer durch andere Maßnahmen wie regelmĂ€ĂŸiges und grĂŒndliches HĂ€ndewaschen ergĂ€nzt werden sollten.

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Herausforderungen der Schutzstrategien

Die Mediziner hoffen, dass ihre Ergebnisse von Regierungen und Verantwortlichen der Gesundheitssysteme genutzt werden, um klare Regelungen und Empfehlungen zu formulieren. Allerdings sollte dabei immer auch berĂŒcksichtigt werden, wie akzeptabel, machbar, ressourcenintensiv und zugĂ€nglich all diese Maßnahmen seien.

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So habe ein Teil der analysierten Studien zu allen drei Viren ergeben, dass Menschen die Schutzstrategien zwar akzeptierten und als beruhigend empfÀnden, aber auch Herausforderungen bemerkten. Diese reichten von Hautirritationen durch Gesichtsmasken bis hin zu erschwerter Kommunikation im Pflegekontext.

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Ein weiteres Ergebnis der Metaanalyse hebt Epidemiologin Raina MacIntyre von der australischen UniversitÀt von New South Wales in einem unabhÀngigen Kommentar hervor: So habe die Auswertung auch gezeigt, dass Atemschutzmasken und mehrschichtige Masken besser abschirmten als solche aus einer einzigen Stoffschicht. Das sei insbesondere mit Blick auf die Tatsache wichtig, dass viele selbst geschneiderte Masken nur einlagig seien. "Eine gut gestaltete Stoffmaske sollte aus wasserabweisendem Gewebe bestehen, mehrere Schichten haben und gut an das Gesicht angepasst sein", empfiehlt MacIntyre.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
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  • Sandra Simonsen
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