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So wirkt sich die Pandemie auf die Ernährung aus

dpa, Irena GĂĽttel

Aktualisiert am 01.03.2021Lesedauer: 3 Min.
Ernährung in der Corona-Krise: Im Lockdown schaffen es nicht alle, sich gesund zu ernähren.
Ernährung in der Corona-Krise: Im Lockdown schaffen es nicht alle, sich gesund zu ernähren. (Quelle: Albina Gavrilovic/getty-images-bilder)
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Fast Food oder eine gesunde Mahlzeit – was kommt bei Familien im Lockdown häufiger auf den Tisch? Das zeigen nun aktuelle Daten. Zudem bereitet eine psychische Erkrankung Ärzten vermehrt Sorgen.

Die Corona-Pandemie stellt den Alltag vieler Menschen auf den Kopf – und das macht sich auch bei der Ernährung bemerkbar: Chips und Limo statt ein warmes Mittagessen in der Schule, regelmäßig Nudeln mit Pesto aus dem Glas, weil neben der Kinderbetreuung wenig Zeit bleibt, aber auch mehr Obst, Gemüse und frisch Gekochtes statt Currywurst und Pommes in der Kantine. "Bei der Ernährung gibt es gerade Licht und Schatten", sagt Astrid Donalies von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.


Superfood: Die 15 gesĂĽndesten Lebensmittel

Rosenkohl: Er zählt zu den gesündesten Lebensmitteln. Er entschärft etwa Schadstoffe aus gegrilltem Fleisch, was vor Krebs schützen kann.
Blaubeeren: Die kleinen Nährstoffbomben sind besonders reich an so genannten Antioxidantien. Das sind Schutzstoffe, die schädliche Stoffwechselprodukte abfangen und so vor Gefäßverkalkung und Krebs schützen. Alternativen sind andere dunkle Beeren- und Obstsorten, zum Beispiel Preiselbeeren, Brombeeren, Kirschen oder rote Trauben.
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Unterschiedliche Gewohnheiten innerhalb der Familien

Leidtragende könnten vor allem Kinder aus Familien mit niedrigem Bildungsstand sein. "Es zeigt sich, dass die Schere weiter auseinander geht", sagt Donalies. Gut gestellte Familien legten auch im Lockdown großen Wert auf eine ausgewogene Ernährung.

In Familien mit eher niedrigem Bildungsstand und geringerem Einkommen fehle dagegen oft das Wissen, wie man sich gesund ernähre. Für viele der Kinder aus diesen Familien sei das Essen in den Kitas und Schulen deshalb besonders wichtig. "Es gibt Kinder, die bekommen in der Schule oder Kita die einzige ausgewogene Mahlzeit am Tag", sagt Donalies.

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Gewichtszunahme bei Kindern beobachtet

Ihr Risiko, in der Corona-Krise zuzunehmen, ist nach einer Studie von Münchner Ernährungsmedizinern und Ernährungsmedizinerinnen größer. Nach der repräsentativen Umfrage unter rund 1.000 Familien hatten gut ein Viertel aller Eltern und neun Prozent der unter 14-Jährigen im Laufe der Pandemie an Gewicht zugelegt. Bei den über 10-Jährigen aus Familien mit niedrigem Schulabschluss waren es sogar 23 Prozent, wie die Experten in der im Fachjournal "Annals of Nutrition and Metabolism" veröffentlichten Untersuchung schreiben.

"Die Kinder hocken mehr zu Hause rum. Sie bewegen sich zum Teil weniger und snacken mehr", erläutert Autor Hans Hauner, Professor für Ernährungsmedizin an der Technischen Universität München. So aß ein Teil der Kinder in den befragten Familien zwar mehr Obst und Gemüse als vor der Pandemie. Etwa ein Fünftel aller Kinder griff aber auch öfter zu Schokolade, Chips und Limo. Vor allem Kinder über zehn Jahren langten bei süßen und salzigen Snacks häufiger zu.

Mehr SĂĽĂźigkeiten und weniger Sport

Dass viele Kinder seit Beginn der Corona-Pandemie ungesünder leben, ergab auch eine bundesweite Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zur seelischen Gesundheit und dem Wohlbefinden von 7- bis 17-Jährigen. Dafür befragte das Forscherteam von Mitte Dezember 2020 bis Mitte Januar 2021 mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche und mehr als 1.600 Eltern. Danach ernährten sich viele Kinder und Jugendliche ungesund mit vielen Süßigkeiten, zehnmal mehr Kinder als vor der Pandemie trieben überhaupt keinen Sport mehr.

Der Ernährungsmediziner Hauner befürchtet deshalb, dass die Corona-Krise das Problem mit krankhaftem Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen verschärfen könnte – mit möglicherweise langfristigen Folgen. "Studien zeigen: Etwa 80 Prozent der adipösen Jugendlichen bleiben im späteren Erwachsenenalter adipös", sagt Donalies. Und diese haben dann ein höheres Risiko für Diabetes, Bluthochdruck oder Herzkreislauferkrankungen.

Wie wichtig richtige Ernährung ist, darauf macht jährlich am 7. März der "Tag der gesunden Ernährung" aufmerksam. Der Verband für Ernährung und Diätetik veranstaltet diesen bereits zum 24. Mal. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Diabetes mellitus, den Ursachen für die Erkrankung und der richtigen Ernährungstherapie. Wegen der Corona-Pandemie wird es allerdings keinen Aktionstag geben. Dieser könnte aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, heißt es auf der Homepage.

Mehr Essstörungen bereiten Sorge

Das Klinikum Nürnberg bekommt zurzeit noch eine andere Folge der Corona-Pandemie zu spüren. Auf der psychosomatischen Kinderstation behandeln die Fachleute seit Ende des ersten Lockdowns deutlich mehr Kinder und Jugendliche mit Essstörungen. "Es sind etwa doppelt so viele wie sonst", sagt Chefarzt Patrick Nonell. "Die Magersucht sticht dabei besonders hervor."

Mehr Stress in den Familien, weniger soziale Kontakte, der Wegfall von festen Tagesstrukturen und dadurch auch von festen Mahlzeiten – all das seien Risikofaktoren, die Essstörungen begünstigen können. Gerade Mädchen, die an Magersucht erkrankten, könnten Stress oft nicht so gut verarbeiten, sagt Nonell.

Sie litten besonders stark unter der Verunsicherung und dem Kontrollverlust in der Pandemie. Dieses versuchten sie auszugleichen, indem sie ihr Gewicht noch stärker kontrollierten. "Dadurch haben sie das Gefühl, wenigstens das selbst in der Hand zu haben", erläutert Nonell.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen
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