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Ärzteverband fordert Freiheiten für Astrazeneca-Erstgeimpfte

"Ein positiver Anreiz"  

Ärzteverband fordert Freiheiten für Astrazeneca-Erstgeimpfte

17.05.2021, 14:39 Uhr | dpa

Ärzteverband fordert Freiheiten für Astrazeneca-Erstgeimpfte. Freiheiten für Geimpfte: Die Impfkommission empfiehlt für Astrazeneca einen Abstand von zwölf Wochen zwischen erster und zweiter Dosis. (Quelle: imago images/Stefan Zeitz)

Freiheiten für Geimpfte: Die Impfkommission empfiehlt für Astrazeneca einen Abstand von zwölf Wochen zwischen erster und zweiter Dosis. (Quelle: Stefan Zeitz/imago images)

Lockerungen für Geimpfte schon nach der ersten Dosis? Dieses Thema wird derzeit in Hinblick auf Impfungen mit Astrazeneca diskutiert. Eine solche Regelung könnte mehrere Vorteile bieten.

Der Deutsche Hausärzteverband befürwortet beim Astrazeneca-Impfstoff mehr Freiheiten für Erstgeimpfte. "Ansonsten gibt es das Dilemma: Entweder wird Astrazeneca erst gar nicht gewählt. Oder jemand will die zweite Impfung schon nach vier Wochen haben. Das ist aber nicht nur sinnlos, sondern kann sogar negative Effekte haben", sagt Verbandschef Ulrich Weigeldt der "Wirtschaftswoche".

"Deshalb kann für Astrazeneca gerade ein positiver Anreiz gesetzt werden, wenn nach der ersten Spritze schon die gleichen Freiheiten gelten wie für diejenigen, die zwei Dosen Biontech oder Moderna bekommen haben."

Trotzdem nicht auf zweite Dosis verzichten

Bereits nach der ersten Impfung mit einem Vektorimpfstoff wie Astrazeneca sei der Impfschutz "sehr hoch", argumentiert Weigeldt. Aber: "Selbstverständlich darf für den vollen Impfschutz nicht auf die zweite Dosis verzichtet werden." Am Wochenende hatte sich auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) für Erleichterungen von Astrazeneca-Erstgeimpften ausgesprochen.

In Absprache mit dem Arzt kann man bei Astrazeneca frei entscheiden, wann in der zugelassenen Spanne von vier bis zwölf Wochen die Zweitimpfung erfolgen soll. Die Impfkommission empfiehlt für das Präparat einen Abstand von zwölf Wochen zwischen erster und zweiter Dosis.

Hintergrund sind Beobachtungen, dass der längere Abstand zu einer besseren Wirksamkeit führt. Die Wirksamkeit einer zweimaligen Impfung im Abstand von vier bis acht Wochen liege laut einem Bericht der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema bei 50,4 Prozent. Bei zwölf und mehr Wochen steige sie auf 72,1 Prozent bis 82,4 Prozent an.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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