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Digitaler Impfpass: Ab nächster Woche dürfen Apotheken wieder ausstellen

Nicht mehr in Apotheken  

Wo bekommen Sie jetzt ein digitales Impfzertifikat?

23.07.2021, 18:18 Uhr
Digitaler Impfpass: Ab nächster Woche dürfen Apotheken wieder ausstellen. Digitales Impfzertifikat: Mehr als 25 Millionen Zertifikate wurden bereits von Apotheken ausgestellt. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Digitales Impfzertifikat: Mehr als 25 Millionen Zertifikate wurden bereits von Apotheken ausgestellt. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Die Apotheken in Deutschland können derzeit keine digitalen Impfpässe ausstellen. Trotzdem wird natürlich weiter geimpft und auch die frisch Geimpften brauchen den Nachweis. Was sind die Alternativen?

Apotheken in ganz Deutschland können nach wie vor keine Corona-Impfzertifikate ausstellen. Der Deutsche Apothekerverband DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium gestoppt, da es am Donnerstag Berichte über eine Sicherheitslücke gab. Doch wo können Sie sich jetzt einen digitalen Impfnachweis sichern? t-online hat die wichtigsten Fragen und Antworten. 

Warum stellen Apotheken keine Impfzertifikate mehr aus?

Nach Bekanntwerden einer Sicherheitslücke musste der Service vollständig deaktiviert werden, wie der Deutsche Apothekerverband (DAV) mitteilt. Bei der Sicherheitspanne hätten zwei IT-Experten mit Hilfe von professionell gefälschten Dokumenten einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber erzeugt.

Unter der gefälschten Apotheken-Identität seien insgesamt zwei Impfzertifikate ausgestellt worden. Nach einer Prüfung sei davon auszugehen, dass die über 25 Millionen Impfzertifikate, die bisher über Apotheken ausgestellt worden seien, alle von rechtmäßig registrierten Apotheken ausgestellt worden seien. 

Wo bekommen Sie trotzdem ein Impfzertifikat?

Neben Apotheken haben auch bisher Impfzentren und Ärzte die Zertifikate ausgestellt. Wer sich bereits vor Einführung des Impfnachweises im Impfzentrum impfen ließ, bekommt laut Bundesgesundheitsministerium die QR-Codes "in der überwiegenden Zahl der Bundesländer" per Post nachversandt oder aber über Online-Portale zur Verfügung gestellt. 

Wer beim Haus- oder Facharzt geimpft wurde, sollte sich an diesen wenden, um ein Impfzertifikat zu erhalten. Ärzte wie auch Apotheker erhalten eine Vergütung für das Ausstellen der Impfnachweise. 

Was ist mit Genesenenzertifikaten? 

Auch der Nachweis einer Genesung vom Coronavirus kann in Arztpraxen ausgestellt werden. Allerdings nur, wenn diese die entsprechende technische Ausstattung haben. 

Das gleiche gilt für Genesenenimpfzertifikate, also den Nachweis einer Impfung nach einer Erkrankung. Genesene erhalten anders als jene, die noch nicht an Corona erkrankt sind, zunächst nur eine Impfdosis. 

Wann könnte die Ausstellung in Apotheken wieder möglich werden? 

Ab nächster Woche sollen Apotheken in Deutschland schrittweise wieder Corona-Impfzertifikate ausstellen können. Das Bundesgesundheitsministerium teilte mit, Apotheken würden in der nächsten Woche nach und nach wieder Zugang zum Portal des Deutschen Apothekerverbands (DAV) bekommen und somit wieder Impfzertifikate aushändigen können. 

Laut Gesundheitsministerium waren von der Sicherheitslücke potenziell nur die wenigen hundert Apotheken betroffen, die nicht Mitglied des DAV sind. "Alle erteilten Zugänge werden bereits überprüft und verifiziert. Nach aktuellem Kenntnisstand ist es zu keinem Betrug bei der Erstellung von Impfzertifikaten gekommen", teilte das Ministerium mit.

Es werde außerdem daran gearbeitet, die Sicherheit bei der Ausstellung von Impfzertifikaten zu erhöhen, indem der Prozess in die Telematikinfrastruktur eingebunden wird. Die Telematikinfrastruktur vernetzt verschiedene Akteure im Gesundheitswesen digital, zum Beispiel Ärzte und Krankenkassen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Bundesministerium für Gesundheit: "Fragen und Antworten zum digitalen Impfnachweis"
  • Nachrichtenagenturen dpa, Reuters
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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