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Neue Corona-Studie: Forscher machen Hoffnung auf Superimpfstoff


Forscher machen Hoffnung auf Super-Impfstoff

Von Christiane Braunsdorf

Aktualisiert am 05.10.2021Lesedauer: 2 Min.
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Corona-Impfung: Kommt bald der Piks gegen alle Varianten? (Quelle: ronaldoalmeida10/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Durch neu auftretende Corona-Varianten wächst die Befürchtung, die Impfstoffe könnten ihre Wirkung verlieren. Ein Super-Impfstoff könnte auch gegen alle Mutanten wirken.

Derzeit ist die Delta-Variante des Coronavirus die in Deutschland dominierende. Sie macht hierzulande fast 99 Prozent der Neuinfektionen aus. Verschiedene Studien kommen zu dem Schluss, dass die Wirksamkeit der zugelassenen Impfstoffe gegenüber dieser Mutante etwas vermindert sein könnte.


Einfach erklärt: Die Etappen bis zur Zulassung eines Corona-Impfstoffs

Die Entwicklung eines Impfstoffs startet mit der Arbeit im Labor. Zuerst muss das Virus analysiert und verstanden werden, über welche Mechanismen der Erreger die Immunreaktionen des Körpers auslöst. Erst dann folgen die eigentlichen Etappen bis hin zur Zulassung. (Symbolbild)
Etappe 1 – Erprobung an Tieren: Zunächst wird getestet, wie wirksam und verträglich der Impfstoff ist. Neben Affen nutzen Forscher bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 auch Frettchen und genetisch veränderte Mäuse. (Symbolbild)
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Eine im Wissenschaftsmagazin "New England Journal of Medicine" veröffentliche Studie aus Singapur macht Forschern jetzt jedoch Hoffnung, dass ein Impfstoff entwickelt werden könnte, der gegen alle bekannten und sogar gegen die noch zukünftig auftretenden Varianten wirksam ist.

Schlüssel liegt in SARS-CoV-1

Die Studie untersuchte die Antikörper von Menschen, die sich mit SARS-CoV-1 infiziert hatten und genesen waren. Das Virus gilt als Vorgängervirus von SARS-CoV-2 und kostete in den Jahren 2002/2003 weltweit etwa 800 Menschen das Leben. Alle Probanden waren mit dem Impfstoff von Biontech gegen SARS-CoV-2 geimpft.

SARS-Cov1 und 2 sind eng miteinander verwandt. Ihre Struktur weist das für Corona typische Spike-Protein auf, mit dem das Virus in die menschlichen Zellen gelangt und das durch die Impfung am Andocken gehindert wird. Von SARS-CoV-1-Genesene haben ebenfalls diese Antikörper entwickelt. "Ich habe mich also immer gefragt: 'Warum neutralisieren diese Antikörper dann nicht über Kreuz (also auch gegen SARS-Cov-2, Anmerkung der Redaktion)?'", erklärte Lin-Fa Wang, einer der Studienautoren gegenüber dem Fachmagazin "Science" die Motivation der Untersuchung.

Antikörper gegen zahlreiche Varianten

Untersucht wurde das Antikörperlevel der genesenen Geimpften im Vergleich zu genesenen Ungeimpften, von SARS-CoV-2-Genesenen und gegen das aktuelle Virus Geimpften, die nicht infiziert waren. Das Ergebnis: Im Blut der geimpften SARS-CoV-1-Genesenen fanden sich Antikörper gegen die Varianten Alpha, Beta und Delta. Und nicht nur das: Sie hatten sogar Abwehrstoffe gegen Corona-Varianten, die bisher nur bei Tieren (Fledermäusen und Schuppentieren) auftreten und bislang noch nicht auf den Menschen übergesprungen sind.

Wang vermutet, dass die Sars-Genesenen Antikörper gegen beide Coronavirus-Arten in sich tragen, jedoch in einer geringen Menge. Die mRNA-Impfung vermehrt diese erheblich und sorgt für eine Art Superimmunität.

Kreuzimpfung in der Erforschung

Denkbar wäre nun eine Art Kreuzimpfung gegen SARS-CoV-1 und SARS-CoV-2, die für einen Immunschutz gegen sämtliche Coronavirus-Arten sorgen könnte. Dafür müsste allerdings gegen SARS-CoV-1 erst noch ein Impfstoff entwickelt werden. In Singapur wird daran bereits geforscht. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse wollen die Forscher außerdem Antikörperpräparate gegen beide Viren entwickeln, die zukünftige Pandemien schnell ersticken könnten.

Die Biologin Priyamvada Acharya forscht an der Universität in North Carolina an Corona-Vakzinen. Sie macht im Magazin "Science" Hoffnung. Die Forschungsergebnisse seien "erstaunliche und sehr gute Nachrichten". Ein Impfstoff, der gegen alle Corona-Varianten wirkt, sei prinzipiell möglich.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Studie aus Singapur
  • aerzteblatt.de
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