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Diagnose von PCOS: Nicht immer im Ultraschall erkennbar


PCOS – was für die Diagnose entscheidend ist

Von Lydia Klöckner

Aktualisiert am 12.01.2023Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Eine junge Frau spricht mit einer Ärztin.
Der erste Schritt zur Diagnose eines PCOS ist ein Gespräch, in der die Betroffene ihre Beschwerden schildert. (Quelle: Lacheev/Getty Images)
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Nur eines der Anzeichen für PCOS ist im Ultraschall erkennbar. Für die Diagnose PCOS gelten noch weitere Kriterien. So wird das Syndrom festgestellt.

PCOS steht für polyzystisches Ovarsyndrom (oder Ovarialsyndrom) und bezeichnet ein unter Frauen weit verbreitetes gesundheitliches Problem: Hierzulande betrifft es etwa 15 von 100 Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter.

Bei ihnen ist der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten, was verschiedene und teils äußerst belastende Beschwerden mit sich bringt. Unter anderem leiden Frauen mit PCOS häufig unter Akne, einer verstärkten Körper- und Gesichtsbehaarung und Zyklusstörungen. Da das Syndrom die Fruchtbarkeit beeinträchtigt, haben betroffene Frauen mit Kinderwunsch oftmals Schwierigkeiten, schwanger zu werden.

Hinter jedem einzelnen dieser Symptome können jedoch auch andere Ursachen stecken als PCOS. Für die Diagnose ist entscheidend, dass mehrere Anzeichen für PCOS feststellbar sind.

Anhand dieser Kriterien wird die Diagnose gestellt

Bei der Diagnose eines PCOS halten Ärztinnen und Ärzte sich für gewöhnlich an die sogenannten Rotterdam-Kriterien. Diese besagen, dass eine Frau PCOS hat, wenn sie mindestens zwei der folgenden drei Symptome aufweist und diese nicht auf andere Ursachen zurückzuführen sind:

  • Ihre Regelblutung und/oder Eisprünge bleiben aus oder finden nur noch unregelmäßig statt.
  • Bei ihr sind Anzeichen für einen Überschuss männlicher Hormone zu erkennen, oder dieser stellt sich im Rahmen einer Blutuntersuchung heraus.
  • Im Ultraschall sind viele kleine Zysten in mindestens einem ihrer Eierstöcke zu sehen.

Die deutlichsten Anzeichen für einen erhöhte Spiegel an männlichen Hormonen sind Akne, eine verstärkte Behaarung im Gesicht und am Körper sowie Haarausfall. All diese Beschwerden können zu einer großen psychischen Belastung werden – ebenso wie ein unerfüllter Kinderwunsch. Oft ist es dieser Leidensdruck, der die Betroffenen dazu bringt, ärztlichen Rat einholen.

Als Anlaufstelle eignet sich am besten eine Praxis für Gynäkologie. Um den Grund für die Symptome zu klären, wird sich die Gynäkologin oder der Gynäkologe zunächst im Rahmen eines Gespräches ein genaues Bild von den Beschwerden machen. Zudem steht eine Untersuchung an. Zum einen kann die Ärztin oder der Arzt der Patientin Blut abnehmen, um den Spiegel bestimmter Hormone bestimmen zu lassen, der beim PCOS verändert ist.

Zum anderen findet eine Ultraschalluntersuchung statt. Denn wenn eine Frau PCOS hat, sind in einem oder beiden ihrer Eierstöcke typischerweise viele kleine Zysten zu erkennen. Bei diesen handelt es sich um nicht vollständig gereifte Follikel. Das sind die Bläschen, in denen sich die Eizellen befinden.

Wenn der Menstruationszyklus normal abläuft, reift jeden Monat eines dieser Follikel heran, um beim Eisprung zu platzen und die Eizelle zur Befruchtung freizugeben. Beim PCOS wird dieser Ablauf gestört, weil die Hormone, die den Zyklus steuern, nicht in der richtigen Menge vorhanden sind. Die unreifen Follikel sammeln sich dann im Eierstock und erscheinen im Ultraschall als wenige Millimeter große Zysten.

PCOS – welche Rolle spielt der Ultraschall für die Diagnose?

Nach den kleinen Zysten, die bei vielen Frauen mit PCOS im Ultraschall feststellbar sind, ist das Syndrom benannt ("Poly-" heißt "viele"). Sie erlauben aber keine sichere Diagnose. Denn nicht alle Frauen mit PCOS haben diese Zysten. Umgekehrt gibt es Frauen, die zwar Zysten haben, aber nicht an einem PCOS leiden.

Die Diagnose kann sich somit nie allein aus der Untersuchung mit dem Ultraschall ergeben. Entscheidend ist vielmehr das Gesamtbild, das sich aus den Symptomen und den Untersuchungsbefunden ergibt.

Bei der Diagnose sind auch andere Erkrankungen zu erfassen

Viele Frauen mit PCOS haben eine Störung im Stoffwechsel, die etwas mit Insulin zu tun hat. Dieser Botenstoff sorgt dafür, dass die Körperzellen Zucker aus dem Blut aufnehmen können, um Energie aus ihm zu gewinnen.

Unter bestimmten Umständen kann es allerdings dazu kommen, dass das nicht mehr richtig funktioniert: Die Körperzellen reagieren dann unempfindlich auf Insulin. Diese sogenannte Insulinresistenz scheint nicht nur PCOS zu begünstigen, sondern kann auf Dauer auch in Diabetes Typ 2 münden. Zudem entsteht sie für gewöhnlich als Folge von Übergewicht und geht oftmals mit anderen Erkrankungen einher, die dieses hervorrufen kann – beispielsweise Bluthochdruck.

All diesen gesundheitlichen Problemen sollte die Ärztin oder der Arzt im Rahmen der Diagnose auf den Grund gehen. Nur so hat die Betroffene eine Chance auf eine vollständige Genesung.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Abrufdatum: 12.1.2023)
  • Online-Informationen von AMBOSS: www.amboss.com (Abrufdatum: 12.1.2023)
  • Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Abrufdatum: 12.1.2023)
  • Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 12.1.2023)
  • Borzan, V., et al.: "Das polyzystische Ovar-Syndrom – Entstehung, Behandlung und neue Erkenntnisse". Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel, Vol. 14, Iss. 2, pp. 81-87 (Mai 2021)
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