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Trotz milden Winterwetters: Die Heizkosten steigen

Preise im Vergleich  

Trotz milden Winterwetters: Die Heizkosten steigen

13.01.2020, 09:37 Uhr | dpa

Trotz milden Winterwetters: Die Heizkosten steigen. Heizkörper: Spätestens von 2021 an kommen mit dem Klimapaket der Bundesregierung zusätzliche Kosten auf die Verbraucher zu.  (Quelle: Getty Images/Devenorr)

Heizkörper: Spätestens von 2021 an kommen mit dem Klimapaket der Bundesregierung zusätzliche Kosten auf die Verbraucher zu. (Quelle: Devenorr/Getty Images)

Aufgrund der bisher lauen Wintermonate freuten sich viele Haushalte auf eine niedrige Heizkostenabrechnung – doch die Preise steigen, besonders für einen Rohstoff. 2021 soll es sogar noch teurer werden.

Trotz des vergleichsweise milden Jahres 2019 müssen die meisten Verbraucher für ihre Heizkosten tiefer in die Tasche greifen. Das ergaben Analysen der Internet-Vergleichsportale Verivox und Check24, die unabhängig voneinander Energiepreis- und Wetterdaten für das vergangene Jahr ausgewertet haben. Demnach war 2019 zwar nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, und auch die Wintermonate waren fast durchgängig sehr mild. Jedoch war der Januar regional schneereich und kalt und der Mai deutlich kühler als im Vorjahr.

Unter dem Strich mussten die Verbraucher deshalb zwei (Verivox) bis drei (Check24) Prozent mehr Heizenergie aufwenden als im Jahr zuvor. Die Vergleichsportale verwenden bei ihren Auswertungen zum Teil unterschiedliche Basisdaten und kommen deshalb zu leicht abweichenden Ergebnissen. 

So haben sich die Preise verändert

Bei den Preisen hat sich vor allem Gas verteuert. Im Durchschnitt des Jahres und der verschiedenen Regionen stiegen die Gaspreise um 7,6 Prozent. Zusammen mit den Einflüssen des Wetters ergeben sich damit für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Energieverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Mehrkosten von mehr als acht Prozent. Verivox kommt für Gaskunden auf Gesamtkosten von 1.125 Euro im Jahr, Check24 auf 1.222 Euro.

Der Brennstoff für die Ölheizung war dagegen kaum teurer als im Vorjahr. Verivox kommt auf eine Kostensteigerung von 2,5 Prozent, Check24 auf 1,7 Prozent. Demnach muss der Musterhaushalt bei Verivox durchschnittliche Kosten von 1.249 Euro tragen, bei Check24 sind es 1.309 Euro. Das Heizen mit Öl ist nur noch wenig teurer als mit Gas. Beim Heizöl ist wegen der schwankenden Preise der Zeitpunkt des Einkaufs entscheidend für die Gesamtkosten.

Die Heizkosten liegen trotz der Mehrbelastung im vergangenen Jahr immer noch unter ihrem langjährigen Mittel, weil in früheren Jahren sowohl die Temperaturen niedriger als auch die Preise höher waren. So mussten die Verbraucher im kalten und teuren Jahr 2013 noch 1.553 Euro für das Heizen mit Gas und 1.915 Euro für Heizöl ausgeben. "Ob sich dieser Trend so fortsetzt, bleibt abzuwarten", sagte der Verivox-Energieexperte Valerian Vogel.

Heizöl wird teurer als Gas

Spätestens von 2021 an kommen mit dem Klimapaket der Bundesregierung zusätzliche Kosten auf die Verbraucher zu. Bei einem CO2-Preis von 25 Euro je Tonne werden die Haushalte mit einem Energieverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bei einer Gasheizung mit 119 Euro zusätzlich zur Kasse gebeten, bei einer Ölheizung mit 158 Euro. "Weil für Heizöl höhere Emissionen veranschlagt werden als für Gas, kommen auf Verbraucher mit Ölheizung höhere zusätzliche Kosten zu", sagte Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei Check24.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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