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  • Tipps f√ľrs Pflanzen gie√üen im Sommer: Fehler beim Gie√üen und W√§ssern vermeiden


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Ja, die Redaktion hat f√ľr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Die schlimmsten Fehler bei der Gartenbewässerung

Von dpa-tmn, t-online, jb

Aktualisiert am 15.06.2022Lesedauer: 6 Min.
Schon kleine Fehler beim Gießen richten großen Schaden an.
Gartenbewässerung: Schon kleine Fehler beim Gießen richten großen Schaden an. (Quelle: dpa-bilder)
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Fehler bei der Gartenbewässerung können großen Schaden anrichten. Wann und wie oft sollte man also gießen? Welche Pflanze braucht wie viel Wasser? Und wie erkenne ich den Bedarf meiner Gartengewächse? Wir klären auf.

Das Wichtigste im √úberblick


Pflanzen k√∂nnen das Gie√üwasser am besten ausnutzen, wenn man es ihnen am fr√ľhen Morgen oder notfalls noch am sp√§ten Abend gibt. Der beste Zeitpunkt zum Gie√üen der Pflanzen im Sommer ist jedoch zwischen drei und vier Uhr morgens, laut Bundesverband der Einzelhandelsg√§rtner (BVE). Zu der Tageszeit ist der Boden am k√ľhlsten. Dadurch verdunstet das Wasser nicht so schnell. Es kann in den Boden einsickern und gelangt an die Wurzeln.


Die giftigsten Pflanzen im Garten

Der Eisenhut gilt als giftigste Pflanze Europas. Das Gift kann sogar √ľber die Haut aufgenommen werden, daher ist bei der Gartenarbeit gro√üe Vorsicht und das Tragen von Handschuhen angesagt. Er wurde 2005 als erstes Gew√§chs zur "Giftpflanze des Jahres" gew√§hlt.
Auch die Bl√ľtenbl√§tter der Engelstrompete sind hochgiftig. Schon kleinste Mengen k√∂nnen zu Symptomen wie Erbrechen und Durchfall, Sehst√∂rungen und Halluzinationen f√ľhren. Um nicht mit den Pflanzens√§ften in Kontakt zu kommen, sollten Sie bei der Gartenarbeit Handschuhe tragen.
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Pflanzen am besten morgens gießen

Weil fast niemand freiwillig so fr√ľh aufsteht, r√§t der BVE zu einem automatischen Bew√§sserungssystem mit Zeitschaltuhr. Wer diese Kosten scheut, sollte an warmen Tagen dennoch etwas fr√ľher aufstehen, um noch schnell zu gie√üen. Wem drei Uhr zu fr√ľh ist, der sollte bis sp√§testens sechs Uhr seine Pflanzen gew√§ssert haben. Das sei immer noch besser als um 20 Uhr, so der Verband. Abends verdunstet durch den aufgew√§rmten Boden die Feuchtigkeit und kann nicht aufgenommen werden. Dasselbe gilt f√ľr die Mittagszeit: Im Sommer in der Mittagssonne zu w√§ssern sei reine Wasserverschwendung. Dann sind der Boden und die Luft zu warm, die Feuchtigkeit verdunstet, statt an die Wurzeln zu gelangen.

Es gibt noch einen weiteren Grund, den Garten nur morgens zu w√§ssern: Das abendliche Gie√üen kann Schnecken anlocken. Weil die Bl√§tter der Pflanzen √ľber Nacht schlecht trocknen, drohen au√üerdem Pilzkrankheiten.

Rasensprenger nicht zum Wässern verwenden

Zum W√§ssern von Geh√∂lzen, Stauden, Hecken und Gem√ľsepflanzen sollten Sie besser nicht den Rasensprenger verwenden. Der ist nur ideal f√ľr gr√∂√üere freie Fl√§chen. Ansonsten landet mit Sprinkleranlagen zu viel Wasser auf den Bl√§ttern. Dort verdunstet es ungenutzt oder beg√ľnstigt sogar Pilzkrankheiten, wenn es nicht schnell trocknet.

Mit Gießkanne und Gartenschlauch kommen Sie besser unter die Zweige und Blätter der Pflanzen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie entsprechende Aufsätze verwenden. Er sollte nicht zu stark sein. Wer eine automatische Bewässerungslösung bevorzugt, sollte ein Tropfrohrsystem verlegen.

Bei gro√üen T√∂pfen k√∂nnen Sie sich unter Umst√§nden mit einem Einf√ľllstutzen behelfen. Den k√∂nnen Sie sich bei gr√∂√üeren T√∂pfen auch selbst bauen. Dazu stecken Sie einen kleineren Blumentopf mit Loch schr√§g in die Erde und k√∂nnen dann bequem das Wasser hineinsch√ľtten.

Extratipp der Bayerischen Gartenakademie: Um das Wasser in tiefere Bodenschichten und damit zu den Wurzeln zu leiten, hacken Sie nach dem Gießen den Beetboden auf. Das zerstört Hohlräume und leitet das Wasser weiter in die Tiefe.

Welche Pflanze braucht wie viel Wasser?

Je nach Gattung und Standort gibt es gro√üe Unterschiede im Fl√ľssigkeitsbedarf der Pflanzen. Generell brauchen Pflanzen an sonnigen Pl√§tzen mehr Wasser als Schattengew√§chse. Besonders durstige Arten sind zum Beispiel die Engelstrompete und die Fuchsie. Au√üerdem ben√∂tigen Keimlinge oder Blumen, die gerade erst gepflanzt wurden, in den ersten Wochen t√§glich Wasser. Nur so wird sichergestellt, dass sie reichlich Wurzeln bilden.

Als Faustregel f√ľr die Gie√ümenge gilt: Je gr√∂√üer die Bl√§tter, desto h√∂her der Wasserbedarf. Mediterrane Pflanzen sind es hingegen gew√∂hnt, mit wenig Feuchtigkeit auszukommen. Sie √ľberstehen auch einige trockene Tage. S√ľdl√§ndische Kr√§uter, wie Thymian und Rosmarin, sollten ebenfalls nicht zu oft gegossen werden. Am besten warten Sie, bis die Erde ausgetrocknet ist, und gie√üen dann reichlich.

Rasen wässern an heißen Sommertagen

Droht eine Hitzewelle, sollten G√§rtner den Rasen nicht zu kurz und daf√ľr ohne den Fangkorb m√§hen. Der Schnitt bleibt auf dem Rasen liegen und dient als Mulch, der die Feuchtigkeit speichert und den Rasen vor Austrocknen sch√ľtzt.

Ein Tipp zur richtigen Menge: "Stellen Sie ein leeres Marmeladenglas auf den Rasen", rät Isabelle van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem. "Dann starten Sie den Sprinkler." Steht das Wasser in dem Glas rund 1,5 Zentimeter hoch, haben die Halme ausreichend abbekommen.

Selbst nach einem Gewitterregen wird am besten nachgegossen. Denn der Schauer befeuchtet oftmals nur die Erdoberfläche. Außerdem absorbieren die Pflanzen Wasser bei hoher Luftfeuchtigkeit, wie sie nach Gewittern herrscht, besser.

Topfpflanzen brauchen eine Sonderbehandlung

Topfpflanzen brauchen √∂fter eine Dusche als Beete oder B√ľsche, weil sie weniger Erde umgibt, die das Wasser speichert. Deshalb: Bei Hitze unbedingt t√§glich w√§ssern. T√∂pfe aus Kunststoff sind zwar nicht so ansehnlich wie Terracotta-K√ľbel, heizen sich daf√ľr aber nicht so schnell auf und speichern weniger Hitze.

Wer wenig Zeit hat, kann T√∂pfe oder Blumenk√§sten mit eingebauten Bew√§sserungssystemen kaufen. Auch ein F√ľllstandanzeiger kann beim Gie√üen eine gro√üe Hilfe sein, wenn Sie sich unsicher sind, ob die Pflanze genug hatte oder noch einen Schluck braucht. Bei allen Arten von T√∂pfen ist es wichtig, dass sie L√∂cher besitzen, durch die √ľbersch√ľssiges Wasser abflie√üen kann.

Da durch das h√§ufige Gie√üen N√§hrstoffe aus der Erde gewaschen werden, m√ľssen Hobbyg√§rtner Topfpflanzen regelm√§√üig d√ľngen, erl√§utert der Verband der Gartenbaumschulen. Gelbe Bl√§tter k√∂nnen ein Hinweis auf N√§hrstoffmangel sein.

Hobbygärtner sollten außerdem die trockene Erde in Töpfen erst anfeuchten und nach ein paar Minuten dann richtig gießen. Denn ist das Substrat nicht komplett trocken, kann das Wasser besser eindringen, erläutert der Bundesverband Einzelhandelsgärtner.

Pflanzen nicht √ľberversorgen

Wer seine Pflanzen durch h√§ufiges W√§ssern zu sehr verw√∂hnt, macht sich selbst unn√∂tige Arbeit. Schlauer ist es, Rosen, Oleander und Co. zu gen√ľgsamen Trinkern zu erziehen. Deshalb ist es ratsam, lieber seltener und daf√ľr intensiver zu gie√üen. Am besten erst, wenn die Pflanzen kurz davor sind, ihre Bl√§tter h√§ngen zu lassen.

Auf diese Weise werden die Gartengew√§chse gezwungen, viele und lange Wurzeln zu bilden, die sich die ben√∂tigte Fl√ľssigkeit aus der Erde holen. Das macht die Pflanzen robust und kann sogar dazu beitragen, dass Blumen l√§nger bl√ľhen.

Auch beim Rasen gehen Sie so vor: Bei Trockenheit wird die Fläche am besten ein- bis zweimal pro Woche wurzeltief durchfeuchtet. Der Bundesverband Einzelhandelsgärtner rät jeweils zu rund 10 bis 15 Litern Wasser pro Quadratmeter Rasen. Unter Bäumen brauchen die Gräser aber häufiger Wasser, da die Bäume sich auch daran bedienen. Bei zu viel und dauerhafter Feuchtigkeit drohen Algen im Rasen.

Gem√ľsebeet richtig gie√üen

Besser einmal richtig gie√üen, hei√üt auch die Devise im Gem√ľsebeet: Die Experten der Bayerischen Gartenakademie raten, besser 14 Liter pro Woche an einem einzigen Tag ins Beet zu gie√üen. Und zwar verteilt auf mehrere Stunden, sodass das Wasser jeweils Zeit bekommt, einzusickern.

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Gartenpflanzen gießen

Besonders im Sommer brauchen Pflanzen im Garten Wasser. Auch wenn es regnet, sollten Sie sie daher gießen. Dabei gilt: Mehr ist besser. Denn das Wasser versickert schnell im Boden. Zudem regt eine ausreichende Wässerung die Blumen an, Wurzeln auch in den tieferen Erdschichten zu bilden.

F√ľr optimalen Boden sorgen

Man kann im Garten noch einiges mehr tun als nur zu gie√üen: Durch sogenanntes Mulchen k√∂nnen Sie den Boden dazu bringen, mehr Wasser aufzunehmen und es l√§nger zu speichern. Der Vorteil: Sie m√ľssen seltener gie√üen.

Rindenmulch, Granitsplit oder Kieselsteinchen bekommen Sie im Fachhandel und vermengen ihn im angegebenen Verhältnis mit der Gartenerde.

Automatische Bewässerung

Wer sich das manuelle W√§ssern ersparen will, installiert eine Bew√§sserungsanlage. Durch eine Tr√∂pfchenbew√§sserung √ľber ein Schlauchsystem gelangt die Feuchtigkeit direkt an die Pflanze. Wird es √ľber einen Computer mit Zeitschaltuhr gesteuert, bereitet ein Gie√üen in den fr√ľhen Morgenstunden keine M√ľhe. Ist das System zudem mit einem Sensor verbunden, der die Bodenfeuchte misst, kann sich der Gartenbesitzer vollends zur√ľcklehnen.

Speziell f√ľr Rasenfl√§chen bieten sich unterirdisch arbeitende Systeme an, die beim M√§hen nicht st√∂ren. Ein professioneller Einbau verursacht dabei so gut wie keinen Flurschaden und zeigt innerhalb kurzer Zeit den gew√ľnschten Erfolg.

Pflanzen im Urlaub bewässern

Wenn Sie in den Urlaub fahren und Ihre Pflanzen nicht ausreichend mit Wasser versorgen k√∂nnen, sollten Sie einen Nachbarn oder Bekannte fragen, ob diese die Bew√§sserung √ľbernehmen k√∂nnen.

Alternativ k√∂nnen Sie auf einfache oder automatische Bew√§sserungssysteme zur√ľckgreifen. Hierf√ľr eignet sich beispielsweise ein Schlauchsystem, das zwischen die Pflanzen in den Beeten verlegt wird. √úber kleine L√∂cher im Schlauch gelangt nach und nach Wasser auf die Erde und versickert. Durch diese L√∂sung verhindern Sie auch, dass Feuchtigkeit auf die Bl√§tter der Pflanzen gelangt, was ihnen schadet.

Verreisen Sie nur kurz, k√∂nnen Sie auch Balkonk√§sten oder √úbert√∂pfe mit Wasserspeicher nutzen. Sie versorgen Ihre Pflanzen ‚Äď je nach Wetterlage ‚Äď f√ľr wenige Tage.

M√∂chten Sie nicht extra Geld in neue und umfangreiche Systeme investieren oder ist Ihr Garten sehr klein und ein automatisches Bew√§sserungssystem √ľberdimensioniert, k√∂nnen Sie auch auf die Bew√§sserung mithilfe einer Plastikflasche zur√ľckgreifen:

  1. Wässern Sie Ihre Pflanze ausreichend.
  2. Waschen Sie eine PET-Flasche gut aus. Am besten verwenden Sie eine Flasche, in der sich vorher Wasser befunden hat. Dar√ľber hinaus sollte sie stabil sein und ein ausreichendes Volumen haben.
  3. Bef√ľllen Sie die Flasche mit Wasser.
  4. Stecken Sie die Flasche mit der √Ėffnung in den Blumentopf und dr√ľcken Sie sie leicht in die Erde. Die Flasche sollte einen guten Halt haben. Notfalls befestigen Sie sie mithilfe von Rankhilfen.

Im Handel sind Aufs√§tze f√ľr Kunststoffflaschen erh√§ltlich, die die Bew√§sserung mithilfe dieses einfachen Systems erleichtern.

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