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Akelei (Aquilegia): Aussaat und Pflege – So blüht die Staude zweimal im Jahr

Simpler Trick  

Akelei: So blüht die Staude zweimal im Jahr

27.05.2020, 14:55 Uhr | dpa-tmn, t-online.de, ron

Akelei (Aquilegia): Aussaat und Pflege – So blüht die Staude zweimal im Jahr. Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris): Die verschiedenen Arten sind mehrjährig und als krautige, robuste Pflanzen bekannt. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris): Die verschiedenen Arten sind mehrjährig und als krautige, robuste Pflanzen bekannt. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Im Mittelalter zählte sie zu den wichtigsten Heilpflanzen, heute ist sie als dekorative Gartenblume beliebt: die Akelei. Das sollten Sie bei Standort, Aussaat und Pflege beachten.

Als Wildform wächst sie gern auf Bergwiesen, in Laubwäldern und an Waldrändern. Im Garten ist die bienenfreundliche Akelei (Aquilegia) mit ihren zart geformten Blüten eine der ersten höheren Stauden, die im Gartenjahr ihre Pracht zeigen.

Bekannt ist die Akelei aufgrund ihrer ungewöhnlichen Blütenform auch als Narrenkappe, Zigeunerglocke, Elfenhandschuh, Taubenblume oder Venuswagen. Letzterer Name geht darauf zurück, dass man sie im Mittelalter als Aphrodisiakum nutzte. Zudem wurde die Akelei bei verschiedenen inneren Erkrankungen als Heilkraut eingesetzt.

Standort: Vollsonnig bis halbschattig

Die Akelei stellt keine besonderen Ansprüche an Standort und Pflege. Vielmehr lebt sie asketisch und breitet sich aus, wo es ihr gefällt. Das kann zum Beispiel im Halbschatten sein.


Im Schutz von höheren Stauden wächst die Akelei aber auch an vollsonnigen Standorten. Findet sie keinen anderen Platz, siedelt sie sich auch in mageren Fugen und Mauerritzen an.

Aussäen: Bis Juni möglich

Akelei (Aquilegia): Weiße oder rosa blühende Sorten stammen meist aus Europa und Asien. (Quelle: imago images/Karina Hessland)Akelei (Aquilegia): Weiße oder rosa blühende Sorten stammen meist aus Europa und Asien. (Quelle: Karina Hessland/imago images)

Die Erstaussaat von Akelei ist im Frühling ab April bis Juni möglich. Von Februar bis März können Sie die Pflanzen bereits auf einer sonnig-warmen Fensterbank vorziehen und ab April ins Freie setzen. Auf die Blüte müssen Sie aber bis zum nächsten Jahr warten. Der Grund: Die Akelei gehört zu den mehrjährigen Pflanzen – und blüht deshalb erst im zweiten Jahr erstmalig.

Info
Da sich die Akelei durch Selbstaussaat vermehrt, reicht es, die Pflanze nur einmal auszusäen.

Blütezeit: Von Mai bis Juli

Akelei (Aquilegia): Sie wächst, wo es ihr gefällt. Besondere Ansprüche an den Standort hat sie nicht. (Quelle: imago images/McPhoto)Akelei (Aquilegia): Sie wächst, wo es ihr gefällt. Besondere Ansprüche an den Standort hat sie nicht. (Quelle: imago images/McPhoto)

Die Blütezeit der Akelei ist von Mai bis Juli. Die Blütenfarben reichen von Weiß, Rosa, Lila, Blau über Gelb und Orange bis hin zu einem dunklen Bordeauxrot. Beliebt sind – wie bei vielen anderen Pflanzenarten – auch die gefüllten Blüten. Dabei sollten aber die einfachen Blüten im Hinblick auf deren ökologischen Nutzen für Bienen und Schmetterlinge keinesfalls vergessen werden.

Zweite Blüte durch Rückschnitt

Durch die Selbstaussaat ergeben sich zudem neue Kreuzungen mit neuen Farben an neuen Stellen im Garten. Sind Kreuzungen nicht erwünscht, sollten Sie verwelkte Blütenstände abschneiden. Das ist gerade dann ratsam, wenn Sie besondere Farben und ausgesuchte Sorten im Garten kultivieren, die Sie erhalten möchten. Das Abschneiden verwelkter Blüten empfiehlt sich zudem, wenn sich die Akelei nicht zu stark aussäen sollte.

Unser Tipp
Wenn Sie nach der Blüte im Mai bis Juli die verwelkten Blütenstände der Akelei sofort abschneiden, können Sie sich im Frühherbst über einen zweiten Blütenteppich freuen.

Bienenfreundliche Akelei-Sorten

Neben den Wildformen gibt es verschiedene Zuchtformen der Akelei, die gern in Gärten angepflanzt werden.

Akelei 'Yellow Queen' (Aquilegia chrysantha): Sie trägt von Mai bis Juni goldgelbe, glockenförmige Blüten. (Quelle: imago images/Leemage)Akelei 'Yellow Queen' (Aquilegia chrysantha): Sie trägt von Mai bis Juni goldgelbe, glockenförmige Blüten. (Quelle: Leemage/imago images)

Akelei 'Yellow Queen' (Aquilegia chrysantha)

Die auch als Gold-Akelei bekannte Sorte wird etwa 60 Zentimeter hoch und liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Die blassgelben, langgespornten, einfachen Blüten erreichen eine Größe von sieben bis zehn Zentimetern und schweben an langen Stielen über dem Beet. Sie blühen von Mai bis Juni. 

Akelei 'William Guiness' (Aquilegia vulgaris)

Sie ist auch unter dem Namen Gemeine Akelei bekannt – kein Wunder, stammt sie doch von der heimischen Wild-Akelei (Aquilegia vulgaris) ab. Auch diese Sorte hat einfache, bienenfreundliche Blüten, die durch ihre Zweifarbigkeit zudem edel wirken: Sie sind schwarzpurpur und haben eine weiße Mitte. Die Purpur-Akelei, ein weiterer Name, erreicht eine Höhe von 60 Zentimetern und blüht je nach Standort und Witterung von Mai bis Juli.

Akelei 'Ministar' (Aquilegia flabellata): Die auch als Zwerg-Akelei bekannte Sorte hat einen kompakten, halbkugeligen Wuchs und passt gut in Steingärten. (Quelle: imago images/blickwinkel)Akelei 'Ministar' (Aquilegia flabellata): Die auch als Zwerg-Akelei bekannte Sorte hat einen kompakten, halbkugeligen Wuchs und passt gut in Steingärten. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Akelei 'Ministar' (Aquilegia flabellata)

Auch die niedrigwachsende Sorte 'Ministar' (Aquilegia flabellata) hat zweifarbige, blau-weiße Blüten, die sich von Mai bis Juni zeigen. Die Staude bildet ein dichtes Kissen und ist mit nur etwa 20 Zentimeter Höhe auch für kleinere Gärten und Terrassen geeignet. Sie ist bis minus 15 Grad frosthart. Steht sie auf Terrassen oder Balkonen, dauert die Blühphase nicht so lange wie ausgepflanzt im Beet.

Düngen: Kompost oder Laubmulch

Trotz einer guten Anpassungsfähigkeit sollten Hobbygärtner im Idealfall stets für eine gute Nährstoffzufuhr sorgen, zum Beispiel mit Kompost oder Laubmulch. Das hält ihre Wurzeln ausreichend feucht. Staunässe sollte allerdings vermieden werden. Ansonsten braucht die Akelei keine speziellen Dünger.

Krankheiten und Schädlinge

Mit Krankheiten und Schädlingen hat die Akelei wenig zu kämpfen. Allerdings kann sie von Echtem Mehltau befallen werden. Das ist dann ein Zeichen von Wasserstress. Der Grund: Die Pflanze stand in diesem Fall zu trocken oder zu heiß. Ist die Akelei von Raupen befallen, sollten die befallenen Pflanzenteile umgehend abgeschnitten werden.

Verwendung: Stauden als Beetpartner

Naturgarten: Die Akelei (rechts vorn) passt gut neben höher oder niedriger wachsende Stauden. (Quelle: imago images/Manfred Ruckszio)Naturgarten: Die Akelei (rechts vorn) passt gut neben höher oder niedriger wachsende Stauden. (Quelle: Manfred Ruckszio/imago images)

Gute Begleiter für die Akelei in der Rabatte sind Rosen, aber auch Sträucher und Sommer- sowie Herbststauden, zum Beispiel

Das Besondere: Während alle anderen Stauden noch im Wachstum stecken, ist die Akelei mit ihren nickenden Blütenköpfen schon ein Hingucker im Beet und Rabatte.

Unser Tipp
Die Akelei sollte nicht flächig, sondern punktuell gepflanzt werden. Das ergibt in Kombination mit anderen Gartenblumen ein stimmiges Pflanzbild. Ein weiterer Vorteil: Nach der Blüte von Mai bis Juli entstehen so keine zu großen Leerräume im Beet.

Ist Akelei giftig?

Beim Umgang mit der Akelei sollten Sie vorsichtig sein, denn wie viele Pflanzen aus der Familie der Hahnenfußgewächse ist sie schwach giftig. Dabei enthalten alle Pflanzenteile Giftstoffe, besonders aber der Samen, der zwischen Juli und August reift. Auch im Hautkontakt können Symptome wie Hautreizungen, Rötungen und Blasen auftreten. Deshalb ist es ratsam, beim Schneiden der Akelei Gartenhandschuhe zu tragen.

Pflanzen-Steckbrief

Akelei (Aquilegia)
Standortvollsonnig bis halbschattig
Bodenmäßig feucht bis feucht
Düngenmit Kompost oder Laubmulch
Gießennormal, keine Staunässe
BlütezeitMai bis Juli (sortenabhängig), auch im Herbst
KrankheitEchter Mehltau
Besonderheitenmehrjährig, blüht erst im zweiten Jahr; schwach giftig in allen Pflanzenteilen
Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Gartenjournal: "Ist die Akelei giftig?"
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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