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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wie ein Marmeladenglas fĂŒr einen schönen Rasen sorgt

Von t-online, jb

Aktualisiert am 25.03.2022Lesedauer: 6 Min.
Ratgebervideo zur Rasenpflege: So wĂ€ssern, vertikutieren, sĂ€en, dĂŒngen und kalken Sie das GrĂŒn richtig. (Quelle: t-online)
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FĂŒr einen schönen Rasen sollten Sie einiges beachten. Mit ein paar einfachen Tricks fĂ€llt Ihnen das GĂ€rtnern aber leichter. Was ein Marmeladenglas damit zu tun hat.

Das Wichtigste im Überblick


RegelmĂ€ĂŸiges MĂ€hen gehört zu den einfachsten und zugleich effektivsten Pflegemaßnahmen fĂŒr einen dauerhaft schönen Rasen. Das Umweltbundesamt (UBA) rĂ€t zudem fĂŒr die Hauptwachstumszeit zwischen MĂ€rz und Oktober zum wöchentlichen Rasenschnitt.


Rasenpflege: Wie Sie Ihren Rasen bewĂ€ssern, dĂŒngen und mehr

Ein RasenmÀher mÀht
Den Rasen vertikutieren
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Wann den Rasen mĂ€hen, dĂŒngen, vertikutieren?

Es lĂ€sst sich kaum verhindern, dass sich die abgestorbenen Pflanzenreste im Winter zu einer Filzschicht zwischen den GrĂ€sern verdichten. Dadurch wird die Wasseraufnahme erschwert, es bildet sich Moos. Zum Entfernen des Filzes braucht man zumindest auf grĂ¶ĂŸeren FlĂ€chen einen Vertikutierer. Die rotierenden Messer sollten allerdings möglichst nicht zu tief in den Boden eindringen, um die Graswurzeln nicht zu beschĂ€digen. Vertikutieren ist eine Aufgabe fĂŒr die Rasenpflege im FrĂŒhjahr. Dann erholt sich der Rasen nach dem BelĂŒften am schnellsten. In dieser Reihenfolge geht man beim Vertikutieren am besten vor:

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  1. Als erster Schritt steht die FrĂŒhjahrsdĂŒngung im Februar oder MĂ€rz an. DafĂŒr eignet sich ein stickstoffhaltiger RasendĂŒnger.
  2. Etwa eine Woche spÀter mÀht man den Rasen auf ungefÀhr vier Zentimeter.
  3. Zehn bis 14 Tage spĂ€ter wird der Rasen erneut gekĂŒrzt, diesmal auf zwei Zentimeter.
  4. Danach wird der Rasen vertikutiert. Die FlĂ€che muss dafĂŒr trocken sein. Das anfallende Pflanzenmaterial darf auf den Kompost.
  5. An kahlen Stellen wird Grassamen nachgesÀt.

Achtung
Vertikutieren ist wichtig, denn nur so können Sie Ihren Rasen von starken Verunkrautungen, Moos und Rasenfilz befreien und deren Neubildung verhindern.

Rasenpflege im FrĂŒhjahr

Im FrĂŒhjahr, am besten ab MĂ€rz, stehen folgende Punkte bei der Rasenpflege an:

Wann und wie oft sollte man Rasen mÀhen?

Beim MÀhen können Sie sich an der LÀnge der GrÀser orientieren. Die ideale SchnittlÀnge betrÀgt etwa vier Zentimeter. SpÀtestens, wenn die Halme doppelt so lang sind, sollten Sie zum RasenmÀher greifen. Demnach ist es bei einer Grashöhe zwischen sieben und zehn Zentimetern Zeit zu mÀhen. Diese Fehler sollten Sie beim RasenmÀhen vermeiden.

Wenn Sie zu lange warten, riskieren Sie braune Stellen im Rasen. Bei langen Halmen wird dann der grĂŒne obere Teil abgeschnitten und es bleibt nur der trockene untere Bereich stehen.

Auch ein zu kurzer Schnitt kann dem Rasen schaden. Wird das Gras auf zwei Zentimeter oder noch kĂŒrzer heruntergeschnitten, können die dabei freigelegten Wurzeln geschĂ€digt werden. Außerdem verbrennt ein sehr kurz geschnittener Rasen bei starker Sonneneinstrahlung leicht und wird dann braun.

Der plötzliche Kahlschnitt schrÀnkt die sensiblen GrÀser in ihrem Wachstum ein oder lÀsst sie sogar ganz absterben. In den Kahlstellen und Grasnarben siedelt sich dann vermehrt Unkraut, Moos oder Hornklee an.

Wenn Sie noch hĂ€ufiger mĂ€hen oder einen MulchrasenmĂ€her verwenden, können Sie auf den Fangkorb verzichten und die gemĂ€hten Grasspitzen einfach liegen lassen. Der Grasschnitt soll die Humusbilanz verbessern und die KrĂŒmelstruktur des Bodens fördern. Dieselben Vorteile schreiben Experten den immer beliebter werdenden MĂ€hrobotern zu.

Achtung
Beginnen Sie mit der Rasenpflege erst, wenn die Bodentemperatur konstant ĂŒber 7 Grad Celsius liegt. Auch Bodenfrost sollte nicht mehr ĂŒber mehrere Tage dauern. MĂ€hen Sie Ihren Rasen zu frĂŒh, verlieren die Halme bei Frost an Kraft und können so anfĂ€lliger fĂŒr Krankheiten, Pilze und SchĂ€dlinge sein.

Wann und wie oft wird der Rasen gedĂŒngt?

Damit sich Löwenzahn, Klee und anderes Unkraut nicht im Rasen breit machen, ist regelmĂ€ĂŸiges DĂŒngen wichtig. Je gesĂŒnder das Gras, desto weniger Chancen hat das Unkraut. Im FrĂŒhjahr und mindestens ein weiteres Mal im Juli oder August sollten Sie einen stickstoffreichen RasenlangzeitdĂŒnger ausbringen. Stark beanspruchte RasenflĂ€chen können Sie zwischendurch auch ein drittes Mal dĂŒngen.

Mitte bis Ende Oktober – also im Herbst – sollten Sie dann noch mal einen speziellen HerbstdĂŒnger geben. Er ist besonders reich an Kalium, das fĂŒr eine gute WinterhĂ€rte der RasengrĂ€ser sorgt.

DĂŒngen
DĂŒngen: Tragen Sie DĂŒnger am besten mit einer entsprechenden Hilfe aus. So wird er gleichmĂ€ĂŸig verteilt. (Quelle: groveb/getty-images-bilder)

Eignet sich Eisensulfat als DĂŒnger?

Eisensulfat eignet sich ebenfalls fĂŒr den Rasen: Es ist zugleich DĂŒnger und Moosvernichter. Das Mittel hat allerdings auch Nachteile: Es ist nicht ganz ungefĂ€hrlich.

Bei der Anwendung von Moosvernichtern auf Eisensulfatbasis sollten Sie dringend Handschuhe tragen und den Kontakt mit Augen oder Haut vermeiden. Besonders bei Feuchtigkeit ist der DĂŒnger stark reizend. Halten Sie nach dem Auftragen auch Haustiere und Kleinkinder von der RasenflĂ€che fern. Das Mittel ist besonders beim Verschlucken gesundheitsschĂ€dlich. Wer reines Eisensulfat verwendet, muss zudem aufpassen, dass das DĂŒngemittel nicht mit Steinplatten oder der Kleidung in BerĂŒhrung kommt. Sonst könnten Flecken zurĂŒckbleiben.

Nachdem Sie den Moosvernichter aufgebracht haben, dauert es etwa eine Woche, bis das Moos abgestorben ist. Die beste Wirkung erzielen Sie, indem Sie den RasendĂŒnger nach einem Regenguss aufbringen, sobald die GrĂ€ser wieder getrocknet sind. Anschließend sollten Sie die behandelten Stellen etwa zwei Tage lang nicht wĂ€ssern. Danach können Sie das abgestorbene Material mit einer Harke, einem Rechen oder einem Vertikutierer entfernen.

Mit dem NachsÀen sollten Sie danach noch eine Woche warten. Der Rasen wÀchst sonst schlechter an.

Wann sollte man den Rasen kalken?

Oft ist ein zu saurer Boden die Ursache fĂŒr den Moosbefall. Sollte der Boden einen pH-Wert unter sieben aufweisen, ist er zu sauer. Dann ist Kalken eine geeignete Methode, um einem Moosbefall vorzubeugen – idealerweise nach dem Vertikutieren. Wie viel Kalk Sie aufbringen mĂŒssen, richtet sich nach der Bodenbeschaffenheit. Bei leichten, sandigen Böden brauchen Sie weniger Kalk. Bei einem leichten Boden mit einem pH-Wert von unter 5,5 genĂŒgen 150 Gramm pro Quadratmeter, wĂ€hrend Sie bei lehmigen Böden etwa die doppelte Menge verwenden können.

Ab einem pH-Wert von 6,9 sollte kein Kalk mehr aufgebracht werden. Ob ein Boden zu sauer ist, können Sie teilweise am Bewuchs erkennen. So deutet beispielsweise das Vorhandensein von Klee eher auf einen basischen Boden hin. Dann sollte nicht gekalkt werden.

Wie wird man Unkraut im Rasen durch DĂŒngen los?

Wenn sich Klee im Rasen breitmacht, ist das ein Zeichen dafĂŒr, dass dem Rasen Stickstoff fehlt. Dagegen hilft die DĂŒngung Hornmehl. Die SpĂ€ne aus Rinderhorn haben einen hohen Stickstoffgehalt. Ein großer Vorteil von Hornmehl ist, dass es im Gegensatz zu anderen DĂŒngern kein Phosphat enthĂ€lt, das hauptsĂ€chlich den UnkrĂ€utern zugute kĂ€me.

Egal ob Eisensulfat, RasendĂŒnger, Kalk oder Hornmehl – Sie sollten sich an die jeweiligen Angaben zur Dosierung halten, um dem Rasen nicht zu viel DĂŒnger zu geben. In einem ĂŒberdĂŒngten Rasen können sich leicht Pilzkrankheiten wie Rotspitzigkeit, Hexenringe oder Schneeschimmel festsetzen. Wer sicher gehen will, welcher DĂŒnger der richtige ist, fĂŒhrt eine Bodenanalyse durch, die den pH-Wert bestimmt. Einfache Testsets sind im Baumarkt oder Gartencenter erhĂ€ltlich.

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Wie oft und wann wird der Rasen bewÀssert?

An heißen Tagen brauchen die GrĂ€ser genug Wasser. In der Trockenphase wird der Rasen zwei- bis dreimal wöchentlich mindestens 30 Minuten lang gegossen. Zehn bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter sind die optimale Menge. Um besser einschĂ€tzen zu können, wann es genug ist, stellen Sie ein leeres Marmeladenglas auf den Rasen und starten den Sprinkler. Bei einem FĂŒllstand von 1,5 Zentimetern im Glas hat der Rasen genug Wasser.

Generell ist es besser, am frĂŒhen Morgen statt abends zu gießen. Denn kurz vor der Nacht ist der Boden noch zu warm, und das Gießwasser verdunstet anstatt das GrĂŒn zu versorgen. Außerdem sollten Sie nur bei anhaltender Trockenheit zusĂ€tzlich bewĂ€ssern. Halten Sie die FlĂ€che dauerhaft zu feucht, drohen Moos- und Algenbefall im Rasen.

Was ist die richtige Saatgutmischung?

Entscheidend fĂŒr einen schönen Rasen ist das richtige Saatgut. Es gibt fĂŒr jeden Standort die passende Rasenmischung. Soll der Rasen öfter betreten oder sogar von Kindern bespielt werden, sollten Sie sich fĂŒr einen strapazierfĂ€higen Spiel- und Sportrasen entscheiden. Kommt nur wenig Sonne auf die RasenflĂ€che, ist ein Schattenrasen sinnvoll.


Meist setzen sich die angebotenen Rasenmischungen aus mehreren speziell gezĂŒchteten GrĂ€serarten zusammen. Zu den robusten Sorten zĂ€hlen beispielsweise Lolium Perenne und Festuca Rubra. Die Zusammensetzung muss auf den Packungen angegeben sein.

Wann wird Rasen gesÀt?

Der beste Zeitpunkt fĂŒr die Aussaat ist ein warmer, aber nicht heißer Tag im FrĂŒhjahr, an dem es möglichst windstill ist. Der Untergrund sollte locker und feucht sein. Am besten ist eine Mischung aus Mutterboden mit etwas Sand geeignet. ZunĂ€chst wird die FlĂ€che gerade gezogen und alle Steine entfernt. Um die Unebenheiten zu beseitigen, sollten Sie zum Rechen greifen. Wer Wert auf eine ganz gerade FlĂ€che legt, zieht sie mit einem langen Brett ab. Auf den begradigten Untergrund wird der Samen gleichmĂ€ĂŸig verteilt. UngeĂŒbte sollten dafĂŒr lieber einen Streuwagen verwenden, den man sich im Baumarkt oder Gartencenter leihen kann.

Damit sich der Samen gut mit dem Boden verbindet, empfiehlt es sich, die Aussaat anschließend mit einer Walze oder Trittbrettern festzudrĂŒcken. Danach sollten Sie die FlĂ€che möglichst nicht mehr betreten, bis sich die Grasdecke geschlossen hat. Bis dahin muss der junge Rasen regelmĂ€ĂŸig gewĂ€ssert werden. Sofern der Regen von oben ausbleibt, muss mindestens jeden dritten Tag gegossen werden.

Rollrasen
Rollrasen: Auch Fertigrasen benötigt eine umfangreiche Pflege. (Quelle: brebca/getty-images-bilder)

Wie wird Rollrasen verlegt?

Wenn es ganz schnell gehen muss, bietet sich Rollrasen an. WĂ€hrend neu eingesĂ€ter Rasen einige Zeit braucht, um dicht zu wachsen, erstrahlt der Rollrasen sofort in dichtem GrĂŒn. Allerdings hat der Fertigrasen auch seinen Preis. FĂŒr einen Quadratmeter des Rasens muss man je nach QualitĂ€t zwar nur zwischen drei und acht Euro hinblĂ€ttern. Dazu kommen jedoch noch die Verlegekosten, Transport und Nachpflege.

Alles in allem summieren sich die Kosten meist auf weit ĂŒber zehn Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommt, dass viele Fertigrasen Gifte enthalten, um unkrautfrei angeboten werden zu können.

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  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz
Rasen

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