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Obstbaumschnitt: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Obsternte  

Obstbaumschnitt: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

05.03.2015, 12:02 Uhr | am (CF), anni

Obstbaumschnitt: Wann ist der richtige Zeitpunkt?. Zum richtigen Zeitpunkt und mit dem passenden Werkzeug führt der Obstbaumschnitt zu einer reichhaltigen Ernte. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zum richtigen Zeitpunkt und mit dem passenden Werkzeug führt der Obstbaumschnitt zu einer reichhaltigen Ernte. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Sie im Herbst jede Menge Früchte von Ihren Obstbäumen im eigenen Garten ernten wollen, sollten Sie im Frühjahr den richtigen Zeitpunkt für den Baumschnitt beachten. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps zum Obstbaumschnitt, damit Ihre Ernte reichhaltig ausfällt und Sie sich über süße und gesunde Früchte freuen können.

Richtiger Zeitpunkt: Schnittwunden heilen lassen

Wenn Sie Ihren Obstbaum im heimischen Garten schneiden wollen, sollten Sie das zwischen Januar und Anfang März tun. Einer Pressemitteilung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zufolge können die Schnittwunden bei einem Baumschnitt zu diesem frühen Zeitpunkt im Jahr besser verheilen. Der Vorteil: Die Knospen, aus denen sich später das Obst entwickelt, sind noch nicht ausgetrieben und die Äste des Baums führen noch nicht so viel Wasser, weshalb Schnittwunden besser verheilen.

Auch Temperaturen bestimmen den Zeitpunkt

Ob ein Obstbaumschnitt im Januar wirklich sinnvoll ist, entscheiden letztendlich auch die vorherrschenden Temperaturen. Wie der bayerische Landesverband für Gartenbau und Gartenpflege in einem Bericht des Bayerischen Rundfunks mitteilt, sollten die Temperaturen nicht unter minus fünf Grad liegen – andernfalls erzielen Sie mit dem Schnitt die gegenteilige Wirkung: Bei Frost ist das Holz zu brüchig, sodass die Schnittwunden nur sehr langsam verheilen würden und eine reiche Ernte im Herbst auf dem Spiel steht.

Achtung: Kirschbäume bilden dabei die Ausnahme: Zwar können auch im Spätwinter geschnitten werden, empfehlenswert ist aber ein Schnitt unmittelbar nach der Ernte, da dies zum verstärkten Wachstum anregt. Manche Gärtner empfehlen sogar, Kirschbäume während der Ernte zu schneiden, sodass die Kirschen von den abgeschnittenen Ästen einfacher gepflückt werden können.

Baumkrone lichten und richtiges Werkzeug

Der Spätwinter eignet sich übrigens besonders gut dazu, die Baumkrone ein wenig zu lichten: Ohne Blätter am Baum fällt dies wesentlich leichter. Entfernen Sie hierbei vor allem senkrecht nach oben wachsende Äste, die keine Früchte tragen. Dadurch gelangt mehr Sonnenlicht an die tragenden Äste und die Früchte, die im Inneren des Baumes reifen.

Zum Entfernen dünnerer Äste sind Einhand- oder Zweihandbaumscheren geeignet, wohingegen starke Äste mit einer Astsäge entfernt werden sollten. Damit es am Holz nicht zu Quetschungen kommt, sollten Sie bei allen Werkzeugen darauf achten, dass sie sehr scharf sind.

Obstbaumschnitt: Für wen gelten die Sperrzeiten?

Im Bundesnaturschutzgesetz ist seit 2010 ein bundesweiter Schutzzeitraum vom 1. März bis 30. September festgesetzt, in dem Obstbäume nur mit Sondergenehmigung geschnitten werden dürfen. Umfangreiche Schnittarbeiten an Gehölzen und auch Hecken sind während dieser Sperrzeit untersagt, da sie nistende Tiere wie Vögel gefährden können.

Doch gilt dieses Gesetz auch für Kleingärtner und Hausbesitzer, die ein paar Obstbäume im Garten haben? Die Antwort lautet nein – die Sperrzeit gilt nur für gärtnerisch genutzte Grundflächen und landwirtschaftliche Nutzflächen. Ausgenommen von dem Verbot sind Bäume in Haus- und Kleingärten, Rasensportanlagen, Grünanlagen und Friedhöfen.

So kommen Sie zu einer reichhaltigen Ernte

Wer die hier gegebenen Tipps beachtet, kann sich bald über viele süße Äpfel und Birnen freuen. Mascha Schacht empfiehlt im GU-Ratgeber "Garten Basics - Gärtnern für Anfänger" für die Ernte von Äpfeln, Birnen und Zwetschgen: "Gepflückt wird, sobald sich der Stiel der Frucht durch eine kurze Drehbewegung leicht vom Ast löst."

Ihre Früchte sollten Sie anschließend am besten in Plastikbehältern oder gepolsterten Körben aufbewahren, sodass sie keine Druckstellen bekommen und sich länger halten.

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