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Gemüse anbauen im Kübel: Was Balkongemüse braucht

So gelingt die eigene Ernte  

Gemüse im Kübel pflanzen

11.04.2016, 13:28 Uhr | dpa-tmn

Gemüse anbauen im Kübel: Was Balkongemüse braucht. Balkongemüse braucht besondere Pflege. (Quelle: dpa)

Balkongemüse braucht besondere Pflege. (Quelle: dpa)

Wer keinen eigenen Garten hat, muss auf das Gärtnern noch lange nicht verzichten. Viele verfügen wenigstens über einen Balkon oder eine Terrasse. Beim Thema Balkonpflanzen denken die meisten an Geranien oder Oleander – doch ein großer Trend ist es auch, Balkongemüse anzubauen. Gemüse-Pflanzen wachsen im Kübel recht gut. Sogar Kartoffeln lassen sich im Eimer pflanzen. Doch wer ordentlich Gemüse ernten will, muss diese Tipps beherzigen.

"Naschgurken, kleinfrüchtige Paprika und Chili sowie Mini-Tomaten machen sich auch im Kübel toll", sagt Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin. Doch die Pflanzen muss man etwas anders pflegen als im Gartenbeet.

Gerade das Gießen ist wichtig, denn die Pflanzen können sich natürlich nicht selbst aus dem Boden versorgen. "Bei Kürbisgewächsen ist Wasser oft der limitierende Faktor", erläutert Wagner. Dazu zählt übrigens ja auch die Zucchini. Über die große Blattmasse verdunsten die Gewächse sehr viel Feuchtigkeit. Aber auch andere mediterranen Pflanzen dürfen nicht austrocknen. Sobald die oberste Erdschicht trocken ist, verlangen sie Nachschub. Je nach Witterung und Umständen am Standort muss der Hobbygärtner täglich gießen.

Einheitserde ist für Gemüse im Kübel ausreichend

Als Substrat empfiehlt Wagner für Kübelpflanzen Einheitserde. Wer die Umwelt schützen möchte, verzichtet auf Torfanteile. "Wenn man Jungpflanzen kauft, sind diese für die ersten vier bis sechs Wochen gedüngt", erklärt der Experte. "Später brauchen sie dann zusätzliche Nährstoffgaben." Wie viel gedüngt werden muss, richtet sich nach den Ansprüchen der Gemüsearten, vor allem nach ihrem Stickstoffbedarf.

Gemüse-Pflanzen mit Stäbchendünger versorgen

Während Salate oder Bohnen recht genügsam sind, gelten Kürbisgewächse, Tomaten und Paprika als Starkzehrer. Sie benötigen viel Stickstoff. Er kann gut in Form von Hornmehl oder -spänen verabreicht werden. Ansonsten empfehlen sich für Kübelgemüse Langzeit-Gemüsedünger in Stäbchenform oder als Flüssigprodukt.

Je größer der Topf, desto seltener muss gegossen werden

Wer den Aufwand durch Gießen und Düngen verringern will, setzt die Pflanzen am besten in große Kübel mit einem Volumen von acht bis zehn Litern. Darin können Nährstoffe und Feuchtigkeit weit besser gespeichert werden als in kleinen Gefäßen.

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