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Klivie pflegen: So bringen Sie die Clivia miniata zum Blühen

Schritt-für-Schritt-Anleitung  

Klivie: So bringen Sie die Zimmerpflanze zum Blühen

04.11.2020, 11:45 Uhr | me, t-online, ron

Klivie pflegen: So bringen Sie die Clivia miniata zum Blühen. Klivie (Clivia miniata): Ursprünglich ist sie in Südafrika zuhause. (Quelle: imago images/imagebroker)

Klivie (Clivia miniata): Ursprünglich ist sie in Südafrika zuhause. (Quelle: imagebroker/imago images)

Sie ist einer der Stars im Spätwinter und Frühjahr: die Klivie. Mit ihren riemenartigen Blättern und prächtigen Blüten zählt sie zu den dekorativsten Topfpflanzen. Damit sie ab Februar blüht, sollten Sie das beachten.

Benannt ist die Klivie (Clivia miniata) – so die Überlieferung – nach dem englischen Herzog Clive von Northumberland. Denn die aus Südafrika stammende Pflanze wurde im Jahr 1854 zuerst in England kultiviert. Jahre später startete die Clivia, so eine weitere Schreibweise, in ganz Europa ihren Siegeszug.

Botanisch zählt sie zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae), wie der Ritterstern (Hippeastrum) – der noch vor der Clivia im Dezember und Januar seine schöne kräftige Blüte zeigt. Auch die Schmucklilie (Agapanthus) ist mit beiden verwandt und blüht ebenso prächtig. Ein Nachteil: Wie die meisten Amaryllisgewächse ist auch die Clivia in allen Pflanzenteilen giftig.

Standort: Halbschattig

Die Clivia sollte möglichst im lichten Schatten stehen. Ein Fensterplatz, an dem nur morgens oder abends die Sonne scheint, ist ideal. Ab Ende Mai kann sie auch ins Freie, zum Beispiel auf Balkon oder Terrasse. An einem geschützten Plätzchen fühlt sie sich wohl. Dabei verträgt sie im Sommer durchaus den einen oder anderen Regenschauer, weil diese Jahreszeit ihre Hauptwachstumsphase ist.

Unser Tipp
Während der Blüte sollte die Clivia nicht umgestellt werden und ihren angestammten Fensterplatz behalten. Ansonsten kann es passieren, dass sie ihre Blüten abwirft.

Die Zimmer- und Kübelpflanze gedeiht am besten in einem nährstoffreichen, lehmig-humosen Boden.

Blütezeit: Februar bis Mai

Neben ihren schmalen Blättern, die ihr den Beinamen Riemenblatt gaben, punktet die Clivia vor allem mit ihren Blüten. Diese zeigen sich von Februar bis Mai. Kräftige Exemplare treiben manchmal auch im Herbst noch ein zweites Mal aus. Dabei bildet sich an einem dicken Stiel eine Dolde mit bis zu 20 trichterförmigen Einzelblüten – zumeist leuchtend-orange, seltener gelb-blühend.

Klivie (Clivia miniata): Die gelb-blühende Sorte 'Citrina' ist seltener. (Quelle: imago images/blickwinkel)Klivie (Clivia miniata): Die gelb-blühende Sorte 'Citrina' ist seltener. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Damit die Clivia lange blüht

Damit die Clivia jedes Jahr üppig blüht, sollten Sie beim Überwintern in der kalten Jahreszeit ein paar Punkte beachten. Dieser Monatskalender hilft Ihnen dabei:

  • September bis November
    Die Clivia braucht ab Ende September eine zweimonatige Ruhephase, um Kraft für neue Blüten zu sammeln. Ein etwas dunklerer, ungeheizter Standort bei höchstens zehn Grad Celcius ist zum Überwintern optimal. Zudem sollten Sie das Gießen auf ein Minimum reduzieren und das Düngen gänzlich einstellen.
  • Dezember bis Januar
    Ab Ende Dezember gewöhnen Sie die Clivia wieder an mehr Wärme und Helligkeit. Deshalb stellen Sie die Pflanze ab Januar auf eine halbschattige Fensterbank oder in den Wintergarten. Hier kann sie mit der Blütenbildung beginnen. Zudem wird die Clivia nach und nach wieder normal gegossen, aber nicht zu viel: Sonst bleibt die Blüte "stecken".
  • Februar bis März
    Wenn Sie der Clivia ihre Ruhezeit gegönnt haben, sollten jetzt neue Blütendolden entstehen – die bis in den Mai hinein für schöne Farbtupfer in der Wohnung sorgen.
  • März bis Mai
    In der Blütezeit sollten Sie die Pflanze bei 15 bis 18 Grad Celcius ausreichend wässern und regelmäßig düngen. So halten sich die Blüten noch ein wenig länger in den Dolden.

Pflege: Verwelkte Blüten entfernen

Sobald die Blüten der Clivia verwelkt sind, können Sie diese abschneiden oder abzupfen. Zumeist fallen sie auch von selbst ab. Die langsam absterbenden Blütenstiele an der Pflanzenbasis können im Sommer vorsichtig mit einer leichten Drehung herausgezogen werden. Sieht man von ihrer Ruhepause und dem gelegentlichen Entstauben der Blätter ab, braucht die Clivia keine spezielle Pflege.

Klivie (Clivia miniata): Ihre Blätter sollten entstaubt werden. (Quelle: imago images/Westend61)Klivie (Clivia miniata): Ihre Blätter sollten entstaubt werden. (Quelle: Westend61/imago images)

Warum bekommt die Clivia gelbe Blätter?

Verfärbt sich hin und wieder ein Riemenblatt gelb, ist das meist völlig normal. Warten Sie bis es vertrocknet ist und lösen Sie es dann behutsam von der Pflanzenbasis ab. Treten gelbe und sich später braun färbende Blätter aber häufiger auf, kann das verschiedene Ursachen haben:

  • Trockenheit
  • Staunässe
  • Standort
  • Nährstoffe

Kontrollieren Sie deshalb, ob der Wurzelballen ausgetrocknet ist, zu wenig oder zu viel gegossen wurde, die Clivia der prallen Sonne ausgesetzt ist oder ob sie zu viel gedüngt wurde. Treffen eine oder mehrere Ursachen zu, dann versuchen Sie diese abzustellen, damit sich die Pflanze wieder erholen kann. Laut der Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur (DGHK) werden die Blätter auch gelb-fleckig, wenn mit zu kaltem Wasser gegossen wurde. Versuchen Sie es deshalb mit zimmerwarmem Gießwasser.

Gießen: Regelmäßig in Blüh- und Wachstumsphase

Die Zimmerpflanze sollte von der Blühphase im Frühjahr bis zum September regelmäßig gegossen werden. Staunässe oder Fußbäder verträgt sie jedoch nicht, weil die fleischigen Wurzeln leicht faulen. Kurze Trockenphasen toleriert die Clivia allerdings.

Düngen: Regelmäßig mit Gießwasser

Die Clivia sollte nach der Ruhezeit ab Februar bis zum Ende der Wachstumsphase Ende September regelmäßig gedüngt werden. Die Deutsche Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolen-Gesellschaft (DDFGG) warnt allerdings vor einem Zuviel, sonst stocke im darauffolgenden Jahr die Blütenbildung.

Klivie (Clivia miniata): Als Kübelpflanze ist sie hierzulande beliebt. (Quelle: imago/Manfred Ruckszio)Klivie (Clivia miniata): Als Kübelpflanze ist sie hierzulande beliebt. (Quelle: imago/Manfred Ruckszio)

Umtopfen: Alle zwei bis drei Jahre 

Ältere Exemplare brauchen nur alle zwei bis drei Jahre umgetopft zu werden. Die beste Zeit dafür ist nach der Blüte Ende April oder Anfang Mai. Um die empfindlichen Wurzeln vor Staunässe zu schützen, ist eine Drainageschicht am Topfboden ratsam. Somit kann das Gieß- oder Regenwasser besser ablaufen.

Vermehren: Ableger oder Samen

Die Clivia bildet wie viele andere Pflanzen gern Nebensprossen, sogenannte Kindel oder Ableger. Haben diese Seitentriebe die Länge von einigen Zentimetern erreicht und vier Blätter gebildet, können Sie diese vorsichtig von der Mutterpflanze ablösen. Danach werden sie einzeln in Töpfchen gesetzt.

Klivie (Clivia miniata): Ihre Früchte sind rote, giftige Beeren. (Quelle: imago images/blickwinkel)Klivie (Clivia miniata): Ihre Früchte sind rote, giftige Beeren. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Die Pflanze bildet aus den Blüten auch Samen. Als rote Beeren können Sie diese nach etwa neun Monaten ernten und in kleine Töpfe setzen. Dabei werden die Samen nur auf die Erde gelegt und leicht angedrückt. Um ein Austrocknen zu verhindern und die Keimung zu beschleunigen, rät die DDfGG eine kleine Glasscheibe auf das Töpfchen zu legen – bis sich erste Blätter gebildet haben. Im Unterschied zu älteren Exemplaren brauchen die Jungpflanzen keine Ruhezeit von Ende September bis Ende Januar und können bei etwa 18 Grad Celcius überwintern.

Pflege-Steckbrief

Klivie (Clivia miniata)
Standorthalbschattig
Erdenährstoffreich, lehmig-humos
BlütezeitFebruar bis Mai
Pflegeverwelkte Blüten und Blätter entfernen
GießenBlüh- und Wachstumsphase: regelmäßig, Ruhephase: sehr wenig
Düngennur in der Blüh- und Wachstumsphase
Umtopfenalle zwei bis drei Jahre
VermehrenAbleger, Samen (rote Beeren)
Besonderheitgiftig (in allen Pflanzenteilen)
Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Needon, Christoph: Pflanzen in unserer Wohnung. 3. Auflage. Leipzig, 1982, S. 112.
  • Deutsche Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolen-Gesellschaft (DDFGG): "Clivia"
  • Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur (DGHK): "Clivia miniata (Klivie)"
  • weitere Quellen
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