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Ilex (Stechpalme) pflanzen und schneiden

Stechpalme vermehren und pflegen  

Ilex schmückt mit seinen Beeren den Garten

27.07.2018, 10:59 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Ilex (Stechpalme) pflanzen und schneiden. Stechpalme Blue Princess Ilex  (Quelle: imago/blickwinkel)

Stechpalme: Die Früchte des Ilex sind giftig. (Quelle: blickwinkel/imago)

Der Ilex (Stechpalme) lässt sich vielseitig einsetzen. Er kann zu einer Hecke wachsen oder ein Staudenbeet einrahmen. Sogar zur Topfpflanze eignet er sich. Ein Überblick.

Immergrüne sind im Winter ein Hingucker. Dazu gehört die Stechpalme mit ledrigen Blättern und gezackten Rändern. Er verträgt Trockenheit gut und kommt mit dem Druck der Wurzeln anderer Gehölze klar. Damit bildet der Ilex in Regionen mit mildem atlantischem Klima gerne das Dickicht des Unterholzes.

"Auffällig ist, dass die Blätter im unteren Bereich stärker bewehrt sind", sagt Garten- und Landschaftsarchitektin Bettina Jaugstetter. Das soll die Pflanze vor hungrigen Tieren bewahren. An den Ästen, die drei bis fünf Meter hoch sind, weist das glänzende, wintergrüne Laub nur vereinzelt Dornzähne auf.

Ilex aquifolium eignet sich für heimische Gärten

Die Stechhülsen, wie der Ilex auch genannt wird, stehen in den heimischen Laubwäldern unter Naturschutz. Weltweit sind über 400 verschiedene Arten bekannt. Nicht alle von ihnen sind winterhart. Ein Beispiel ist der Ilex paraguariensis, dessen Blätter zu dem in Südamerika beliebten Mate-Tee verarbeitet werden. In unseren Gärten wächst vor allem die Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium). Hobbygärtner, die eine winterharte Stechpalme wünschen, sollten auf den Ilex x meserveae setzen. Es handelt sich um eine Kreuzung aus dem heimischen Ilex aquifolium mit dem aus Ostsibirien und Japan stammenden Art Ilex rugosa. 

Ilex am besten im Frühjahr düngen

Nach einem langen Winter, sollten Sie Ihre Stechpalme düngen. Hierfür eignen sich beispielsweise Laubkompost oder Rhododendrondünger, dem Horngrieß beigemischt wird. Achten Sie darauf, dass der Dünger kalkarm ist.

Ilex-Beeren für Menschen giftig

"Durch den Fruchtschmuck haben sich die Stechpalmen auch einen Namen als Vogelnährgehölz gemacht", erklärt Jaugstetter. Für den Menschen und viele Tiere sind die Blätter sowie die roten Beeren giftig. Für Singvögel sind die Früchte jedoch eine beliebte Nahrungsquelle. Es hängt daher von der Anzahl der Singvögel ab, wie lange die Früchte als schmückendes Beiwerk hängen bleiben. Vogelfreunde können sich diesen Ablauf aber auch zu Nutze machen und die Stechpalme so in den Garten stellen, so dass sie das Treiben der Vögel beobachten können.

Die Früchte sind ab Oktober reif. Sie sind erbsenförmig und bis zu zehn Millimeter groß. Die Steinfrüchte enthalten vier Steinkerne, die auch als Samen für die Vermehrung genutzt werden können. Diese brauchen allerdings bis zu drei Jahre, ehe sie keimen. Besser ist die Vermehrung durch Veredlung. 

Blätter verrotten nur langsam

Weiterhin können Sie die Sträucher als ruhigen Hintergrund für Staudenrabatte verwenden. Das gibt dem Garten im Winter einen grünen Rahmen und im Sommer eine ruhige Kulisse für freiwachsende sommergrüne Gehölze und Blütenstauden. Allerdings sollten Sie im Wuchsbereich des Ilex nicht barfuß gehen. Die Blätter, die nur langsam verrotten, piksen sonst Barfußläufer.

Verschiedene Sorten der Stechpalme

Das Sortenspektrum der wintergrünen Stechpalmen ist breitgefächert. Die Sorte 'Alaska' zum Beispiel ist gut winterhart und hat einen langsamen Wuchs. 'J.C. van Tol', die auf Ilex aquifolium zurückgeht, ist selbstbefruchtend. Andere Arten sind zweihäusig – achten Sie sodann immer darauf, dass es ein männliches und ein weibliches Exemplar im Garten gibt, sonst bleibt der Fruchtschmuck aus.

Einige Varianten dieser Art tragen buntes Laub. "Die Sorte 'Argentea marginata' schmückt die Blattränder mit einem cremefarbenen Rand", nennt Jaugstetter ein Beispiel. 'Rubricaulis Aurea' hat gelbe Ränder. Wichtig zu wissen ist: Die buntlaubigen Formen brauchen mehr Sonnenlicht, erklärt Ehsen. Anderenfalls vergrünt das Laub. Jaugstetter hebt außerdem diese Sorten der Art Ilex x meserveae hervor: "'Heckenstar' und 'Heckenpracht' sind zwei Sorten, die sehr dicht wachsen und sich gut für den Schnitt eignen." 'Heckenfee' entwickelt schöne Früchte.

Aber nicht alle Ilex-Varianten sind wintergrün. Die bekannteste Art in dieser Gruppe, die ihr Laub im Herbst verliert und in den Wintermonaten nur rote Früchte trägt, ist die Amerikanische Winterbeere (Ilex verticillata). "Bei uns kennt man diese Art vor allem aus der Floristik", sagt Jaugstetter. Sie verträgt keinen Kalk und bevorzugt sehr hohe Luftfeuchtigkeit. "Ideal sind moorige und anmoorige Böden, auf denen auch Rhododendren gut wachsen."

Ilex während des Fruchtansatzes schneiden

Grundsätzlich verträgt der Ilex sehr gut einen Schnitt, so dass Sie dichte Hecken oder Figuren daraus formen können. Beachten Sie jedoch, dass der Schnitt zum richtigen Zeitpunkt erfolgt. Ideal ist ein Rückschnitt, wenn die Früchte im Ansatz zu erkennen sind. Anderenfalls schneiden Sie die Blüten ab, so dass sich auch keine Früchte entwickeln können.

Ilex crenata ist nur bedingt frostfest

Die kleine und schnittverträgliche Japanische Stechhülse Ilex crenata wird häufig als Ersatz für den Buchsbaum empfohlen – dieser wird nämlich häufig vom Buchsbaumzünsler befallen. Das Gehölz verträgt jedoch keinen Kalk. Es braucht einen sauren Boden. Ein Nachteil: Die Art ist nur im milderen Klima wirklich winterfest. Und die Pflanze mit nur schwach gezackten Blättern wächst teilweise unregelmäßig. "Auch der Zuwachs wirkt anders, weil der Japanische Ilex lange Triebe macht. Dadurch sieht eine Einfassung nicht so homogen aus", findet die Landschaftsarchitektin.

Steckbrief Stechpalme

Steckbrief Ilex

 

Standort

heller Halbschatten

Boden

Sandiger Lehmboden. Kalkfrei, nährstoffreich, locker

Temperatur

Frosthart.

Düngen

Im Frühjahr mit kalkarmen Dünger (Rhododendrondünger, Laubkompost mit Horngrieß)

Gießen

Regelmäßig und viel gießen. Staunässe dringend vermeiden.

Schneiden

Regelmäßig ausdünnen

Giftig

Ja


Verwendete Quellen:
  • dpa-tmn
  • eigene Recherche

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