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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Warum dieser Baum perfekt für Ihren Garten ist

dpa-tmn, t-online, Dorothée Waechter

Aktualisiert am 03.07.2022Lesedauer: 5 Min.
Ginkgobaum (Ginkgo biloba): Die Blätter von jungen Bäumen sind anders geformt als die von alten Bäumen.
Ginkgobaum (Ginkgo biloba): Die Blätter von jungen Bäumen sind anders geformt als die von alten Bäumen. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)
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Den Geruch seiner Früchte mögen viele nicht, deshalb wird er im Garten ungern angepflanzt. Dabei ist er als Hausbaum mehr als geeignet.

Das Wichtigste im Überblick


Der Ginkgobaum (Ginkgo biloba), auch kurz Ginkgo oder Fächerblattbaum genannt, ist etwas Besonderes. Das fand schon Johann Wolfgang von Goethe. Er beschrieb in seinem Gedicht "Ginkgo biloba" – für seine späte Liebe Marianne von Willemer – das Blatt des Baumes. Denn es ist in der Mitte mal mehr, mal weniger stark eingekerbt. So entstehen zwei Blätter, bei denen es scheint, dass sie in einer Beziehung zueinander stehen.


Der Ginkgobaum ist im Garten nahezu unerwünscht

Der Ginkgo ist weder Laub- noch Nadelbaum.
Er ist robust und auch im Herbst schön anzuschauen.
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Sinnbild für Freundschaft und Liebe

Goethe schrieb: "Ist es ein lebendig Wesen, das sich in sich selbst getrennt? Sind es zwei, die sich erlesen, dass man sie als eines kennt?" War das Blatt für Goethe Sinnbild für Freundschaft und Liebe, ordnet man dem aus Asien stammenden Baum auch symbolische Bedeutungen wie Kraft und Wunder zu.

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Ginkgobaum: Robust und widerstandsfähig

"Dieses Gehölz zählt zu den ältesten Arten auf der Welt", erklärt Prof. Andreas Roloff, Direktor des Forstbotanischen Gartens Tharandt (Sachsen). Die Wissenschaft geht davon aus, dass er seit 200 Millionen Jahren vollkommen unverändert auf der Erde wächst. "Er scheint optimal ausgestattet zu sein, um so lange mit Veränderungen immer wieder zurechtzukommen", so Roloff, der auch Direktor des Instituts für Forstbotanik und Forstzoologie an der Technischen Universität (TU) Dresden ist.

Ginkgobaum (Ginkgo biloba): Im Herbst verfärben sich die Blätter goldgelb.
Ginkgobaum (Ginkgo biloba): Im Herbst verfärben sich die Blätter goldgelb. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Ein Beweis für seine Robustheit: Ein Ginkgobaum in Hiroshima brannte zwar durch die Explosion der Atombombe 1945, aber er trieb wieder aus. Der Ginkgo erweise sich als ein guter Stadt- und Straßenbaum, der Verunreinigungen und Autoverkehr gut wegstecken kann, erklärt Klaus Körber, Bereichsleiter für Technik und Unternehmensentwicklung im Institut für Erwerbs-und Freizeitgartenbau (IEF).

Ist ein Ginkgobaum winterhart?

Der Ginkgo im Garten hierzulande ist winterhart. Das gilt aber nicht, wenn Sie ein junges Bäumchen im Kübel kultivieren. Als Topfpflanze sollte es hell und kühl überwintern, aber vor Frost geschützt sein. Hier bietet sich ein ungeheizter Wintergarten, ein Keller mit etwas größeren Fenstern oder ein Gewächshaus an. Eine Temperatur von etwa fünf Grad Celsius ist optimal. Ist es zu warm, treibt das Bäumchen aus. Auch ein dunkles und frostfreies Winterquartier bietet sich an, allerdings sollte der Ginkgo dann nicht gegossen werden.

Unser Tipp
Es ist im Winter ratsam, auch im Freiland den Stamm von jungen Ginkgobäumen zusätzlich zu umwickeln. Ein Vlies oder eine Matte schützt in der kalten Jahreszeit vor Frostrissen.

Wie schnell wächst ein Ginkgobaum?

Ein Nachteil für den Garten – und zugleich auch ein Vorteil auf kleinen Grundstücken – ist das langsame, unregelmäßige Wachstum. Eine genaue Prognose ist aber nicht möglich. Nur soviel: "Es braucht sehr lange, bis er einen richtigen Baum entwickelt", sagt Körber. Zudem ist der Wuchs sparrig, das heißt: seitwärts abstehend. Der Ginkgo entwickelt in den ersten Jahren vor allem die vertikale Hauptachse mit nur einigen Seitentrieben, die erst später dichter werden.

Ginkgobaum (Ginkgo biloba): Hier zeigt er sich in herbstlichem Laub.
Ginkgobaum (Ginkgo biloba): Hier zeigt er sich in herbstlichem Laub. (Quelle: imagebroker/imago-images-bilder)

Das bedeutet, dass er bis zu einem Alter von drei bis vier Jahren nur wenig wächst und kaum Triebe entwickelt. Ein Grund: Das Bäumchen setzt anfangs alle Kraft darauf, Wurzeln auszubilden. Ist es gut angewachsen, legt der Ginkgo im Durchschnitt etwa 30 bis 50 Zentimeter pro Jahr zu.

Nach fünf bis sechs Jahren kann er durchaus zwei bis drei Meter groß werden. Nach dieser Phase entwickelt er sich allerdings wieder langsamer. Ausgewachsene, frei stehende Exemplare in Parks können aber je nach Sorte eine Wuchshöhe zwischen 20 und 40 Metern sowie einen Stammumfang von bis zu vier Metern erreichen. Das dauert aber sehr, sehr viele Jahre.

Besonderheiten: Unangenehmer Geruch

Zu den Besonderheiten des Ginkgobaumes zählt seine Stellung unter den Gehölzen: Er ist weder Nadelbaum noch Laubbaum. Zwar trägt er Laub, das im Herbst fällt, aber er ist auch ein Nacktsamer, der in der Regel zu den Nadelgehölzen zählt. Ihre Bestäubung übernimmt der Wind. Die vermeintlichen Früchte des Ginkgos sind Samen, die in Form und Farbe an Mirabellen erinnern. Diese Ginkgosamen besitzen eine harte (Sklerotesta) und eine weiche, fleischige (Sarkotesta) Samenschale.

Ginkgobaum (Ginkgo biloba): Die weiblichen Bäume bilden im Herbst mirabellenähnliche, stinkende Früchte aus.
Ginkgobaum (Ginkgo biloba): Die weiblichen Bäume bilden im Herbst mirabellenähnliche, stinkende Früchte aus. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Aber: "Der Geruch der fleischigen Samenhülle ist eine Katastrophe", gibt Körber zu bedenken. Wenn im Herbst über mehrere Wochen die reifen Früchte auf den Boden fallen und die weichen Samenschalen verrotten, werden Buttersäure und Kapronsäure freigesetzt. Diese verbreiten dann einen unangenehmen Geruch.

Vielfältige Blätter und Wuchsformen

Der unangenehme Geruch sollte dennoch kein Ausschlusskriterium sein, weil er sich mit einem einfachen Trick verhindern lässt. Denn den Gestank verursachen nur die weiblichen Bäume beziehungsweise deren Früchte. Männliche Pflanzen entwickeln keine Früchte. Wichtig ist daher für Gärtner, dass sie keine Sämlinge kaufen, bei denen das Geschlecht im Jugendstadium noch nicht zu erkennen ist, sondern einen Steckling aus vermehrten oder veredelten Bäumen, der garantiert männliche Blüten trägt.

Ginkgobaum (Ginkgo biloba): Die Blätter von jungen Bäumen sind anders geformt als die von alten Bäumen.
Ginkgobaum (Ginkgo biloba): Die Blätter von jungen Bäumen sind anders geformt als die von alten Bäumen. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Es gibt eine ganze Reihe von Sorten, die sich durch Wuchsunterschiede und auffällige Blattformen und -farben auszeichnen. Als relativ schlank wachsende, männliche Sorte empfiehlt Körber 'Princeton Sentry'. Beliebt sind aber auch kleinbleibende, auf einem Hochstamm veredelte Sorten wie 'Mariken'. Diese Sorte wächst von Natur aus fast kugelig und kompakt. So bleibt dieser Baum recht klein und ist für den Hausgarten mit wenig Platz zu empfehlen.

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Ginkgobaum im Garten pflanzen

Wenn Sie in Ihrem Garten einen Ginkgo pflanzen, sollten Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort wählen. Junge Ginkgo-Pflanzen, die Sie als ein- oder zweijährige Sprösslinge in Gärtnereien kaufen können, mögen allerdings keine pralle Sonne. Diese können für die ersten zwei bis fünf Jahre in einem Kübel kultiviert werden: halbschattig und windgeschützt. Später können Sie den Ginkgo dann an einen dauerhaften Standort im Garten pflanzen.

Pflege: Gießen, Düngen, Schneiden

Der Ginkgo gilt als anspruchslose Pflanze, die sich ihrer Umwelt anpasst. Etwas mehr Pflege benötigt sie allenfalls in jungen Jahren: Dazu zählen eine regelmäßige Bewässerung und Düngung. Auch ein Rückschnitt ist nicht zwingend notwendig. Wenn Sie Ihren Ginkgo dennoch stutzen möchten, ist ein Formschnitt im Frühjahr ausreichend. Auslichten sollten Sie, wenn überhaupt, ebenso zu dieser Jahreszeit. Der Effekt: Sie fördern damit das Wachstum der grünen Blätterkrone.

Ginkgo vermehren: Samen und Stecklinge

Eine Methode ist die Aussaat der Samen. Diese stecken in den mirabellenartigen, stinkenden Ginkgofrüchten, die im Herbst auf den Boden fallen. Wird das Fruchtfleisch entfernt, kommen die Samenkerne zum Vorschein. Sie können diese aber auch abgepackt im Handel kaufen. Doch: Von der Aussaat bis zur Keimung können bis zu zwei Jahre vergehen. Deshalb ist diese Methode, wie auch die über Stecklinge, sehr aufwändig und mühselig.

Ginkgobäumchen (Ginkgo biloba): Aus einem Keimling entsteht eine Pflanze.
Ginkgobäumchen (Ginkgo biloba): Aus einem Keimling entsteht eine Pflanze. (Quelle: Manfred Ruckszio)

Ginkgo als Heilpflanze: Blätter und Samen

In der Heilkunde werden zumeist die Laubblätter des Ginkgo verwendet, manchmal auch die Samen. Inhaltsstoffe der Pflanze sind Diterpene (Ginkgoliden A, B und C), Sesquiterpene (Bilobalid), Flavonoide (Kämpferol und Quercetin) sowie Ginkgolsäuren.

Ein Extrakt aus Ginkgoblättern soll sich positiv auf die Durchblutung des Körpers auswirken. Das betrifft vor allem das Gehirn. Deswegen werden Ginkgo-Präparate vor allem bei älteren Menschen eingesetzt, die an Konzentrationsstörungen oder auch Alzheimer leiden. Zudem sollen die Wirkstoffe des Ginkgo ebenso Tinnitus und Schwindelgefühle mildern.

Pflanzen-Steckbrief

Ginkgobaum (Ginkgo biloba)
Standort sonnig bis halbschattig; aber 1- bis 2-jährige Sprösslinge: nur halbschattig und windgeschützt
Gießen, Düngen regelmäßig (nur Jungpflanzen)
Schneiden Formschnitt, Auslichten (im Frühjahr)
Vermehren Samen, Stecklinge (aufwendig und schwierig)
Überwintern Freiland (winterhart), Kübel (nicht winterhart)
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