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Insektensterben bedroht die Menschheit

Von afp, mab, df

Aktualisiert am 12.02.2019Lesedauer: 2 Min.
Gartenhummel im Flug: Binnen weniger Jahrzehnte könnten Insekten aussterben – mit weitreichenden Folgen.
Gartenhummel im Flug: Binnen weniger Jahrzehnte könnten Insekten aussterben – mit weitreichenden Folgen. (Quelle: Blickwinkel/imago-images-bilder)
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Das Sterben der Insekten: Es könnte das gesamte Ökosystem der Erde und damit auch die Menschheit auslöschen. Davor warnen Forscher in einer Studie. Sie nennen auch einen Zeitrahmen.

Es ist eine Katastrophe von unglaublichem Ausmaß. Man kann sie nicht hören und auch nicht sehen. Und doch findet sie direkt vor unseren Augen statt. Fast die Hälfte der Insekten weltweit ist im schnellen Schwinden begriffen – ein "katastrophaler Einbruch der natürlichen Ökosysteme". Das schreiben Wissenschaftler in einer neuen Studie.


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Bei mehr als 40 Prozent der Insektenarten nehme die Zahl der Tiere ab, ein weiteres Drittel der Arten sei gefährdet, heißt es in dem Beitrag, der in der kommenden Ausgabe der Fachzeitschrift "Biological Conservation" erscheint. Das Artensterben geschehe bei Insekten acht mal so schnell wie bei Säugetieren, Vögeln oder Reptilien.

Sind alle Insekten in 100 Jahren ausgestorben?

Die gesamte Population von Insekten nehme um 2,5 Prozent pro Jahr ab. Bleibe es bei diesem Tempo, könnte alle Insekten innerhalb der kommenden 100 Jahre ausgestorben sein. Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler, die die Daten von 73 verschiedenen Studien auswerteten, ist eindeutig: "Wenn wir unsere Art der Nahrungsmittelproduktion nicht ändern, werden die Insekten in einigen Jahrzehnten den Weg der Auslöschung gegangen sein."

Francisco Sánchez-Bayo von der Universität Sydney (Australien) ist einer der Autoren der Studie. Dem britischen "Guardian" sagt er: "Falls die Verluste nicht aufgehalten werden können, wird das katastrophale Konsequenzen für die Ökosysteme des Planeten und auch für das Überleben der Menschheit haben." Ein Aussterben der Insekten hätte etwa direkte Auswirkungen auf größere Tierarten – Vögel, Reptilien und Fische, die sich von Insekten ernährten. "Wenn ihre Nahrungsquelle weg fällt, dann verhungern alle diese Tiere", so Sánchez-Bayo. Auch die Bestäubung von Pflanzen sei stark gefährdet.


Die seit sechs Jahrzehnten praktizierte intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden, die Zerstörung von Lebensraum – all das trage zum Insektensterben, zur Gefährdung der Vogelwelt und der Natur insgesamt bei, schreiben Sánchez-Bayo und Co-Autor Kris Wyckhuys von der Universität und Queensland . Deshalb müsse dringend gegengesteuert werden. Denn Insekten seien "von lebenswichtiger Bedeutung für die globalen Ökosysteme".

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
  • "The Guardian": "Plummeting insect numbers 'threaten collapse of nature'"
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