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Frühling im Garten: Die ersten wichtigen Aufgaben im Garten

Vom Frühlingsschnitt bis zum Düngen  

Das sind die ersten Aufgaben für Hobbygärtner

22.03.2020, 13:23 Uhr | dpa

Frühling im Garten: Die ersten wichtigen Aufgaben im Garten. Gartenarbeit: Einige Pflanzen sollten Sie jetzt zurückschneiden. (Quelle: dpa/Florian Schuh)

Gartenarbeit: Einige Pflanzen sollten Sie jetzt zurückschneiden. (Quelle: Florian Schuh/dpa)

Sie suchen eine schöne Aufgabe? Wie sieht denn Ihr Garten gerade aus? Hier sind ein paar Ideen für ein paar schöne Stunden draußen.

Es wird wieder wärmer, an manchen Tagen scheint die Frühlingssonne strahlend von Himmel. Was heißt das für uns? Raus in den Garten! Die ersten Aufgaben für Hobbygärtner stehen nun an. Vom Frühlingsschnitt bis zum Düngen: Tipps für vier wichtige Schritte.

1. Der Frühlingsschnitt

Der beste Zeitpunkt: baldmöglichst.

Manche Pflanze kann jetzt gut zurückgeschnitten werden, etwa wenn sie zu groß geworden ist oder ein Schädlingsbefall droht. Vor allem bei Rosen sollte man rasch handeln, denn bei warmen Temperaturen treiben sie schnell aus, sagt Isabelle Van Groeningen, Dozentin an der Königlichen Gartenakademie in Berlin. "Gerade wenn Rosen lange nicht mehr geschnitten wurden, sollte man jetzt mutig und hart rangehen. Dann hat man im Sommer die duftenden Blüten wieder auf Nasenhöhe."

Auch der Buchsbaum muss jetzt geschnitten werden – und zwar dringend, um den Befall mit dem Buchsbaumzünsler zu vermindern. "Da die Larven in den Spitzen überwintert haben, ist in den nächsten paar Wochen eine gute Zeit, um Buchshecken zu schneiden. Sie werden sonst bald aufwachen und sich rasant vermehren", erklärt Van Groeningen.

"Man sollte ziemlich akribisch vorgehen und auch die kleinsten Abfälle dann aus dem Garten entfernen", so die Expertin. Sie rät, den Boden um einen Buchsbaum oder links und rechts von Hecken mit einem Bettlaken oder Plastikfolien abzudecken. Darin wird das Schnittgut gesammelt und dann in den Restmüll oder in die grüne Tonne gegeben. In den gewerblichen Kompostieranlagen herrschen hohe Temperaturen, die die Schädlinge abtöten – auf dem heimischen Kompost aber nicht.

2. Die Rasenpflege

Der beste Zeitpunkt: bis etwa Mitte April

Mit den steigenden Temperaturen braucht der Rasen eine Prise Aufmerksamkeit, um gut und dicht austreiben zu können. Dazu gehört das Vertikutieren, bei dem abgestorbenes oder überflüssiges Material wie Moos entfernt wird. Zurück bleibt eine ausgedünnte Rasenfläche. Diese Maßnahme ist wichtig, sonst verfilzen Flächen mit der Zeit.

"Entweder man macht das mit einer kräftigen Harke oder man leiht sich von Nachbarn oder im Baumarkt für ein paar Stunden einen Vertikutierer aus", erklärt Isabelle Van Groeningen. "Das lohnt sich meiner Meinung nach gerade bei größeren Grundstücken, denn mit der Harke ist das Knochenarbeit. Man muss intensiv kratzen, und das mindestens von zwei verschiedenen Richtungen aus."

Stellen, an denen Gras eingegangen ist, können nun nachgesät werden. Im Frühjahr hat der Boden noch mehr Feuchtigkeit, vom Mai an könnten sommerliche Trockenperioden dagegen das Anwachsen der Sämlinge erschweren. "Mein Tipp: An schattigen Flächen zu speziellem Schattenrasen greifen", so Van Groeningen. Letztlich wird der Rasen gedüngt, damit er nach der Kur kräftig und in sattem Grün austreibt.

3. Das Pflanzen

Der beste Zeitpunkt: ab jetzt, teils aber auch erst ab Ende April

Erste Frühblüher verführen im Handel zum Kauf – zumindest in Töpfe lassen sie sich gut setzen und damit Balkone und Hauseingänge verschönern. Dort sind die meist frostempfindlichen, im Gewächshaus vorgetriebenen Pflanzen auch besser vor letzter Winterkälte geschützt.

Kissenprimeln sind ein schönes Beispiel für jetzt schon blühende Pflanzen. Die Gärtnerin Ingrid Franzen aus Herten empfiehlt als Partner dazu zum Beispiel Tête-à-Tête-Narzissen, Traubenhyazinthen und Hyazinthen. "Im Frühling kann man die Farben bunt mischen, damit eine fröhliche Stimmung aufkommt", rät sie. Auch rote oder weiße Tausendschön sowie Hornveilchen mit den Primeln kombiniere sie gerne.

Erste Frühlingsboten: Primeln vertragen Temperaturen unter null Grad – allerdings keine strengen Nachtfröste. (Quelle: imago images/blickwinkel)Erste Frühlingsboten: Primeln vertragen Temperaturen unter null Grad – allerdings keine strengen Nachtfröste.

Auch Gehölze lassen sich schon – oder in Gegenden ohne wirklichen Winter besser gesagt: immer noch – gut einsetzen. In den ersten Frühlingswochen finden Hobbygärtner noch sogenannte Wurzelnackte im Handel. Sie werden nicht in einem Topf mit Erde angeboten, sondern mit offenliegenden Wurzeln. Später kommt dann fast nur noch Topfware.

Doch vieles geht in Deutschland noch nicht, auch wenn der Handel die Pflanzen schon anbietet: Vom Einsetzen von Kräutern sollte man zum Beispiel noch Abstand nehmen, erklärt der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer. Die in Gewächshäusern gezogenen Kräuter sind frostempfindlich – und in Deutschland muss man noch bis etwa Mitte Mai mit Frösten rechnen. Daher gilt als üblicher Tipp, frostempfindliches Grün bis dahin im Haus zu halten.

Auch empfindliche Gemüsepflanzen wie Tomaten und Paprika sollte man noch nicht kaufen. Hier gilt der gleiche Rat: Vor Mitte Mai sollte man sie auf dem Land nicht aussetzen. Auf den etwas wärmeren städtischen Balkonen sei das je nach Witterung allerdings auch schon Ende April bis Anfang Mai möglich, erläutert Van Groeningen.

Noch ist aber Zeit, die eigenen Gemüsepflanzen auf der Fensterbank vorzuziehen – auch sie kommen dann erst ab April ins Freie. Robustere Gemüsesorten wie Salat, Spinat und Radieschen hingegen dürfen bereits jetzt direkt im Beet ausgesät werden.

4. Zwiebelpflanzen düngen

Der beste Zeitpunkt: bis zur Blüte der Zwiebelblumen

Tulpen, Narzissen und Zierlauch halten sich länger und prächtiger im Garten, wenn sie ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind. Daher sollte man ihnen jetzt etwas Dünger geben, rät die Staudengärtnerin Svenja Schwedtke aus Bornhöved (Schleswig-Holstein). Am besten ist es, wenn sie drei bis vier Zentimeter aus der Erde herausschauen. "Auf jeden Fall aber vor der Blüte", betont Schwedtke.

Gut geeignet ist ein sogenannter Volldünger, der aber nicht zu viel Stickstoff enthalten darf. Ein Tomatendünger zum Beispiel ist ideal.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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