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Rotbuche ist der Baum des Jahres 2022 – aus bestimmten Gründen

Zum zweiten Mal  

Das ist der Baum des Jahres 2022

31.10.2021, 06:30 Uhr | t-online, ron

Rotbuche ist der Baum des Jahres 2022 – aus bestimmten Gründen. Rotbuche (Fagus sylvatica): Der Laubbaum kann bis zu 300 Jahre alt werden. (Quelle: imago images/imagebroker)

Rotbuche (Fagus sylvatica): Der Laubbaum kann bis zu 300 Jahre alt werden. (Quelle: imagebroker/imago images)

Sie ist sommergrün, wird bis zu 45 Meter hoch und bestenfalls 300 Jahre alt: die Rotbuche. Der Laubbaum ist jetzt zum zweiten Mal nach 1990 zum Baum des Jahres gekürt worden. Das sind die Gründe.

Ein kurzer Blick zurück: Vor mehr als 30 Jahren wurde die Rotbuche (Fagus sylvatica) schon einmal zum Baum des Jahres gewählt. Sie war damals überhaupt erst der zweite Baum, der diesen Titel trug. Der Umweltschutzverein Wahlstedt, der später in Verein Baum des Jahres e. V. umbenannt wurde, startete die Aktion 1989. Die Debatte um das sogenannte Waldsterben in den 1980er-Jahren hatte das Bewusstsein für die Umwelt geschärft.

Jetzt hat es die Rotbuche, die oft auch nur Buche genannt wird, wieder geschafft: Sie ist zum Baum des Jahres 2022 ausgerufen worden. Dabei sind die Probleme keineswegs kleiner als noch 1990, ganz im Gegenteil. Gerade deshalb wurde der Laubbaum aber ausgewählt. Denn: "Die Buche hat zwei wichtige Botschaften in Zeiten klimatischer Veränderungen und extremer Wetterereignisse", sagte Stefan Meier, Präsident der Baum des Jahres Stiftung, bei der heutigen Ausrufung im niedersächsischen Bremke.

Kranke Altbuchen, resistentere Jungbuchen

Einerseits sei vor allem der Zustand der Altbuchen kritisch, obwohl gerade die häufigste Laubbaumart Deutschlands optimale Wuchsbedingungen antreffe. "Dass sogar Buchen so unter den letzten Jahren der Trockenheit und Schäden gelitten haben, schockiert mich als Förster", so Meier.

Andererseits gibt es auch Licht am (Baum-)Horizont: Laut Andreas Roloff, Professor für Forstbotanik an der Technischen Universität (TU) Dresden, sehen einige Altbestände zwar nicht gut aus, "aber man darf daraus nicht schlussfolgern, dass die jungen es auch nicht packen". Das Mitglied im Kuratorium Baum des Jahres hat erforscht, dass Jungbäume besser mit Klimaveränderungen umgehen können als ihre älteren Kameraden. Die Jungen müssen's also richten.

Verwendete Quellen:
  • Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung: "Pressemitteilung"
  • Der Verein Baum des Jahres e.V.: "Über uns"

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