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Staubsaugertest 2014: Sechs Sauger mit 600 bis 1000 Watt im Test

Staubsauger  

Sechs wattarme Marken-Staubsauger im Test

20.11.2014, 14:56 Uhr | rw, zuhause.de

Staubsaugertest 2014: Sechs Sauger mit 600 bis 1000 Watt im Test. Erster Test seit leistungsstarke Staubsauger verboten sind: Was taugen die wattarmen Sauger? (Quelle: Kärcher)

Erster Test seit leistungsstarke Staubsauger verboten sind: Was taugen die wattarmen Sauger? (Quelle: Kärcher)

Seit dem 1. September 2014 müssen Staubsauger mit weniger als 1.600 Watt auskommen, ab 2017 sind sogar nur noch 900 Watt Leistung erlaubt. Die unter anderem vom Bundesumweltministerium getragene "Stromsparinitiative" hat nun 18 Privathaushalten je einen von sechs wattarmen Markenstaubsaugern zur Verfügung gestellt. Zwei Wochen lang sollten sie testen, wie sich die stromsparenden Sauger im Alltag behaupten*. Muss man mit den leistungsärmeren Geräten womöglich länger saugen, so dass jeder Stromspareffekt verpufft? So haben sich die wattarmen Staubsauger im Test geschlagen.

Alle sechs Sauger kommen mit 600 bis 1000 Watt aus, vier Testgeräte erfüllen schon jetzt die erst ab 2017 geltenden gesetzlichen Anforderungen, wonach neue Staubsauger mit maximal 900 Watt Leistung auskommen müssen. In insgesamt neun Kategorien waren die Testgeräte von Bosch, Dyson, Kärcher, Philips, Siemens und Vorwerk zu bewerten. Im Mittelpunkt des Tests* stromsparender Staubsauger stand deren Alltagstauglichkeit und der Vergleich zu älteren Geräten mit deutlich höheren Wattzahlen.

Wattzahl sagt nichts über die Saugleistung aus

Es ging vor allem um die Frage, ob stromsparende Staubsauger mit wenig Watt trotzdem noch genug Saugkraft haben. Vor Inkrafttreten der neuen gesetzlichen Grenzwerte hatten zahlreiche Kritiker befürchtet, das Absenken der zulässigen Wattzahl führe lediglich dazu, dass man für dieselbe Reinigungsleistung deutlich länger saugen müsse und dadurch jeder Stromsparspareffekt verpuffe. Diese Befürchtung wurde im aktuellen Test eindeutig widerlegt.

Die Familie Marian aus Münster beispielsweise hat den beutellosen "Dyson Ball DC33c Origin" getestet. Das "Saugergebnis übertrifft eindeutig die Saugleistung unseres bisherigen 1700 Watt beutellosen Staubsaugers", lautet ihr anerkennendes Fazit. Ein Tester des "Kärcher VC 6 Premium" hat im Vergleich mit seinem bisherigen 1400-Watt-Kärcher-Sauger dieselbe Erfahrung gemacht: "Ich war überrascht, wie gut der VC 6 bei so kleiner Leistung saugen kann. Ein Unterschied ist nicht feststellbar, ich würde sogar sagen, dass der VC 6 besser saugt." So oder so ähnlich wurde die Saugleistung bei allen Testgeräten eingestuft. "Bei der Saugleistung konnten die stromsparenden Geräte alle Tester überzeugen", fassen die Test-Initiatoren zusammen.

Der "Vorwerk Kobold VK150": Der einzige Handstaubsauger im Test

Trotzdem kommen sämtliche Testgeräte nicht ganz ohne Kritik davon. Der "Vorwerk Kobold VK 150" war der einzige Handstaubsauger und mit einem angegebenen Marktpreis von 650 Euro zugleich das teuerste Gerät im Test. Bei diesem Preis vermissten die Tester umfangreiches Zubehör, das zwar erhältlich, aber nicht im Lieferumfang enthalten ist. "Wenn wir alle für unsere Bedürfnisse erforderlichen Zubehörteile kaufen müssten, wäre der Komplettpreis über 1000 Euro", moniert einer der Tester. "Das ist für einen Staubsauger einfach zu viel Geld."

Zudem hat der Handstaubsauger im Handling insbesondere beim Saugen von Treppen, Ritzen, Ecken und Kanten seine Schwächen, weil man beim Manövrieren stets den ganzen Sauger und nicht nur Schlauch und Düse bewegen muss. "Nach dem Saugen der kompletten zwei Wohnungen hatte ich 'Rücken'", so die kritische Anmerkung einer Testperson. "Mein Hochflorteppich hat sich leider gar nicht zum Saugen geeignet. Die rotierende Bürste ist nur bei flachen Teppichböden anwendbar", urteilt ein anderer Tester des Vorwerk-Saugers.

Punkten kann der Kobold vor allem in der Testkategorie "Saugen von Polstern", wo er mit sieben von sieben möglichen Punkten die bestmögliche Bewertung einheimste. Auch das Design beziehungsweise die Platzierung von Griffen, Schaltern und Anzeigen überzeugte. 6,7 Punkte reichten für die zweitbeste Bewertung in dieser Kategorie.

Die beutellosen Staubsauger im Test

Beutellose Staubsauger reduzieren nicht nur die laufenden Kosten, sondern bieten sich auch für Haustierbesitzer an. Eingesaugte Tierhaare fangen nach kurzer Zeit an, unangenehm zu riechen. Da man die Staubbehälter der beutellosen Sauger nach jeder Nutzung ausleert, muss man keine unerwünschte Geruchsbildung fürchten.

Wichtig ist bei beutellosen Saugern allerdings, dass man sie ausleeren kann, ohne wieder mit dem eingesaugten Schmutz in Berührung zu kommen. Im letzten Staubsauger-Test der Stiftung Warentest schnitt keines der getesteten Geräte ohne Beutel besser als "ausreichend" ab. Die nun getesteten beutellosen Sauger, der "Philips PowerPro Ultimate FC9922/09" für 400 Euro und der "Dyson Ball DC33c Origin" für 270 Euro, schnitten bei ihren Testern besser ab. Beide Geräte wurden in der Kategorie "Leeren der Staubbox" mit 6,7 von 7 möglichen Punkten bewertet. "Die Staubbox lässt sich einfach leeren und es gibt dabei keine Staubwolke", lobt Helga John den von ihr getesteten Philips-Sauger.

In der Gesamtbewertung der beiden beutellosen Testgeräte hat der Philips (6,4 von 7 Punkten) gegenüber dem Dyson (6,0 von 7 Punkten) knapp die Nase vorn. Insbesondere beim Saugen von Treppen, Ritzen, Ecken und Kanten hinterließ er bei seinen Testern einen besseren Eindruck und erreichte die volle Punktzahl. Der Dyson schaffte hier nur 5,3 von 7 Punkten, weil sich "schmale Bereiche mit der breiten Bodendüse nicht gut bearbeiten" lassen würden und "die Einheit aus Saugkopf und Teleskopstange zu klobig und schwer" empfunden wurde.

Beutel-Sauger von Kärcher erreicht die beste Gesamtbewertung

Mit einem Marktpreis von rund 300 Euro war der "Kärcher VC 6 Premium" der mit Abstand teuerste Beutel-Sauger im Test. Dafür hat er seine Tester allerdings auch rundum überzeugt und schneidet von allen getesteten Staubsaugern in der Gesamtbewertung am besten ab (6,7 von 7 Punkten). In fünf der neun Testkategorien wurde der Kärcher mit voller Punktzahl bewertet, in drei weiteren mit ebenfalls sehr guten 6,7 von 7. Echte Kritikpunkte fanden die Tester kaum. Selbst der vergleichsweise hohe Kaufpreis wird zwar als "auf den ersten Blick zu hoch" eingestuft. Wegen seiner Vorzüge sei der Kärcher aber "sein Geld wert", so ein anderes Testurteil. Mit nur 600 Watt er die geringste angegebene Leistung aller Geräte im Praxistest.

Die Beutel-Sauger von Bosch und Siemens sind günstiger, haben aber ein paar Schwächen

Trotzdem schneiden beide anderen Beutel-Sauger, der "Bosch BSG81000" (170 Euro) und der "Siemens VSQ5X1230" (150 Euro) im Preis-/Leistungsverhältnis besser ab und schaffen in der Kategorie jeweils 6,7 von 7 möglichen Punkten. Der Bosch-Sauger erreicht darüber hinaus in den drei Testkategorien "Gebrauchsanweisung", "Saugen von Polstern" und "Wechsel von Staubbeutel/Filter" die bestmöglich Bewertung und landet im Gesamtranking auf Platz 2 (6,5 von 7 Punkten).

"Was stört, ist der Zubehörträger am Staubsauger", kritisiert allerdings eine Testerin des Bosch-Saugers. "Der ist nur im Weg und wäre besser im Staubsauger untergebracht." Außerdem vermisst ein Proband eine Saugkraftregulierung am Griff. Eine andere Testerin findet den Netzschalter zu klein, weil er nicht gut mit dem Fuß betätigt werden kann. Mit 5,7 von 7 Punkten erreicht der Bosch-Sauger deshalb – zusammen mit dem Siemens-Gerät – die schwächste Bewertung in der Kategorie "Griffe/Schalter/Anzeigen". Auch beim Siemens-Sauger wird eine Saugkraftregulierung am Griff von einer Testperson vermisst.

Alle Ergebnisse des Staubsaugertests auf einen Blick

Wichtig für die Einordnung der Ergebnisse ist, dass jeder der 18 am Test teilnehmenden Haushalte nur ein Gerät erhalten hat. Es fand also kein vergleichender Test statt. Jeder Sauger wurde von insgesamt drei Testern bewertet, woraus sich dann das Gesamtergebnis ergab. Alle Testergebnisse der sechs Staubsauger inklusive der Ergebnisse in den einzelnen Kategorien präsentieren wir Ihnen in der Foto-Show.

* Den vollständigen Testbericht finden Sie auf den Webseiten der "Stromsparinitiative".

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