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Ekelige Milben: Morgens die Betten machen ist ungesund

Paradies für Allergene  

Warum Sie Ihr Bett morgens nicht machen sollten

14.10.2020, 07:38 Uhr | jb, t-online

Ekelige Milben: Morgens die Betten machen ist ungesund. Bed Mattress Pillows Duvet unmade Bedroom Morning with sunlight Bedroom interior (Quelle: Getty Images/VTT Studio)

Schlafzimmer: Ein ungemachtes Bett hat mehrere Vorteile. (Quelle: VTT Studio/Getty Images)

Nach dem Aufstehen noch schnell die Betten machen, damit alles ordentlich aussieht? Das sollten Sie künftig lieber sein lassen – sofern Ihnen Ihre Gesundheit am Herzen liegt. 

Wer sein Bett morgens macht, die Decke ausbreitet und sogar noch eine Tagesdecke darüber drapiert, schafft paradiesische Verhältnisse für Milben. Denn die winzigen Tiere vermehren sich besonders stark in einer feuchten Umgebung. Sie können eine Hausstauballergie und sogar Asthma verursachen. Ungemachte Betten sind deshalb besser für unsere Gesundheit. Dies haben britische Forscher herausgefunden.

Bis zu 1,5 Millionen Milben

Der Großteil der Hausstaubmilben befindet sich im Bett. Rund 1,5 Millionen dieser Spinnentiere halten sich dort auf, erklärt der britische Wissenschaftler Dr. Stephen Pretlove, der an der Studie beteiligt war. Die Milben ernähren sich von Hautschuppen und Haaren.

Die Wissenschaftler von der Kingston Universität in London untersuchten, unter welchen Bedingungen sich die Tiere besonders stark vermehren. Unter anderem spielt dabei auch die Bauweise von Häusern eine Rolle. Generell gilt: Milben lieben es feucht. Das Bett tagsüber ungemacht und möglichst aufgeschlagen zu lassen, hilft Feuchtigkeit trocknen zu lassen. Dadurch dehydrieren die Milben  und sterben vielleicht sogar.

Milben in der Matratze bekämpfen

Ganz lassen sich die mikroskopisch kleinen Tiere nicht aus unseren Betten verbannen. Denn dort sammeln sich mit der Zeit Unmengen an Hautschuppen an – das Hauptnahrungsmittel für Milben. Doch mit ein paar Tricks lässt sich immerhin ihre Anzahl reduzieren. Das beste Mittel gegen Milben ist frische Luft.

Noch besser, als Betten gar nicht zu machen, ist daher, die Decken zum Lüften nach draußen zu hängen und sie danach nicht mehr über dem Bett auszubreiten. Außerdem hilft es, die Bettbezüge regelmäßig zu waschen – am besten einmal pro Woche bei mindestens 60 Grad Celsius. Alle acht Jahre sollte die Matratze ausgetauscht werden.

Tipp
Anstatt die Matratze nach acht bis zehn Jahren auszutauschen, können Sie sie auch regelmäßig – das heißt etwa einmal im Jahr – professionell reinigen lassen. Das reduziert die Anzahl der Milben im Inneren und verlängert die Lebens- und Nutzungsdauer der Matratze.

Darüber hinaus sollten Sie, wenn Sie Ihr Bett neu beziehen, die Matratze für einige Stunden aufrecht hinstellen, sodass sie gut auslüften kann. Zusätzlich sollten Sie Ihre Matratze anschließend gründlich absaugen. 

Ein weiterer Tipp, um die Anzahl der Milben in der Matratze zu reduzieren ist es, den Platz unter dem Bett möglichst frei zu lassen. Bettkästen, Boxen oder andere Aufbewahrungsmittel unter dem Gestell verhindern, dass die Luft hier zirkulieren kann. Die Feuchtigkeit aus der Matratze kann demnach auch nicht nach unten entweichen sondern bleibt darin hängen. Aus diesem Grund sind Boxspringbetten auch eher weniger empfehlenswert. 

Tipps für Allergiker

Durch die Ausscheidungen der Milben können bei Menschen Hausstauballergien ausgelöst werden. Häufig macht sich eine Allergie zunächst durch eine laufende Nase und juckende Augen bemerkbar. Die Allergene, die sie produzieren, werden vor allem im Schlaf eingeatmet und sind eine Hauptursache für Krankheiten wie Asthma.

Um die Anzahl der Milben im Schlafzimmer möglichst gering zu halten, sollten Allergiker milbendichte Bett- und Matratzen-Überzüge verwenden. Sie sollten ferner auf Teppiche und dicke Vorhänge im Schlafzimmer verzichten. Gardinen sollten stattdessen aus dünnem Stoff und waschbar sein.

Verwendete Quellen:

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