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Pfiffige Lösungen für das Arbeitszimmer und die Arbeitsecke

Pfiffige Lösungen für Ihr Arbeitszimmer

02.03.2012, 13:51 Uhr | Karin Henjes, zuhause.de

Pfiffige Lösungen für das Arbeitszimmer und die Arbeitsecke. Ins Arbeitszimmer gehören keine Sofas, wenn es steuerlich absetzbar sein sollte. (Quelle: Hülsta)

Ins Arbeitszimmer gehören keine Sofas, wenn es steuerlich absetzbar sein sollte. (Quelle: Hülsta)

Die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben verschwimmen immer stärker. Das "Home-Office" ist längst gelebte Realität in vielen Haushalten. Aus praktischen, gesundheitlichen und ästhetischen Gründen ist es aber sinnvoll, den Arbeitsbereich anders als den Wohnraum zu gestalten. Dabei muss er kein ganzes Zimmer einnehmen: Intelligente, schöne und ergonomische Lösungen gibt es auch für Arbeitsecken.

Home-Office-Möbel müssen vielseitig sein. Dieser Meinung ist auch Da-Joung Im, Sprecherin des dänischen Wohnmöbelherstellers Bo Concept. "Unserer Ansicht nach spielt Multifunktionalität im Arbeitsraum zuhause eine entscheidende Rolle. Es geht somit nicht in erster Linie darum, aus welchen Möbelstücken ein Home-Office unbedingt bestehen muss, sondern vielmehr darum, welche Funktionen die vorhandenen Möbel abdecken sollen." Dementsprechend überlegen Sie bei der Einrichtung Ihres Heimarbeitsplatzes am besten genau, welche Tätigkeiten Sie dorrt wie verrichten werden.

"Arbeitstypische" Möbel von der Steuer absetzen

Wer den Platz für ein komplettes Arbeitszimmer hat, kann dieses von der Steuer absetzen – sofern es stimmig eingerichtet ist. Voraussetzung dafür ist, dass es "für häusliche Arbeitszimmer typisch" eingerichtet wird, so die Vorgabe des Bundesfinanzhofs. Was genau damit gemeint ist, wird zwar nicht näher beschrieben, in der laufenden Rechtsprechung haben sich aber Schreibtisch, Bürostuhl, PC, Telefon/Fax, Regale, Ablagen, Papierkorb und Aktenvernichter als typische Einrichtungsgegenstände herauskristallisiert.

Als komplettes Arbeitszimmer zählt dabei alles, was zu mindestens 90 Prozent zu beruflichen Zwecken benutzt wird. Das heißt, dass nicht nur Arbeitsecken in Wohn- oder Schlafräumen steuerlich nicht absetzbar sind, sondern auch Durchgangszimmer, durch die man in privat genutzte Räume gelangt. Diese Regelung benachteiligt kleine und ungünstig geplante Wohnungen. 2011 hat allerdings das Finanzgericht Köln die Hälfte der Kosten eines nur zu 50 Prozent zum Arbeiten benutzten Zimmers als Betriebsausgabe anerkannt (AZ: 10 K 4126/09). Der Rest des Raumes wurde dabei als Wohn- und Esszimmer benutzt. Das Kölner Urteil bezieht sich zwar nur auf den dort verhandelten Einzelfall, macht aber Mut, dass andere Richter künftig ähnlich entscheiden werden.

Tipp: Sofas und Sitzecken zählen definitiv nicht zu "für häusliche Arbeitszimmer typischen" Möbeln und lassen den Raum in den Augen des Finanzamts schnell privat wirken.

Kleine Tischchen und große Tafeln

Wie auch in gewöhnlichen Büros hängt die Gestaltung des Arbeitsplatzes in der Regel von der Computernutzung ab. Handelt es sich dabei um einen herkömmlichen Computer, einen Laptop oder ein kleines Notebook? Gibt es Extra-Tastaturen und -Monitore? Wie viele Kabel muss man unterbringen? Wie viele Stunden muss man in der Woche daran arbeiten? Und wo kann man sich Raum dafür schaffen?

Je nach persönlicher Situation gibt es heute dezente multifunktionale Arbeitsstationen, die sich gegebenenfalls auch an die Wand eines Schlafraums installieren lassen, moderne und klassische Sekretäre oder stationäre Schreibtische, die am besten höhenverstellbar sein sollten. Kleine Tischchen, die man an das Sofa heranrollen oder -tragen kann, sind für die Arbeitsecke geeignet.

Tipp: Viele Bürotische weisen heute keine festen Unterbauten mehr auf, sondern werden mit flexiblen und handlichen – wenn auch leider nicht immer billigen – Rollcontainern kombiniert. So lässt sich der Schreibtisch rasch in einen Allround-Tisch verwandeln. Fast alle Home-Office-Anbieter haben sie im Sortiment.

Vernünftige Stühle und Sofa-Séparées

Es gibt nach wie vor keine Bürositze, die zugleich ergonomisch perfekt und hundertprozentig formschön sind. Der qualitativ hochwertige, höhenverstellbare Drehstuhl mit Armlehnen, dynamischem Rücksitz und an den Fußboden angepassten Rollen ist zwar unbedingt notwendig, sieht aber in den meisten Fällen immer noch wie ein Fremdkörper aus.

Verschiedene Hersteller bieten inzwischen zierliche Drehstühle an. Diese sind aber als Kompromiss-Möbel oft weder ergonomisch noch ästhetisch optimal. Schöne Séparées für ungestörte Lektüre- und Notizarbeiten gibt es hingegen in Form von Sofas, deren Rücken- und Seitenlehnen auf Manneshöhe nach oben gezogen sind. Diese eignen sich auch gut als Arbeitsecke.

Tipp: Wer nur begrenzte Zeit im Arbeitszimmer verbringt, kann sich ergänzend zum schönen statischen Stuhl einen dezenten durchsichtigen Gymnastikball fürs bewegte Sitzen anschaffen.

Schicke Rollcontainer, raffinierte Regale

Moderne, stilvolle Schreibtische der höheren Preisklasse haben inzwischen meist keinen Stauraum mehr für das sperrige PC-Gehäuse. Sie kommen mit Kabelführungsvorrichtungen sowie Stauraum für Drucker und andere unansehnliche Geräte aus. PC-Tische mit Computer-Aufhängungen für den kleinen Raum findet man bei klassischen Versendern wie Otto oder Baur.

Wer nach wie vor stark auf Bücher und Ordner setzt, bedient sich am besten bei den Regalspezialisten. Neben weiß lackierten, holzfurnierten oder auch farbigen MDF-Systemen bieten sie Regalwände mit Zwischenfächern im Zentimeterabstand, Auszügen für Stifte und anderes Büromaterial, verschließbaren Schranktüren und quadratischen Würfelraster an.

Tipp: Mit bezahlbaren bunten Kunststoff-Rollcontainern setzen Sie in Ihrem Büro einen starken modischen Akzent und haben zudem Ihre Unterlagen und Arbeitsgeräte schnell zur Hand. Teilweise werden auch sehr günstige Systeme für Ersteinrichter angeboten – zum Beispiel bei Büromittelversand Cairo.

Makellos weiße Arbeitstische

Im Gegensatz zum altehrwürdigen, wuchtig-dunklen Eichenschreibtisch früherer Zeiten oder zum noch recht jungen, optisch völlig ehrgeizlosen PC-Tisch bieten zeitgenössische Einrichtungsproduzenten vor allem modulare, individuell kombinierbare, dezente Möbel an.

Nach wie vor werden ihre Oberflächen meist in Weiß gehalten, weil sie häufig mit der Wohn- oder Schlafzimmereinrichtung harmonieren müssen. Dunklere Varianten wie Nussbaum und Eiche, gerne aus massivem, ökologisch erwirtschaftetem Holz, kommen hinzu. Auch belebende, starke Farben wie Orange liegen im Trend. Aufgeraute Optik und Glasfronten sind im modernen Arbeitszimmer ebenfalls nicht fehl am Platz.

Tipp: Wer zuhause nicht nur arbeiten, sondern zum Beispiel auch Geschäftspartner empfangen will, kann sich mit moderner Einrichtung als kreativer Trendsetter profilieren. Aktuell sind helle, großzügige, leichte Büro-Möbel in Kombination mit bunten Einzelstücken – gerne Leuchten – in satten Primärfarben wie Moosgrün, Orange, Karminrot oder Sonnengelb angesagt.

Der Arbeitsplatz bestens ausgeleuchtet

Die Beleuchtung kann ganz individuell gestaltet werden. "Arbeitsplätze sollten innerhalb der Wohnung optimal im Tageslicht stehen", rät Ursula Geismann, Designexpertin des Deutschen Möbelverbands in Bad Honnef. "Dass für diese Bereiche dann aber zusätzlich ein gutes Kunstlicht notwendig ist, versteht sich von selbst." Je nach Raumgegebenheit lässt sich der Arbeitsplatz am besten mit einer verstellbaren Schreibtischleuchte, einer schwenkbaren Stehleuchte, einer integrierten Regalleuchte oder einer Pendelleuchte über dem Tisch illuminieren.

Die moderne Büro-Lampe kommt nicht mehr zwingend minimalistisch in Metall und kühlem Weiß daher. Italienische Leuchtenhersteller wie Foscarini oder Flos haben das Licht als extravaganten Lifestyle-Marker für junge Büroarbeiter neu erfunden. Und mit Tischlampenschirmen aus Naturstoff oder Pergament hat längst auch das warme, leicht gelbstichige Licht Einzug ins Arbeitszimmer gehalten.

Tipp: Anschauliche Beispiele für gelungene Home-Office-Einrichtung finden Sie in unserer Foto-Show. Um sicherzustellen, dass Sie Tisch, Beleuchtung und Stuhl richtig gewählt haben, können Sie sich unseren Artikel zu den No-Gos im Arbeitszimmer anschauen.

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