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Nebenkosten: Mülltrennung ist Aufgabe der Mieter

Welche Kosten sind umlagefähig?  

Falsche Mülltrennung kann Nebenkosten erhöhen

30.12.2019, 14:51 Uhr | dpa-tmn

Nebenkosten: Mülltrennung ist Aufgabe der Mieter. Gelbe Säcke: Für die Mülltrennung sind grundsätzlich die Mieter verantwortlich.  (Quelle: dpa/Robert Michael/zb)

Gelbe Säcke: Für die Mülltrennung sind grundsätzlich die Mieter verantwortlich. (Quelle: Robert Michael/zb/dpa)

Sie trennen den Abfall richtig? Dann tragen Sie nicht nur dazu bei, dass Wertstoffe recycelt werden können – sondern können sich als Mieter auch mögliche zusätzliche Betriebskosten ersparen.

Mieter müssen unter Umständen die Kosten tragen, die anfallen, um eine Mülltrennung im Haus zu überprüfen und Abfall nachzusortieren. Denn diese Zusatzausgaben für Vermieter dürfen als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden. Das hat das Amtsgericht Frankenthal in einem Urteil entschieden, auf das der Verbraucherzentrale Bundesverband hinweist (Az.: 3a C 288/18).

Im verhandelten Fall trennten Bewohner einer Wohnanlage den Müll nicht richtig. Die Vermieterin musste daher für die Müllbeseitigung mehr zahlen und führte diese Ausgaben in der Nebenkostenabrechnung anteilig auf.

Welche Kosten sind umlagefähig?

Nach Ansicht des Gerichts war das Verhalten der Vermieterin richtig: Es entspreche heute den Vorstellungen und Wünschen des Großteils der Mieterschaft, dass Müll richtig getrennt wird. Auch Kosten für die Reinigung von Hausfluren, Plätzen und Gärten seien auf alle Mieter umlagefähig, obwohl unter Umständen nur manche die Bereiche verschmutzen.

Die Vermieterin solle nicht für das pflichtwidrige Verhalten ihrer Mieter haften müssen, so das Gericht. Außerdem habe sie sich hinreichend darum bemüht, eine bessere Wertstofftrennung zu erreichen, zum Beispiel mit Informationen an die Mieter.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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