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Wo die Müllgebühren am teuersten sind: große Unterschiede

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Wettbewerbshüter sind alarmiert  

Wo ist der Müll am teuersten?

26.09.2017, 18:39 Uhr | dpa, t-online.de

Wo die Müllgebühren am teuersten sind: große Unterschiede. Müllgebühren in Deutschland unterscheiden sich je nach Stadt deutlich. (Quelle: dpa)

Müllgebühren in Deutschland unterscheiden sich je nach Stadt deutlich. (Quelle: dpa)

Bei den Müllgebühren herrschen in Deutschland große Unterschiede. Bis zu 600 Euro zahlen manche Verbraucher mehr für vergleichbare Leistungen. Da Müll bis zu zehn Prozent der Nebenkosten ausmacht, gibt es hier theoretisch großes Einsparpotenzial. Doch Wettbewerbshüter wittern kartellartige Strukturen.

Die Studie wurde vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Eigentümerverbands Haus und Grund erstellt. Verglichen wurden die Entsorgungskosten für Restmüll, Biomüll, Sperrmüll und Altpapier, die bei einem Einfamilienhaus mit einer vierköpfigen Familie anfallen. Die Daten stammen hauptsächlich aus den Satzungen der Städte. Bei einem Großteil der Kommunen legten die Autoren der Studie zum Teil Schätzungen zugrunde, um einen Vergleich der unterschiedlichen Tarifgruppen zu ermöglichen.

Teilservice vs. Vollservice

Die Studie unterscheidet vier Leistungsgruppen: Einmal Teilservice sowie Vollservice, die sich jeweils in eine siebentägige sowie vierzehntägige Abholung untergliedern. Teilservice bedeutet: Die Haushalte müssen die Mülltonne zur Abholung rausstellen. Beim Vollservice übernimmt dies die Müllabfuhr. Nicht jede Stadt bietet aber jeden Abholservice an. Deshalb erstellten die Autoren einen Gesamtindex für die 100 größten Städte mit den zum Teil geschätzten Kosten. Eine hohe Indexzahl steht für niedrige Müllgebühren, eine niedrige Indexzahl für hohe Müllgebühren. Von den tatsächlichen Kosten unterscheidet sich der Index aber teilweise.

Müllgebühren im Vergleich (Quelle: Statista)Die Grafik entstand in Kooperation mit Statista. (Quelle: Statista) 


Die teuersten Städte im Gesamtvergleich sind demnach:

1. Leverkusen
2. Moers
3. Karlsruhe
4. Bergisch Gladbach
5. Lünen

Die günstigsten Städte sind:

1. Flensburg
2. Chemnitz
3. Nürnberg
4. Magdeburg
5. Solingen

Die Kosten im Überblick

Blickt man auf die tatsächlichen Kosten der einzelnen Städte, ergeben sich andere Rankings. Sehen wir uns den siebentätigen Teilservice an - die Tonne wird also jede Woche abgeholt, man muss sie aber selbst an die Straße rollen: 

Die teuersten drei sind:

  1. Leverkusen (739,29 Euro)
  2. Moers (542 Euro) und 
  3. Karlsruhe (514,08 Euro).

Am günstigsten kommt der Service dagegen in:

  1. Bottrop (167,02 Euro)
  2. Gelsenkirchen (155,50 Euro)
  3. Nürnberg (142,18 Euro).

Die Gebühren in Nürnberg und Leverkusen liegen also fast 600 Euro pro Jahr auseinander!

Wird die Tonne alle 14 Tage abgeholt und holt sich die Müllabfuhr als Vollservice dafür die Tonne selbst, werden folgende Gebühren in Rechnung gestellt:

Teuer ist es in Potsdam (508,56 Euro), Düsseldorf (432,71 Euro) und Cottbus (396,24 Euro).

Über geringe Kosten freuen können sich Haushalte in:

Magdeburg (162,72 Euro), Chemnitz (151,98) und Flensburg (135 Euro).

Preisindex für die Müllabfuhrgebühren in Deutschland in den Jahren 1995 bis 2016 (2010=Index 100) (Quelle: Statista 2017)Preisindex für die Müllabfuhrgebühren in Deutschland in den Jahren 1995 bis 2016 (Zum Vergrößern klicken) (Quelle: Statista 2017)

Müllgebühren sind nicht in Ordnung

Das Bundeskartellamt hatte Ende 2015 begonnen, die Müllgebühren in Deutschland zu überprüfen. Auch dem Amt waren die unterschiedlichen Müllgebühren in den einzelnen Kommunen aufgefallen. Die Wettbewerbsbehörde sieht Anzeichen dafür, dass der Wettbewerb in der Müllbranche nicht richtig funktioniert.

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