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F√ľr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgf√§ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Unscheinbar und tödlich: So giftig ist der Knollenblätterpilz

Von dpa, t-online, hs

Aktualisiert am 17.07.2018Lesedauer: 3 Min.
Gr√ľner Knollenbl√§tterpilz: Er sieht harmlos aus ‚Äď schon der Verzehr kleiner Mengen kann jedoch eine lebensbedrohliche Vergiftung ausl√∂sen.
Gr√ľner Knollenbl√§tterpilz: Er sieht harmlos aus ‚Äď schon der Verzehr kleiner Mengen kann jedoch eine lebensbedrohliche Vergiftung ausl√∂sen. (Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn-bilder)
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Wenn Pilzsammler im Wald unterwegs sind, m√ľssen sie aufpassen, was sie in ihre K√∂rbe legen. Denn der Knollenbl√§tterpilz sieht dem Champignon nicht nur teuflisch √§hnlich, er ist auch t√∂dlich.

Das Wichtigste im √úberblick


Wei√üer und Gr√ľner Knollenbl√§tterpilz: Der Verzehr ist t√∂dlich

Der Knollenbl√§tterpilz geh√∂rt zu den giftigsten Pilzen in Deutschland. Der zitronengelbe Knollenbl√§tterpilz ist absolut ungenie√übar. Die wei√üe und die gr√ľne Variante des Knollenbl√§tterpilzes dagegen k√∂nnen einen Menschen sogar t√∂ten ‚Äď lassen Sie diese Arten unbedingt stehen. Sie enthalten das stark wirkende Gift Amanitin, das eine organsch√§digende Wirkung hat. Schon der Verzehr von 50 Gramm des Knollenbl√§tterpilzes kann zum Tode f√ľhren.

Das T√ľckische: Die Pilze schmecken nicht unangenehm, und erste Symptome wie Durchfall oder Erbrechen zeigen sich erst nach mehreren Stunden. Danach scheint es dem Betroffenen zun√§chst besser zu gehen. Nach einem bis vier Tagen beginnt jedoch eine Sch√§digung der Leber.

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Den giftigen Knollenblätterpilz erkennen

Sie erkennen den jungen Gr√ľnen Knollenbl√§tterpilz an seinem halbkugelf√∂rmigen Hut. Sp√§ter wird er bis zu 15 Zentimeter breit und hat eine olivgr√ľne beziehungsweise gelb-gr√ľne Farbe. Die Farbe ist am Rand meist ein wenig heller.

Gr√ľner Knollenbl√§tterpilz: Er sieht unscheinbar aus, ist aber sehr giftig.
Gr√ľner Knollenbl√§tterpilz: Er sieht unscheinbar aus, ist aber sehr giftig. (Quelle: Data73/imago-images-bilder)

Die Oberfl√§che ist bei feuchtem Wetter schmierig, sonst eher matt. Die Lamellen sind lang und wei√ü und werden mit der Zeit gr√ľnlich. Der Stiel ist gr√ľn oder gelb, sehr lang und zylindrisch geformt.

Beim Gr√ľnen Knollenbl√§tterpilz ist das Fleisch innen wei√ü und riecht teilweise nach Honig. Dieser Duft ist zwar sehr anregend, darf aber nicht als Anreiz genommen werden, den Pilz zu verspeisen: Die Gifte, die darin enthalten sind, Phallotoxine und Amatoxine, befallen rasch die Leberzellen und verlangsamen den Zellstoffwechsel.

Achtung: Das in den Pilzen enthaltene Toxin Amanitin ist der giftigste Vertreter der Amatoxine. Weder Phallotoxine noch Amatoxine können durch Erhitzen zerstört werden.

Gelber Knollenblätterpilz: Eine Vergiftung mit dem Pilz verläuft in der Regel nicht tödlich.
Gelber Knollenblätterpilz: Eine Vergiftung mit dem Pilz verläuft in der Regel nicht tödlich. (Quelle: Metodi Popow/imago-images-bilder)

Der gelbe Knollenblätterpilz riecht hingegen nach Kartoffeln. Er ist nicht tödlich giftig, aber dennoch gefährlich. Der Pilz wächst in Laubwäldern und Parkanlagen, meistens unter Buchen oder Eichen. Der Knollenblätterpilz hat zwischen Juli und Oktober Saison.

Verwechslungsgefahr: Knollenblätterpilz und Champignon

Der artverwandte Kegelh√ľtige Knollenbl√§tterpilz, auch als Wei√üer Knollenbl√§tterpilz bezeichnet, kann in junger Form mit dem Champignon verwechselt werden. Die jungen Pilze sind breit und eichelf√∂rmig, sp√§ter nimmt der Hut eine konvexe Form an, wird jedoch niemals flach. Die Lamellen sind wei√ü und dichtstehend. Der Stiel ist lang und wei√ü.

Weißer Knollenblätterpilz: Er sieht aus wie ein Champignon, ist aber tödlich.
Weißer Knollenblätterpilz: Er sieht aus wie ein Champignon, ist aber tödlich. (Quelle: Chromorange/imago-images-bilder)

So verläuft die tödliche Knollenblätterpilzvergiftung

Erste Symptome nach acht bis zw√∂lf Stunden: Nach einer Latenzzeit von einer Stunde nach dem Verzehr k√∂nnen die Phallotoxine in die Blutbahn gelangen. Nach acht bis zw√∂lf Stunden treten die ersten Symptome auf. Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall sind die Folge. F√ľr ein Auspumpen des Magens ist es dann bereits zu sp√§t.

Leberversagen nach vier bis sechs Tagen: Nach etwa drei bis vier Tagen scheinen sich Patienten zu erholen, doch nach etwa zwei weiteren Tage kommt es zu Leberversagen. Denn nach etwa vier bis sechs Tagen tritt die Wirkung der tödlichen Amatoxine ein.

Die Symptome in dieser zweiten Vergiftungsphase sind neben Leber- auch Nierenversagen sowie innere Blutungen und Gelbsucht. In diesem Stadium ist die einzige Rettung eine Lebertransplantation.

Tod nach etwa zehn Tagen: Ohne Behandlung tritt nach etwa zehn Tagen nach dem Verzehr der Tod ein. Rund 90 Prozent der Pilzvergiftungen mit Todesfolge sind auf den Gr√ľnen Knollenbl√§tterpilz zur√ľckzuf√ľhren.

Sicherheitshinweise f√ľr Pilzesammler

Achtung: Der Knollenbl√§tterpilz kann leicht mit essbaren Pilzen wie dem Champignon verwechselt werden. Ernten Sie deshalb Pilze nur, wenn Sie absolut sicher sind, dass es sich um die gew√ľnschten, essbaren Pilze handelt! Nach der Ernte sollten Sie die gesammelten Pilze unbedingt von einem Sachverst√§ndigen pr√ľfen lassen.

Verspeisen Sie Ihre gesammelten Pilze erst nach der Expertenpr√ľfung. Die Pilzexperten der Deutschen Gesellschaft f√ľr Mykologie stellen auf ihrer Homepage eine Liste aller zertifizierten Pilzsachverst√§ndigen bereit. So k√∂nnen Sie ganz einfach einen kompetenten Ansprechpartner in Ihrer N√§he finden.

Pilzvergiftung beim Hund ‚Äď was tun?

Der Knollenbl√§tterpilz ist f√ľr Hunde ebenso giftig wie f√ľr Menschen. Allerdings k√∂nnen sich beim Hund die Symptome fr√ľher zeigen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund einen giftigen Pilz gefressen hat, dann bitten Sie umgehend einen Tierarzt um Hilfe. Ein Veterin√§r wird Ihnen diese Fragen stellen:

  • Wie sah der Pilz aus, den Ihr Hund gefressen hat?
  • Wann hat der Hund den Pilz gefressen?
  • Wie viel von dem Pilz hat der Hund gefressen?
  • Wann hat Ihr Hund den giftigen Pilz gefressen?
  • Welche Symptome sind bereits aufgetreten?
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