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Wiesenchampignon: Schmackhafter Wiesenpilz

Leicht zu verwechseln  

Wiesenchampignon: Speisepilz oder ungenießbarer Giftpilz?

07.10.2019, 13:51 Uhr | mk, sms , t-online.de

Wiesenchampignon: Schmackhafter Wiesenpilz. Wiesenchampignons: ausgezeichnete und viel gesuchte Speisepilze, die man nicht verwechseln darf.  (Quelle: imago images/DATA73)

Wiesenchampignons: ausgezeichnete und viel gesuchte Speisepilze, die man nicht verwechseln darf. (Quelle: DATA73/imago images)

Der Wiesenchampignon, auch Feld- oder Wiesenegerling genannt, gehört zu den Speisepilzen. Allerdings ist er leicht mit anderen, zum Teil giftigen Gattungsvertretern zu verwechseln. Woran Sie ihn erkennen, erfahren Sie hier.

Seinen Namen verdankt der Wiesenchampignon seinem bevorzugten Standort. Pilzsammler finden den Speisepilz zwischen Juni und Oktober auf gedüngten Wiesen und Weiden in ganz Europa. Oft wachsen die Pilze in großen Mengen, vor allem nach ausgiebigen Regenfällen. 

Wiesenchampignon erkennen: Typische Merkmale

Erstes Erkennungsmerkmal für den Wiesenchampignon ist der weiße, seidig matte, bis zu zwölf Zentimeter breite Hut. Dieser ist anfangs halbkugelig, dann flach gewölbt und dickfleischig. Zwar verfärbt sich die Haut bei Druck nicht, dafür färbt sie sich im Alter etwas bräunlich. Sie ist recht dick, manchmal fein geschuppt und lässt sich leicht abziehen. Am Rand steht sie nach innen über. Der Stiel ist bis zu sieben Zentimeter lang und bis zu zwei Zentimeter breit. Ebenso wie der Hut ist er weißlich und seidig glatt.

Speisepilz oder ungenießbarer Giftpilz?

Das deutlichste Unterscheidungskriterium zu anderen Pilzen sind die breiten, dicht stehenden und am Stiel nicht angewachsenen Lamellen des Wiesenchampignons. Diese sind niemals weiß, sondern immer gefärbt. Laut Matthias Zimmermann, Apotheker und Betreiber des Portals "natur-lexikon.com", reicht das Farbspektrum von leichtem Beige oder Rosa bis hin zu einem Schokoladenbraun. Im Alter können die Lamellen sogar schwarz werden.

Im Vergleich zum Anischampignon, einem nahe verwandten Speisepilz, riecht der Wiesenchampignon nicht nach Anis, sondern eher schwach, aber angenehm. Der Geschmack des dicken und dennoch zarten Fleisches ist würzig. Im Schnitt läuft es schwach rosa an oder bleibt weiß. Dadurch können Sie den Speisepilz eindeutig vom Giftegerling unterscheiden. Dieser verfärbt sich im Schnitt schnell und deutlich gelb. Außerdem stinkt er nach Karbol oder Tinte.

Ebenfalls gefährlich werden kann eine Verwechslung mit dem tödlichen Knollenblätterpilz. Beachten Sie, dass der Wiesenchampignon keine Knolle hat. Außerdem ist sein Stiel deutlich kürzer und weniger elastisch. Bevor Sie das Risiko einer Pilzvergiftung eingehen, sollten Sie in jedem Fall einem Experten die Unterscheidung überlassen. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) vermittelt Ansprechpartner und gibt Informationen – auch in Sachen zulässiger Höchstmenge beim Sammeln.

Wiesenchampignon zubereiten

Der Wiesenchampignon schmeckt gefüllt ebenso gut wie in einer Gemüsepfanne oder einer Soße. Vor der Zubereitung wird der Pilz geputzt und gewaschen und die Stiele werden von den Köpfen gelöst. 

Aus den Pilzen kann man biespielsweise eine Waldpilzpastete, gefüllte Champignons oder auch Pilzbaguette zubereiten. 

Kann man Wiesenchampignons einfrieren?

Champignons können bedenkenlos eingefroren werden – sowohl roh als auch gekocht. Werden Wiesenchampignons roh eingefroren, sollten sie vorher gut geputzt werden. Dafür eignet sich besonders gut Küchenpapier oder ein Pinsel.
 

Selbst gesammelte Pilze halten sich etwa zehn bis zwölf Monate in der Tiefkühltruhe. Gekaufte Champignons, von denen Sie nicht genau wissen, wann sie geerntet wurden, sollten nicht länger als sechs Monate eingefroren werden. Wenn Sie die Pilze roh eingefroren haben, sollten Sie sie direkt verwenden und nicht erst auftauen lassen.  

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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