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WM 2018: Bier zum Fußballgucken schnell kühlen – So geht's

Schneller als im Tiefkühlschrank  

Die besten Tipps: So kühlen Sie Bier richtig schnell

20.07.2018, 13:47 Uhr | Uwe Kauss, t-online.de

WM 2018: Bier zum Fußballgucken schnell kühlen – So geht's. Gekühltes Bier: Mit einer Methode lässt sich das Gerstengetränk im Sommer schneller abkühlen als im Gefrierschrank. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/ValentynVolkov)

Gekühltes Bier: Mit einer Methode lässt sich das Gerstengetränk im Sommer schneller abkühlen als im Gefrierschrank. (Quelle: ValentynVolkov/Thinkstock by Getty-Images)

Wenn draußen die Sonne brennt, muss das Bier richtig kalt sein. Was aber, wenn in einer halben Stunde ein Fußballspiel angepfiffen wird und der Flascheninhalt ist noch warm wie ein Kinderplanschbecken? Ruhig bleiben. Wir zeigen, wie Bier schnell und zuverlässig so kalt wird, dass es schmeckt.

Bier braucht Zeit und Ruhe, bis es kalt ist. Es hätte seit Stunden im Kühlschrank stehen müssen – aber niemand hat dran gedacht. Die Blamage nähert sich mit dem Lauf des Minutenzeigers: Heißer Grill, perfekte Steaks und lauwarmes Bier – wer will das trinken?

Bier auf die richtige Temperatur kühlen

"Ein gutes Bier wird im Regelfall bei einer Temperatur von etwa sechs bis acht Grad eingeschenkt", sagt Marc-Oliver Huhnholz, Sprecher des Deutschen Brauerbundes. Das komme aber auf die jeweilige Sorte und sein Aromenspektrum an. "Bei Pils und Export liegt man damit genau richtig", klärt er auf.

"Weizenbier und India Pale Ale (IPA) schmeckt aufgrund seiner feinfruchtigen Süße bei etwa zehn Grad am besten, besonders intensive Sorten wie Eisbock oder Rauchbier benötigen etwa elf bis 14 Grad." Das gelte auch für Craft Beers wie Stout, Porter und Ale.

Tiefkühlschrank kühlt Bier zu langsam

Vor allem warnt er diejenigen, die es besonders gut meinen und ihre Flaschen erst knapp über der Gefriergrenze aus dem Tiefkühler herausholen: "Wenn Bier zu kalt ist, erhält es eine herbe Schärfe, sein Aroma kann sich nicht entfalten. Es schmeckt einfach nicht. Viele Kühlschränke machen die Flaschen viel zu kalt."

Eine Halbliterflasche mit sommerlicher Zimmertemperatur von etwa 24 Grad braucht im Tiefkühlschrank bei einer Temperatur von -18 Grad schon allein 20 Minuten, bis das Bier nur 16 Grad erreicht – das ist noch das Doppelte der Empfehlung des Brauerbundes. 

Kaltes Wasser + Kochsalz + Eiswürfel = schnell kaltes Bier 

Doch es gibt Rettung, wenn Sie Bier schnell kühlen möchten. Das Zauberwort heißt: Kältemischung. Wenn's schnell gehen muss, packen Sie möglichst kaltes Wasser in einen Eimer oder eine Wanne, geben Eiswürfel hinein und streuen Kochsalz hinzu. Die Mischung sollte aus drei etwa gleichen Gewichtsteilen bestehen.

Rühren Sie die Mischung kräftig um, geben Sie die Flaschen hinein, rühren Sie erneut um, warten Sie ein paar Minuten und rühren Sie immer wieder um. Die Mischung kühlt das Bier ab, sodass es schon nach etwa zehn Minuten richtig kalt ist und dem Biergenuss nichts mehr im Weg steht.

So funktioniert die Kältemischung

Der Grund: Das Salz setzt den Schmelzpunkt der Eiswürfel herab. In einem normalen Wasser-Eis-Gemisch kann die Temperatur nicht unter null Grad fallen. Doch in der Kältemischung wird sie drastisch kühler. Das Auflösen der Kristallstruktur des Salzes benötigt viel Energie, die aus der Wärmeenergie von Wasser und Eis kommt. Der Entzug schafft Kälte. So sinkt der Gefrierpunkt des Wassers.

In kürzester Zeit können Sie eine Wassertemperatur von minus zehn Grad messen, die nun das Flaschenglas – anders als in der Tiefkühltruhe – komplett umgibt. Je mehr Teilchen in dem Eiswasser gelöst sind, desto tiefer sinkt sein Gefrierpunkt. Die Eiswürfel beginnen zu schmelzen und das Wasser wird dadurch immer kälter. Das Salz löst sich weiter auf, die Temperatur der Salzlösung sinkt weiter. Immer mehr Wärmeenergie wird für die Reaktion benötigt – sie entzieht so auch ziemlich flott den Bierflaschen die Wärme. Und die Grillparty ist gerettet.

Vorsicht: Bier nicht im Wasser-Eis-Gemisch vergessen

Achten Sie aber darauf, dass keine Flaschen im salzigen Eiswasser vergessen werden. Der Gefrierpunkt für Bier liegt wegen des relativ geringen Alkoholgehalts nur knapp unter null Grad. Sind die erreicht, bleibt das Bier in der Flasche zwar flüssig. Doch dann sollten Sie beim Öffnen aufpassen, der Inhalt kann schlagartig gefrieren und die Flasche dabei zerbrechen.

Mit der richtigen Mischung aus Eis, Salz und Wasser können Sie auch bei Spontanpartys die Bierflaschen schnell auf die vom Brauerbund empfohlene Temperatur bringen. Eis und Wasser allein kühlen es nach rund zehn Minuten auf etwa 14 bis 15 Grad, in der Tiefkühltruhe beträgt die Biertemperatur dann noch etwa 17 Grad.

Für Gartenparty oder Festival: Eisblock für die Bierkiste 

Doch Sie können sich auch anders wappnen. Wer im Grünen, im Garten oder auf einem Festival ohne Kühlschrank feiert, dem kann ein SL-Eisblock ziemlich lange ein kaltes Bier bescheren. In die gelieferte Kunststoffform für knapp 15 Euro können Sie Wasser füllen, das im Tiefkühler gefriert. Das Eis passt, je nach Ausführung, genau über einen Normbierkasten mit 0,5- oder 0,33-Liter-Flaschen.

Der geformte Eisblock bedeckt den Hals und die Schultern der Flaschen. Das hat zwei Effekte: Wird den Flaschen oben die Wärmeenergie entzogen, strömt sie von unten nach. Dazu läuft nach einigen Minuten das auftauende Wasser mit etwa einem Grad Temperatur an den Flaschen herab und kühlt sie weiter. Damit kann der Bierkasten lässig in die Verlängerung gehen.

Weiter helfen auch vorgekühlte Flaschenmanschetten recht schnell – aber für einen Kasten Bier brauchen Sie schon eine Menge davon. Wie Sie ganze Bierfässer am besten kühlen, lesen Sie hier.

Turbokühler aus den USA 

In den USA hat der "Cooper Cooler" einen kleinen Kultstatus als Turbokühler erreicht: Er soll laut Hersteller eine 0,5-Liter-Dose bis zu 40 Mal schneller als im Tiefkühlfach kalt werden lassen, bei einer 0,75-Liter-Weinflasche soll er zehnmal schneller sein.

Die Technik ist einfach: Die Box mit Elektromotor dreht die darin liegende Flasche sehr schnell in einer Schicht aus Eis. Die Gefahr, dass die Flasche danach beim Öffnen überschäumt, soll nicht bestehen. Allerdings passt nur eine einzige Flasche in die Box, die – wenn man sie in Deutschland überhaupt bekommt – über hundert Euro kostet.

Verwendete Quellen:

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