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Iberischer Luchs: Eine besonders seltene Katze

Vom Aussterben bedroht  

Iberischer Luchs: Eine besonders seltene Katze

02.04.2015, 14:08 Uhr | tl (CF)

Iberischer Luchs: Eine besonders seltene Katze. Der Iberische Luchs, auch Pardelluchs, ist vom Aussterben bedroht. (Quelle: imago images/UIG)

Der Iberische Luchs, auch Pardelluchs, ist vom Aussterben bedroht. (Quelle: UIG/imago images)

Ursprünglich in ganz Spanien und Portugal verbreitet, ist ein Iberischer Luchs mittlerweile ein sehr seltener Anblick geworden. Mit nur etwa 300 verbliebenen Exemplaren gehört der Pardelluchs inzwischen zu einer der gefährdetsten Katzen der Welt.

Lebensweise der iberischen Luchsart

Im Gegensatz zu seinen Artverwandten in Nordeuropa ist ein Iberischer Luchs, auch Pardelluchs genannt, auf einen abwechslungsreichen Lebensraum angewiesen. Er benötigt sowohl Büsche als auch offenes Gelände mit Grasflächen sowie Wälder.

Der Iberische Luchs wird bis zu einem Meter zehn groß und ist damit um einiges kleiner als der Eurasische Luchs. Er unterscheidet sich auch durch sein gelblich-braunes Fell von ihm. Es ist deutlich kürzer und damit dem wärmeren Klima angepasst. Der Backenbart des Pardelluchses ist besonders ausgeprägt.

Innerhalb der Hauptpaarungszeit von Januar bis Februar paaren sich die nachtaktiven Einzelgänger. Nach zwei Monaten kommt zwischen März und April der Nachwuchs zur Welt, der ausschließlich vom Muttertier aufgezogen wird. Dieser Lebensweise kann ein Iberischer Luchs laut Angaben des WWF nur noch in zwei Rückzugsgebieten nachgehen: in der Region um Toledo und in der Sierra Morena.

Lebensraum und Nahrung schwinden

Es gibt viele Gründe für den Bestandsrückgang des Iberischen Luchses. Mit dem Bau von Straßen und Gas-Pipelines wurde der Luchsart ein Großteil ihres Lebensraums genommen, insbesondere auch die für den Fortbestand entscheidenden Jagdgebiete.

Tragische Konsequenz der Aufteilung ihrer Lebensräume: Viele Tiere enden überfahren auf den Straßen Spaniens. Parallel dazu nimmt der gravierende Rückgang der Wildkaninchenpopulation dem Pardelluchs zudem seine Hauptnahrungsquelle.

Der Pardelluchs kämpft ums Überleben

Auch kommt es immer wieder zur illegalen Jagd auf die südeuropäische Wildkatze. Für Wild werden zudem häufig Fallen aufgestellt und es kann passieren, dass sich der Pardelluchs in ihnen verfängt. 

Die Folge all dieser Entwicklungen ist, dass auf der Iberischen Halbinsel nur noch etwas mehr als 300 Exemplare der Luchsart vorkommen. Damit steht der Pardelluchs auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Zwar bemühen sich verschiedene Organisationen sowie auch das spanische Umweltministerium um den Erhalt der Tiere, doch die Zukunft der Luchsart bleibt ungewiss.

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