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Warum Sie Enten nicht füttern sollten

Tierschutz  

Warum Sie Enten nicht füttern sollten

08.10.2015, 10:45 Uhr | bl

Warum Sie Enten nicht füttern sollten. So bitte nicht! Ein Überangebot an Nahrung schadet Tieren und Umwelt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

So bitte nicht! Ein Überangebot an Nahrung schadet Tieren und Umwelt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn die Brötchentüte am Ententeich raschelt, sind Enten nicht weit. Für viele Menschen ist das Entenfüttern eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Bei kaum einer anderen Gelegenheit lassen sich die Wildtiere so aus nächster Nähe betrachten. Dabei schadet das Füttern den Tieren und der Umwelt gleich aus mehreren Gründen. 

Brot ist kein geeignetes Futter für Enten

Brot ist für Enten ungesund. Es enthält zu viel Salz, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker und kann den Stoffwechsel der Tiere aus dem Gleichgewicht bringen. Zudem quillt es im Magen auf und wird nicht richtig verdaut. "Brot ist für Enten eher Fast Food", erklärt der Zoologe Julian Heiermann vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Oftmals werden auch verschimmelte Brotreste verfüttert, was nicht nur für Menschen, sondern auch für die Tiere schädlich ist.

Auch wenn die Enten sofort angerannt kommen, wenn Sie ihnen Brotstücke anbieten – hungrig sind sie in den meisten Fällen nicht, wie der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) erklärt. Vielmehr haben sich die Tiere daran gewöhnt, ständig gefüttert zu werden. Es ist für sie einfach bequemer als selbst nach Futter zu suchen. Dabei ist das Nahrungsangebot in städtischen Parks selbst im Winter ausreichend.

Vergewaltigung: Futterstellen locken zu viele Erpel an

Dort, wo besonders häufig Futter ausgestreut wird, sammeln sich ganze Scharen von Enten. Dadurch kann es gegen Ende der Paarungszeit zu einem Geschlechter-Ungleichgewicht kommen. Nach der Paarung suchen die Weibchen sofort einen versteckten Brutplatz auf.

Die zurückgebliebenen Weibchen haben dann das Nachsehen, berichtet die "Rhein-Zeitung" in ihrer Online-Ausgabe. Es kommt zum Phänomen der "Vergewaltigung" der verbliebenen weiblichen Enten durch mehrere Erpel. Dies kann für Entenweibchen sogar tödlich enden: Oftmals werden sie so lange und heftig unter Wasser gedrückt, dass sie ertrinken.

Ohne die Futterstellen würden sich die Erpel besser im Gelände verteilen und das Ungleichgewicht wäre kein Problem.

Entenfüttern schadet den Gewässern

Nicht nur für die Tiere wird das Füttern zum Problem. Oftmals fressen die Enten nicht das gesamte Futter, welches ihnen zugeworfen wird. Insbesondere, wenn das Brot direkt ins Wasser geworfen wird, ist die Gefahr groß, dass es sich vollsaugt und auf den Boden sinkt. Dort verfault es und kann das Wasser aus dem Gleichgewicht bringen.

Durch die biologischen und chemischen Abbauprozesse werden große Mengen Sauerstoff benötigt, die Fischen und anderen Wassertieren fehlen. Zusätzlich zum Entenkot wird das Wasser so mit zu vielen Nährstoffen angereichert, wodurch das Wachstum von Algen begünstigt wird. Der Sauerstoffgehalt des Wasser sinkt immer mehr und lässt Pflanzen und Tiere regelrecht ersticken. In der Fachsprache wird dies als "Umkippen" bezeichnet.

Das Futter lockt Ratten an

Am Ufer verstreutes Futter lockt nicht nur Enten, sondern auch unliebsame Nager wie Ratten und Mäuse an. Diese können gefährliche Krankheiten übertragen. Nicht zuletzt verursacht das Vorgehen gegen die Schädlinge für die zuständigen Gemeinden erhebliche Kosten, wie die Online-Ausgabe der "Welt" berichtet. In vielen deutschen Städten ist das Füttern von Enten daher mittlerweile verboten.

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