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Wie Sie Hinterbliebenen beim Trauern helfen können

Trauerphasen  

Wie Sie Hinterbliebenen beim Trauern helfen können

Von Ana Grujić

11.04.2019, 10:48 Uhr
Wie Sie Hinterbliebenen beim Trauern helfen können. Trost spenden: Es gibt vier Phasen der Trauer – in jeder können Sie Hinterbliebenen beistehen.  (Quelle: Getty Images/Lolostock)

Trost spenden: Es gibt vier Phasen der Trauer – in jeder können Sie Hinterbliebenen beistehen. (Quelle: Lolostock/Getty Images)

Stirbt ein Mensch, hinterlässt er zunächst Fassungslosigkeit. Doch es ist möglich, die Trauer zu überwinden. Wie dieser Prozess aussieht und wie Sie Angehörigen helfen können. 

Wenn ein Mensch stirbt, müssen nahestehende Personen den Verlust erst verarbeiten. Die Psychologin Verena Kast hat vier Phasen der Trauer herausgearbeitet, die Personen durchlaufen, wenn etwa Familienmitglieder sterben. Welche das sind und wie Trauernde den Verlust verarbeiten können.

1. Trauerphase: Nicht-Wahrhaben-Wollen

Auch wenn der Tod eines Menschen nicht überraschend kommt, kann er Angehörige schockieren. In der ersten Phase empfinden Trauernde Unverständnis, Verzweiflung und Hilflosigkeit. Sie können nicht glauben, dass der Verstorbene weg ist oder leugnen den Todesfall.

Diese erste Phase kann Stunden, Tage, aber auch Wochen dauern. Wenn ein Todesfall überraschend eintritt, brauchen Angehörige meist länger, den Verlust zu akzeptieren. 

Sie können Angehörigen helfen, indem Sie in dieser Zeit der Überforderung Aufgaben für sie übernehmen. Das können etwa Haushaltstätigkeiten und andere Besorgungen sein. 

2. Trauerphase: Aufbrechende Emotionen

In der zweiten Phase kommen die Gefühle an die Oberfläche. Das können Wut, aber auch Angst, Schmerz und Niedergeschlagenheit sein. Manchmal ist es sogar Freude, die zeitweise auftritt, weil sich die Trauernden an positive Erlebnisse erinnern. Wie sich die Mischung von Emotionen äußert, hängt von der Persönlichkeit des Trauernden ab. Derjenige sollte den Gefühlen aber Raum lassen. Ein Unterdrücken kann zu Depressionen führen.

Die Phase der aufbrechenden Emotionen kann mehrere Wochen, aber auch Monate dauern.

In dieser Phase sollten Sie Trauernden helfen, zu ihren Emotionen zu stehen – ohne Ablenkungen. Hören Sie beim Rauslassen der Emotionen zu, ohne diese zu bewerten. 

3. Trauerphase: Suchen und Sich-Trennen

Stirbt ein Mensch, suchen die Angehörigen häufig noch den Kontakt zu ihm. In der dritten Trauerphase geschieht das etwa durch:

  • Besuchen von Orten, an denen der Verstorbene gerne war
  • Suchen der Gesichtszüge des Verstorbenen in anderen Gesichtern 
  • Aufnehmen von Gewohnheiten der verstorbenen Menschen

Außerdem setzen sich die Hinterbliebenen mit der Beziehung zu dem Verstorbenen auseinander, indem sie zum Beispiel über vergangene Erlebnisse sprechen oder innerlich ein Gespräch mit dem Toten suchen. Dadurch kommen die Hinterbliebenen dem Verstorbenen näher, lösen sich durch die Auseinandersetzung aber gleichzeitig mehr von ihm.

Trauer ist ein natürlicher Weg der Psyche, den tödlichen Verlust einer Beziehung zu verarbeiten und zu überwinden. Verena Kast hilft Trauernden, sich im Chaos der Gefühle zurechtzufinden und zeigt ihnen eine Perspektive, wie sie den Verlust des geliebten Menschen schließlich überwinden können. ANZEIGE

Die dritte Phase kann Wochen, Monaten oder sogar Jahre dauern. Seien Sie für die trauernden Angehörigen da, wenn sie den Kontakt zu Verstorbenen suchen. Das kann etwa bedeuten, dass Sie Geschichten von früher mehrmals hören oder jemandem beim Friedhofsbesuch begleiten. Hier heißt es, geduldig zu sein, bis die Hinterbliebenen den Tod akzeptiert haben. 

4. Trauerphase: Neuer Selbst- und Weltbezug

In der letzten Phase der Trauerbewältigung haben Angehörige ein neues Weltbild entwickelt. Der Verstorbene ist nicht vergessen, er bleibt in den Gedanken als Begleiter bestehen. Das Denken der Hinterbliebenen dreht sich aber nicht mehr nur um den Verlust, sie können vielmehr ihr Leben mit einem neuen Selbstbewusstsein weiterführen. 



Wie Trauernde die einzelnen Phasen erleben, hängt von Person zu Person ab. So kann es immer wieder zu Rückfällen oder Phasen der Niedergeschlagenheit kommen. Außerdem können Menschen Teile des Trauerprozesses immer schneller oder langsamer durchlaufen. Generell können Sie Hinterbliebenen beistehen, indem Sie zuhören, geduldig sind und Gefühle ernst nehmen. 

Verwendete Quellen:

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