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Hunde im Alter: Tipps für ein langes Leben der Vierbeiner


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So alt können Hunde werden

Von t-online, sah

Aktualisiert am 10.01.2023Lesedauer: 3 Min.
Hund: Die verschiedenen Rassen altern unterschiedlich.
Hund: Die verschiedenen Rassen altern unterschiedlich. (Quelle: Wavetop/getty-images-bilder)
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Hunde werden immer älter, manche überschreiten sogar ihr 20. Lebensjahr. Die Senioren haben dann andere Ansprüche – beim Futter, der Vorsorge und der Bewegung.

Das Wichtigste im Überblick


  • Ab wann ist ein Hund überhaupt alt?
  • Typische Krankheiten älterer Hunde
  • Trübe Augen müssen nichts Schlechtes bedeuten
  • Geeigneter Sport für Hundesenioren
  • Das hilft bei Schmerzen

Wenn Hunde alt werden, geht es ihnen nicht besser als uns Menschen. Die Zipperlein nehmen zu, das Gehör lässt ebenso wie die Sehkraft nach, die Bewegungen werden immer steifer. Auch ansonsten verändert sich der Körper, die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten steigt. Die Besitzer sollten daher ihr Tier genau beobachten.


Diese Pflege brauchen Hunde im Alter

Das Altern bei Hunden ist ein schleichender Prozess. Halter erkennen es daran, dass der Hund nicht mehr so viel spielt, nicht mehr so ausgiebig Gassi gehen möchte, mehr Pausen braucht, viel schläft und dadurch gegebenenfalls übergewichtig wird.
Der Tierarzt sollte den Hund einmal jährlich von der Nasen- bis zur Schwanzspitze untersuchen. Dazu gehören auch die Ohren. Denn auch das Gehör lässt nach.
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Ab wann ist ein Hund überhaupt alt?

Oft wird dabei die Formel zitiert: Hundealter mal sieben ergibt das Menschenalter. Sie taugt zur Beantwortung dieser Frage aber nicht. Denn wann ein Hund zum Senior wird, hängt von der Größe des Tieres ab. Eine Deutsche Dogge ist mit sieben Jahren schon fast Methusalem, für einen Westhighland- oder Jack-Russell-Terrier ist es dagegen das beste Alter. Schließlich können die kleinen Vierbeiner ohne weiteres 16 bis 17 Jahre alt werden.

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Hunden:

Rasse Durchschnittliche Lebenserwartung
Deutsche Dogge 7 bis 8 Jahre
Golden Retriever 10 bis 12 Jahre
Deutscher Schäferhund 10 bis 12 Jahre
Dalmatiner 11 bis 13 Jahre
Mops 13 bis 15 Jahre
Dackel 12 bis 16 Jahre
Jack-Russell-Terrier 14 bis 17 Jahre
Chihuahua 10 bis 18 Jahre

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Lebenserwartung von Hunden enorm verlängert. Es gibt sogar Hunde, die schon ihren 20. Geburtstag gefeiert haben. Die Tiere werden heute oft besser versorgt als früher, zudem hat die Veterinärmedizin Fortschritte gemacht. Das führt dazu, dass die Tierärzte heute Krankheiten behandeln, die früher selten auftraten – weil kaum ein Tier so alt wurde.

Typische Krankheiten älterer Hunde

Zu den typischen Krankheiten alter Hunde gehören Arthrose, Kreislaufprobleme und Tumore. Auch Demenz tritt bei den Vierbeinern immer häufiger auf. Es kommt dabei zu einer Desorientierung, die Tiere werden vergesslich, unsauber und sind plötzlich nachtaktiv. Tierhalter können dann versuchen, diese Krankheit mit Medikamenten zu beeinflussen.

Wenn ein Tier in die Jahre kommt, ist das ein schleichender Prozess. Irgendwann merkt der Besitzer, dass der Hund nicht mehr so viel spielt, nicht mehr so ausgiebig Gassi gehen möchte, mehr Pausen braucht und viel schläft. Am besten stellen Besitzer den Hund dann einmal im Jahr beim Tierarzt zur allgemeinen Untersuchung vor. Der bewertet den Allgemeinzustand des Tieres, tastet Lymphknoten und den Bauch ab, hört Herz und Lunge ab, untersucht Augen, Ohren, Nase und Zähne.

Zudem kann er Blut abnehmen und es untersuchen lassen. Ein regelmäßiger Gesundheitscheck kann helfen, Herzkreislauferkrankungen, Gelenk- oder Bandscheibenprobleme sowie Tumorerkrankungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Trübe Augen müssen nichts Schlechtes bedeuten

Hund: Das Altern bei Hunden ist ein schleichender Prozess.
Hund: Das Altern bei Hunden ist ein schleichender Prozess. (Quelle: stonena7/getty-images-bilder)

Beim Thema Augen kommt es oft zu Missverständnissen bei den Hundebesitzern. Denn die Augen von älteren Hunden werden oft trüb, das muss aber noch lange nichts Schlechtes bedeuten. Das Linsengewebe wird dichter und wirkt daher aus einem bestimmten Blickwinkel trübe. Die Hunde können aber trotzdem gut sehen. Auch ein Blick auf die Krallen ist wichtig. Denn wenn die Tiere altersbedingt weniger laufen, können die Krallen zu lang werden und einwachsen, was für die Tiere schmerzhaft ist.

Ein weiteres häufiges Problem im Alter ist das Übergewicht. Dies kann oft durch eine Ernährungsumstellung in Verbindung mit einer maßvollen und regelmäßigen Bewegung behoben werden. Empfehlenswert ist spezielles, kalorienreduziertes Seniorenfutter.

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Außerdem muss für ausreichend Bewegung gesorgt werden, das gilt ebenfalls für kleine Hunde. Auch wenn es bei ihnen nur noch langsam voran geht – sie sollten selbst laufen und nicht getragen werden. Denn Bewegung fördert die Sauerstoffversorgung des Organismus, trägt zum Stressabbau bei, hält Gelenke und Muskulatur fit.

Geeigneter Sport für Hundesenioren

Allerdings muss die Bewegung der körperlichen Verfassung des Hundes angepasst werden. Kurze Sprints und Stopps etwa bei Ballspielen sind für vierbeinige Senioren, die häufig unter Gelenkproblemen leiden, denkbar ungeeignet. Viel besser sind regelmäßige Spaziergänge, bei denen der Hund das Tempo selbst bestimmen kann. Um die Sache spannender zu machen, eignen sich Suchspiele. Diese helfen zudem, das Tier geistig fit zu halten.

Es gibt zudem mittlerweile viele Angebote für ältere Hunde. Dazu gehört Hoopers, eine seniorengerechte Form des beliebten Agility. Der Hund springt dabei nicht über Hindernisse, sondern durchläuft einen ebenerdigen Parcours. Auch Rallye Obedience eignet sich gut, hier müssen Hund und Mensch in einem abwechslungsreichen Parcours kleine Übungen absolvieren.

Schwimmen tut dem Senior ebenfalls gut. Zudem werden in der Physiotherapie Massagen und Unterwasserlaufbänder angeboten. Diese helfen, die Muskulatur länger zu halten oder wieder aufzubauen.

Das hilft bei Schmerzen

Wenn einem Tier etwas wehtut, sollte es auf jeden Fall behandelt werden. Kein alter Hund muss Schmerzen haben. Entzündungshemmende Medikamente etwa gegen Arthrose lindern auch Schmerzen.

Ansonsten droht ein Teufelskreis: Das Tier bewegt sich wegen der Schmerzen immer weniger, dadurch leidet das Gelenk immer mehr. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit von Übergewicht – was letztlich Gift für die Gelenke ist.

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche
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