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Nachfrage nach Hunden in der Corona-Pandemie stark gestiegen

Von dpa
Aktualisiert am 23.01.2021Lesedauer: 3 Min.
Beliebtes Haustier: In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Hunden extrem angestiegen.
Beliebtes Haustier: In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Hunden extrem angestiegen. (Quelle: Christian Charisius/picture alliance/dpa)
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Mehr Zeit im Homeoffice und im Homeschooling: In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Hunden stark gestiegen. Der Trend nach oben wird von Z├╝chtern und Tiersch├╝tzern auch kritisch gesehen.

In der Corona-Pandemie schaffen sich mehr Menschen als sonst einen Hund an. Ob Labrador, Golden Retriever oder Franz├Âsische Bulldogge: "Die Nachfrage ist extrem. Quer durch alle Rassen", sagt der Vorsitzende des rheinland-pf├Ąlzischen Landesverbandes f├╝r das Deutsche Hundewesen (VDH), Herbert Klemann, in Worms. Die Z├╝chter w├╝rden mit Anrufen regelrecht "bombardiert" und k├Ânnten gar nicht so viel z├╝chten, wie nachgefragt werde. Das sei schon im vergangenen Jahr so gewesen: "Und der Bedarf ist immer noch da. Dass der Lockdown verl├Ąngert wurde, treibt das Ganze noch mal an."


So niedlich sind Hundewelpen

Wer so s├╝├č ist wie dieser braune Dackel, der findet schnell ein Frauchen.
Dieser entz├╝ckende Golden Retriever genie├čt die Sonne.
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Familien sind in der Pandemie mehr als sonst zu Hause

Denn in der Corona-Pandemie sind viele Familien mehr als sonst zu Hause, Kindergarten- und Schulkinder ebenso wie Berufst├Ątige, die im Homeoffice oder in Kurzarbeit sind. "Oft ist da der Wunsch, einen Hund zu kaufen, eine un├╝berlegte Entscheidung. Vielleicht denkt der ein oder andere, der Hund ist ein gutes Spielzeug f├╝rs Kind", sagt Klemann, der selbst jahrelang American Cocker Spaniel gez├╝chtet hat.

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Bundesweit spricht der VDH von rund 20 Prozent mehr Hunden, die 2020 im Vergleich zu Nicht-Corona-Jahren gekauft wurden. "Das ist ein dramatisches Wachstum, ein gro├čer Schritt innerhalb k├╝rzester Zeit", sagt Verbandssprecher Udo Kopernik im nordrhein-westf├Ąlischen Hennef (Sieg). In den vergangenen 15 Jahren habe die Zahl der in Deutschland gehaltenen Hunde nach Sch├Ątzungen von 6,5 auf 10 Millionen zugelegt.

Vor Hundekauf eigene Lebensumst├Ąnde genau ├╝berpr├╝fen

Der Run auf Hundewelpen sei derzeit sehr gro├č: "Den Z├╝chtern wird die H├╝tte eingerannt." Im Grunde genommen gebe es keine Welpenvermittlung mehr: "Die W├╝rfe sind schon vermittelt, wenn die H├╝ndinnen tr├Ąchtig sind", berichtet er. Auch er sieht den Trend teilweise kritisch. "Wenn Eltern dem Kinderwunsch nachgeben und selber aber eigentlich gar keinen Hund wollen, kann das nur schiefgehen."

Vor einem Kauf m├╝sse man sich genau ├╝berlegen, ob die eigenen Lebensumst├Ąnde f├╝r die Haltung eines Hundes geeignet seien ÔÇô und zwar auch in der Zeit nach Corona, sagt Kopernik. Dann sei es wichtig zu pr├╝fen, welche der rund 350 Rassen zu einem passe und schlie├člich, wo man den Vierbeiner kauft.

Illegaler Online-Welpenhandel boomt

Viele w├╝rden Hunde ├╝ber das Internet erwerben. Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei der Tierschutzorganisation Tasso im hessischen Sulzbach, warnt: "Gerade der illegale Online-Welpenhandel boomt." Die "meist aus Osteuropa stammenden W├╝hltischwelpen" seien oft krank und viel zu fr├╝h von der Mutter getrennt.

Tasso, das ein kostenloses Haustierregister betreibt, hat 2020 einen Anstieg bei den Neuregistrierungen von Hunden festgestellt. Das Plus lag gesamt bei knapp acht Prozent, in einzelnen Monaten sogar bei 25 und 20 Prozent (Juni und November), wie eine Sprecherin mitteilte.

Klemann bef├╝rchtet, dass nach der Pandemie viele Hunde im Tierheim landen k├Ânnten. "Wenn die Leute wieder normal zur Arbeit gehen und die Kinder den Hund nicht mehr betreuen k├Ânnen, dann wird das ein Problem." Die gestiegene Nachfrage habe die Preise in die H├Âhe getrieben, berichtet Klemann: 20 bis 30 Prozent mehr als sonst koste ein Rassehund jetzt.

Hundeerziehung: Zeit im Homeoffice sinnvoll nutzen

Laut Kopernik gibt es aber auch Menschen, die schon seit l├Ąngerem ernsthaft einen Wunsch nach einem Hund hatten und ihn sich nun endlich erf├╝llen konnten. "Sie haben die Zeit in Homeoffice genutzt, um die Welpen grundzuerziehen und stubenrein zu bekommen." Einen vier, f├╝nf Monate alten Hund k├Ânne man sp├Ąter m├Âglicherweise auch an einen Arbeitsplatz au├čer Haus mitnehmen, sagt der Experte.

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Einige St├Ądte in Deutschland vermelden ebenfalls mehr Hunde: In Berlin waren Ende September 2020 mit insgesamt rund 115.000 Hunden knapp 4.000 Hunde mehr zur Hundesteuer angemeldet als ein Jahr zuvor, wie die Stadt mitteilte. In M├╝nchen standen Ende 2020 mit gut 40.500 Hunden rund 3.100 Vierbeiner mehr in der Statistik als ein Jahr zuvor. In Frankfurt am Main waren mit rund 19.400 Hunden Ende 2020 gut 1.000 mehr angemeldet, in Mainz waren es mit 5.700 Hunden ├╝ber 200 mehr.

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