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Coronavirus: Sollten sich stillende Frauen gegen Covid-19 impfen lassen?

Fachgesellschaften äußern sich  

Sollten sich stillende Frauen gegen Covid-19 impfen lassen?

24.01.2021, 14:15 Uhr | cch, t-online

Coronavirus: Sollten sich stillende Frauen gegen Covid-19 impfen lassen?. Stillen: Experten haben sich nun darüber verständigt, ob sich stillende Mütter gegen das Coronavirus impfen lassen sollten. (Quelle: Getty Images/South_agency)

Stillen: Experten haben sich nun darüber verständigt, ob sich stillende Mütter gegen das Coronavirus impfen lassen sollten. (Quelle: South_agency/Getty Images)

Wie sicher ist der Covid-19-Impfstoff bei stillenden Frauen? Mehrere Fachgesellschaften haben sich nun zu dieser Frage geäußert. Sie empfehlen den Impfstoff nur für eine bestimmte Gruppe.

Eine Corona-Impfung mit einem sogenannten "Nicht-Lebendimpfstoff" stellt laut aktuellem Wissensstand kein Risiko für stillende Mütter und ihre Kinder dar. Das geht aus einer gemeinsamen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM), der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Nationalen Stillkommission (NSK) hervor.

Dennoch empfehlen sie mehrheitlich keine Routineimpfung aller Stillenden. Denn es liegen zur Anwendung von mRNA-Impfstoffen in der Stillzeit bisher keine Daten vor. Es fehlten vor allem Informationen dazu, ob Bestandteile dieser Impfstoffart in die Muttermilch übergehen. Zum anderen sollen nicht alle Stillenden geimpft werden, da derzeit zu wenige Impfstoffdosen zur Verfügung stehen.

Diese stillenden Frauen sollten sich gegen Covid-19 impfen lassen

Stillende mit einem erhöhten Covid-19-Risiko sollten sich hingegen impfen lassen. Der potenzielle Nutzen der Impfung überwiege hier die theoretischen Bedenken deutlich. Als Risikofaktoren gelten laut DGGG: chronische Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck und starkes Übergewicht. Betroffene fallen zum Großteil in die Gruppe 3 der Impfverordnung.

Der Impfschutz ist bei einer stillenden Frau den Gesellschaften zufolge genauso hoch wie bei einer nicht-stillenden. Ist die Mutter immun, könne das auch das Risiko für eine kindliche Infektion senken. So wurden Antikörper gegen das Coronavirus in der Muttermilch von Frauen mit aktiver oder durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion in der Schwangerschaft nachgewiesen.

Für stillende Frauen, die unsicher sind, ob sie sich impfen lassen sollen, schlagen die Gesellschaften eine Übergangszeit vor. "Bei erhöhtem Sicherheitsbedürfnis der Stillenden kann eine individuelle Festlegung eines still-freien Zeitraums von ein bis drei Tagen nach der Impfung in Erwägung gezogen werden", schreiben die Experten. Internationalen Empfehlungen zufolge ist das allerdings nicht notwendig.

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