• Home
  • Leben
  • Familie
  • Kleinkind
  • Kindesentwicklung: Babys sind keine "Forscher in Windeln"


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextUmstrittene RBB-Chefin tritt zurückSymbolbild für einen TextErstes Spiel für ManCity: Haaland überragtSymbolbild für einen TextBericht: England-Topklub will Leroy SanéSymbolbild für einen TextPink-Floyd-Star sorgt für EmpörungSymbolbild für einen TextDeutscher Diplomat in Rio festgenommenSymbolbild für einen TextFußballprofi verpasst eigene HochzeitSymbolbild für einen TextRTL-Moderator platzt im TV die HoseSymbolbild für einen TextBayern-Stars feiern an Currywurst-BudeSymbolbild für einen TextBriten sollen Flusskrebse zerquetschenSymbolbild für einen Text300 Gäste: Schlägerei – Hochzeit zu EndeSymbolbild für einen TextMann verlässt Kneipe – MesserangriffSymbolbild für einen Watson TeaserHeftiger Eklat um Star-DJ Robin SchulzSymbolbild für einen TextMit Kult-Loks durch Deutschland reisen – jetzt spielen

Babys sind besser in Mathe als Dreijährige

dpa, Martina Rathke

Aktualisiert am 16.04.2014Lesedauer: 2 Min.
Kindesentwicklung: Mit ausgeklügelten Tests erkunden Entwicklungspsychologen aus Greifswald das Denken von Kleinkindern.
Der dreijährige Joel sitzt vor dem "Schweinchen-Theater". Mit ausgeklügelten Tests erkunden Entwicklungspsychologen aus Greifswald das Denken von Kleinkindern. (Quelle: Stefan Sauer/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Wie denken Babys und Kleinkinder? Das erkunden Entwicklungspsychologen an der Universität von Greifswald mit ausgeklügelten Tests. Psychologe Horst Krist widerlegt das Klischee von Babys als "Forschern in Windeln" und präsentiert neue Erkenntnisse über die Kindesentwicklung.

Den Forschern geht es bei den Untersuchungen nicht um die Überprüfung der Intelligenz einzelner Kinder, sondern um die Beschreibung von Denkstrukturen von Kleinkindern. Mit ihren Forschungen stellen die Wissenschaftler auch in der Gesellschaft gängige Auffassungen infrage. "Die Vorstellung von Babys als 'Forschern in Windeln' ist ein Klischee", sagt der Professor für Entwicklungspsychologie der Universität Greifswald, Horst Krist.

Babys haben besseres Mathe-Verständnis als Kleinkinder

Die von der Säuglingsforschung lange angenommene Geradlinigkeit in der Entwicklung des Denkens gebe es nicht. "Säuglinge denken rein intuitiv und ganz anders als Kinder im Vorschulalter, deren Denken an die Sprache gekoppelt ist." In einer Umbruchphase, die ungefähr im Alter von drei Jahren stattfinde, schnitten Kinder bei den Untersuchungen in Greifswald bei Aufgaben zum mathematischen, physikalischen oder psychologischen Verständnis schlechter ab als Babys. "In diesem Alter wird das intuitive Wissen von expliziteren, bewussteren Formen des Wissens überlagert."

Frühförderung basiert auf falschen Annahmen

Überzogene Annahmen wie die Förderung des Babys im Mutterleib, die auf der Grundlage basierten, dass in Babys bereits der Forscher in Windeln stecke, müssten überdacht werden. In den ersten Lebensjahren gebe es enorme Veränderungen im Denken. Die kognitive Entwicklung sei in den ersten Lebensjahren stärker von Brüchen und weniger Kontinuität gekennzeichnet als bislang angenommen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Trumps zerstörerischer Plan: American Angst
"Wir sind eine Nation im Niedergang": Trump macht den Amerikanern Angst


Beim "Schweinchen-Theater" stimmt was nicht

In spielerischen Situationen erfassten die Entwicklungspsychologen das alltagsbezogene mathematische, physikalische und psychologische Denken von Kindern im Alter von einem bis sechs Jahren. Im Test "Schweinchen-Theater" wird den Kindern beispielsweise eine Bühne mit einem Schweinchen gezeigt. Danach wird der Vorhang heruntergelassen und sichtbar für das Kind von der Seite ein zweites Schweinchen hineingeschoben. Nicht sichtbar wird ein drittes Schweinchen danebengestellt und der Vorhang gehoben. Während Babys mit Verwunderung und langem Blickkontakt auf die drei Schweinchen reagieren, würden Dreijährige das Bild mehrheitlich ohne Widerspruch und Verwunderung hinnehmen.

Die Sprachentwicklung wird zum Hindernis

Die genauen Ursachen für das schlechtere Abschneiden von Dreijährigen kennen die Forscher noch nicht genau, aber womöglich steht ihnen dabei die Sprachentwicklung im Weg. "Kinder beginnen mit drei Jahren auf die Sprache zu setzen", erklärt Krist. "Sie wollen ihr Wissen in Sprache artikulieren, sind darin aber noch sehr schlecht." Als Vergleich nannte er die Fortbewegung von Kindern. "Ein Kind, das super krabbeln kann, stellt trotzdem auf das Laufen um, obwohl es damit zunächst einmal weniger Erfolg haben wird."

Der Professor für Entwicklungspsychologie warnt zugleich vor voreiligen Rückschlüssen der Studienergebnisse für die Frühförderung. Ziel der Grundlagenforschung sei es zunächst, die frühe Entwicklung des Denkens und Wissens und damit auch die Kognition im Erwachsenenalter besser verstehen zu können. Nur auf der Basis eines realistischen Bildes ließen sich optimale Lern- und Erfahrungsumwelten für Kinder schaffen und Strategien für die angemessene Förderung von Kindern mit Entwicklungsdefiziten ableiten.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Greifswald
Ratgeber

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website