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Kinderzimmer: Warum Kleinkinder einfach keine Ordnung halten können

Aufräumen ist zu viel verlangt  

Warum Kleinkinder einfach keine Ordnung halten können

03.05.2017, 10:00 Uhr | dpa-tmn , t-online.de

Kinderzimmer: Warum Kleinkinder einfach keine Ordnung halten können. Zwei kleine Jungen sitzen in einem Kinderzimmer. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/olesiabilkei)

Das Aufräumen fällt Kleinkindern schwer (Quelle: olesiabilkei/Thinkstock by Getty-Images)

Ordnung im Kinderzimmer ist für viele Eltern ein Reizthema. Die Auffassungen darüber, was "aufgeräumt" bedeutet, klaffen bei Kindern und Erwachsenen weit auseinander. Wichtig zu wissen: Kleine Kinder sind von der Aufforderung, Ordnung zu halten, überfordert.

Auch wenn sich Eltern geschworen haben, beim nächsten Mal nicht selbst aufzuräumen oder bei der Suche nach einem im Durcheinander verschollenen Spielzeug mitzuhelfen – es bringt nichts, Kleinkinder mit dem Chaos in ihrem Kinderzimmer alleine zu lassen. Es dauert eine Weile, bis Kinder lernen, wie sie Ordnung halten können.

Gemeinsame Rituale zum Aufräumen entwickeln

"Ich muss mit meinem Kind zuerst mal ein System finden", sagt Maria Große Perdekamp von der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke). Das können Kisten für bestimmte Spielsachen sein oder das Ritual, jeden Abend vor dem Abendessen oder Schlafengehen aufzuräumen. Ein System bedeutet aber nicht, dass das Kinderzimmer am Schluss blitzblank aufgeräumt aussehen muss. Ein Kinderzimmer ist schließlich immer noch ein Kinderzimmer.

Außerdem sollten Eltern prüfen: Liegen zu viele Spielsachen herum? Dann klappt es mit der Ordnung leichter, wenn alle gemeinsam Sachen aussortieren oder sie immer wieder Sachen in den Keller räumen.

Kinder können erst ab acht Jahren alleine aufräumen

Eltern sollten ihre Ansprüche nicht zu hoch stecken: Erst ab etwa acht Jahren können Kinder wirklich alleine aufräumen. Die Forderung "Räum jetzt endlich dein Zimmer auf!" ist für ein kleines Kind zu abstrakt. Es braucht überschaubare Strukturen, genaue Arbeitsanweisungen und ein bisschen Hilfe der Eltern – am besten in spielerischer Form.

Fünf Tipps zum Aufräumen mit Kleinkindern

  1. Der Ordnungssinn wird am besten spielerisch gefördert – nicht durch Druck!

  2. Beschränken Sie die Anzahl der Spielzeuge. Rotieren Sie von Zeit zu Zeit und bunkern Sie einen Teil im Keller. So wird das Kind nicht beim Aufräumen überfordert.

  3. Stellen Sie einen oder mehrere große Kartons oder Plastikkisten für das Spielzeug bereit. Markieren Sie die Kartons mit Aufklebebildchen oder Farben. So merkt sich Ihr Kind schnell, was wo rein gehört.

  4. Räumen Sie mit Ihrem Kind jeden Abend auf. Wichtig ist, dass zumindest der Boden zwischen Tür und Bett frei ist, damit das Kind nicht über Spielzeug stolpert, wenn es nachts mal raus muss.

  5. Drohen Sie nicht mit dem Aufräumen, die Ordnung soll positiv belegt werden.

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