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Kinderzahnpasta: Vorsicht! Von drei Produkten rät "Öko-Test" ab

15 Pasten im Labor  

Kinderzahncremes: Von drei Produkten rät "Öko-Test" ab

25.02.2021, 13:55 Uhr | dpa, cch, t-online

Kinderzahnpasta: Vorsicht! Von drei Produkten rät "Öko-Test" ab. Kinderzahnpasta: Ab dem ersten durchgebrochenen Milchzahn sollte Kinderzahnpasta zum Einsatz kommen. (Quelle: dpa/Bodo Marks)

Kinderzahnpasta: Ab dem ersten durchgebrochenen Milchzahn sollte Kinderzahnpasta zum Einsatz kommen. (Quelle: Bodo Marks/dpa)

Bei Kinderzahnpasta spielt die Dosierung auf der Bürste eine wichtige Rolle. Hier gibt es Mängel, zeigt ein Test. Und auch manche kritische Inhaltsstoffe entdeckten die Prüfer.

Für kleine Kinder gibt es spezielle Zahnpasten, weil ihre Zähne noch nicht so viel Fluorid benötigen. Zudem ist auch die Dosierung wichtig. Ein entsprechender Hinweis findet sich bei den meisten Cremes mit Fluorid auf der Verpackung, berichtet die Zeitschrift "Öko-Test"(Ausgabe 3/2021). Sie hat 35 für Babys und Kinder ausgelobte Produkte getestet, darunter 24 fluoridhaltige Pasten. Drei Produkte fielen durch den Test.

Teils veraltete Empfehlungen

Viele Cremes fielen den Testern aufgrund fehlender oder veralteter Empfehlungen auf. Dazu muss man wissen, dass seit 2018 für Kinder bis zum sechsten Geburtstag die Menge von 1.000 ppm Fluorid in Zahncreme empfohlen wird – davor war es knapp die Hälfte.

Bis zum zweiten Lebensjahr sind Pasten mit 500 ppm zwar weiterhin in Ordnung. Dann sollte allerdings die Menge einer Erbse und nicht eines Reiskorns auf die Bürste, raten zahnmedizinische Fachgesellschaften.

Bei den Produkten ohne Fluorid sei es wiederum wichtig, dass Eltern darauf achten, dass ihre Kinder zusätzlich Fluorid bekommen, heißt es in dem "Öko-Test"-Bericht. Dieser Hinweis fehlte auf mehr als der Hälfte der fluoridfreien Pasten.

Trotz mancher Mängel bei der Dosierungsempfehlung: Bei einem Großteil der Pasten in Supermärkten und Drogerien können Eltern bedenkenlos zugreifen. 15 Kinderzahncremes bekamen die Note "sehr gut", darunter auch günstige Produkte von Lidl oder Kaufland. Zehn weitere Zahnpasten waren "gut". Sieben schnitten mittelmäßig ab.

Bei Kindern bis zwei Jahre sollte eine Reiskorn-große Menge auf die Bürste, bei Kindern ab zwei bis sechs Jahren eine Erbsen-große Menge. Die Gabe von zusätzlichem Fluorid, zum Beispiel in Tablettenform, ist bei fluoridhaltigen Pasten ohne ärztliche Rücksprache nicht zu empfehlen.

Diese Zahnpasta für Kinder fiel durch den Test

Drei Produkte fielen aber auch durch. In "Oral-B Baby Zuckerfrei Fluorid Zahncreme" und "Oral-B Kids Zuckerfrei Fluorid Zahncreme Frozen II" von Procter & Gamble (beide "ungenügend") fand das Labor sowohl PEG-Derivate als auch Natriumaurylsulfat. Natriumaurylsulfat kann die Schleimhäute reizen. Laut "Öko-Test" gibt es mildere Alternativen. PEG-Derivate können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen.

Auch in einem weiteren Produkt von Procter & Gamble, dem "Blend-A-Med Blendi Gel Erdbeergeschmack", steckten PEG-Derivate ("mangelhaft"). Zudem fehlte es dieser Zahnpasta an einem Hinweis bezüglich mehrfacher Fluoridgaben bei einer fluoridhaltigen Kinderzahncreme.

"Öko-Test" bewertete jeweils die Inhaltsstoffe der Zahnpasten. Für veraltete oder lückenhafte Deklarationen wurden zudem Noten abgezogen.

Das ausführliche Testergebnis lesen Sie in der März-Ausgabe von "Öko-Test".

Verwendete Quellen:

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