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Die richtige Haarpflege für Männer: Die besten Tipps


Fettiges Haar, Juckreiz, Haarausfall
Diese Haarpflege brauchen Männer: die besten Tipps


Aktualisiert am 21.02.2024Lesedauer: 4 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

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Ein Mann steht vor dem Spiegel und richtet seine HaareVergrößern des Bildes
Welche Haarpflege für Männer geeignet ist, richtet sich unter anderem nach dem Haartyp. (Quelle: Maridav/getty-images-bilder)

Die richtige Haarpflege ist abhängig vom Haartyp: Während fettiges Haar eine intensivere Reinigung verträgt, benötigt juckende, trockene Kopfhaut eine sanftere Pflege.

Auch bei Haarausfall gilt es zu beurteilen, um welche Art des Haarverlusts es sich handelt. Nur eine zielgerichtete Behandlung kann dem Ausfallen der Haare entgegenwirken.

Wie oft Haarewaschen?

Viele Männer waschen einmal am Tag ihre Haare und kombinieren die Haarpflege mit ihrer Duschroutine. Männer, die beispielsweise Sport treiben oder einem schweißtreibenden Beruf nachgehen, waschen ihren Schopf meist noch öfter. Grundsätzlich gilt für Kopfhaut und Haare: waschen, wenn nötig, aber so wenig wie möglich. Denn: Shampoos entziehen der Kopfhaut neben Fett auch Feuchtigkeit.

"Gerät die Haut aus dem Gleichgewicht, können Juckreiz, Rötungen, trockene Schuppen und sogar ein Austrocknungsekzem auftreten", sagt Dr. Christoph Liebich, Dermatologe der Hautarztpraxis Dermazent in München und Medienexperte des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD). Wer bereits morgens seine Haare eingeschäumt hat, kann nach der Sporteinheit am Nachmittag auch mal nur mit Wasser waschen, um den Schweiß zu lösen. Das entlastet Kopfhaut und Haare.

Dr. med. Christoph Liebich
Dr. med. Christoph Liebich (Quelle: privat)

Zur Person

Dr. med. Christoph Liebich ist Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten mit eigener Praxis, der "Hautarztpraxis Dermazent" in München, sowie Medienexperte des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD).

Welcher Haartyp braucht welche Haarpflege?

Grundsätzlich sollte die Haarpflege auf den Haartyp abgestimmt sein. Wer fettige Haare hat, kann zu einem intensiver reinigenden Shampoo greifen. Bei fettigen Schuppen mit Juckreiz helfen beispielsweise Wirkstoffe wie Piroctone Olamine oder Salicylsäure. Im Naturkosmetikregal können Melisse-, Brennnessel- oder Wachholderbeere-Extrakte helfen, fettiges Haar zu reinigen und die Kopfhaut zu beruhigen. Bei trockener, empfindlicher Kopfhaut sollten Männer ein mildes, pH-hautneutrales Shampoo verwenden. Hinweis: Je stärker ein Shampoo schäumt, desto aggressiver sind die enthaltenen Tenside und desto austrocknender wirken sie.

Tipp

Bei grauen Haaren kann ein Silbershampoo eine Option sein. Diese Shampoos enthalten violett-basierte Pigmente, welche den oft unerwünschten Gelbstich grauer Haare ausgleichen und das Haar optisch wieder frischer erscheinen lassen.

Brauchen Männer Haarspülung und Haarkur?

Viele Männer mögen es einfach: Sie nutzen 2-in-1-Produkte für Körper und Haare. Wer seinen Haaren etwas mehr Pflege zukommen lassen möchte, etwa bei längeren Haaren, kann ein- bis zweimal pro Woche eine Haarspülung oder eine Haarkur anwenden. Auch diese sollten Männer abhängig vom jeweiligen Haartyp wählen. Feines Haar wird durch eine zu reichhaltige Pflege überladen. Es wirkt dann schnell strähnig und verliert an Volumen. Bei trockenem, längerem und dichtem Haar hingegen hilft eine intensivere Pflege dabei, Kämmbarkeit und Glanz zu verbessern.

"Haarschäden entstehen – ebenso wie Kopfhautreizungen – meist durch äußere Einflüsse wie häufiges Waschen, aggressive Tenside oder zu heißes Föhnen. Auch Färben sowie die Anwendung von Haarspray und Haargel kann die Haarstruktur schwächen und die Kopfhaut irritieren", sagt Liebich.

Haarwachs für trockenes Haar eine Option

Vor allem feine Haare und trockene Kopfhaut sind empfindlich. Die Haare werden trocken, verlieren an Glanz, brechen ab oder es bildet sich Spliss in den Längen. Die Kopfhaut reagiert oft mit Juckreiz und trockenen Schuppen. Bei trockenem Haar ist Haarwachs eine Styling-Option. Es trocknet in der Regel weniger stark aus als Haargel und -spray und enthält oft pflegende Komponenten, beispielsweise Bienenwachs oder Kokosöl. Da es oftmals etwas beschwerend wirkt, sollte es sehr sparsam angewendet werden.

Haarausfall beim Mann durch falsche Haarpflege?

Sind plötzlich mehr Haare in Kamm und Bürste zu finden als gewöhnlich oder zeigen sich gar lichte Stellen, ist das beunruhigend. Es gibt verschiedene Gründe für Haarausfall beim Mann. Bei diffusem Haarausfall beispielsweise fallen auf dem gesamten Kopf vermehrt Haare aus. Diffuser Haarausfall geht meist zurück, wenn der Auslöser behoben ist. "Häufige Ursachen sind Stress, ein geschwächtes Immunsystem, ein Nährstoffmangel und manchmal auch die Einnahme bestimmter Medikamente", erklärt Liebich. "Die Haarpflege hat in der Regel keinen Einfluss auf den Haarverlust."

Genetisch bedingter Haarausfall: Frühzeitige Behandlung kann Haarverlust stoppen

Haarausfall kann auch genetisch bedingt sein. Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit zufolge sind bis zu 70 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen von erblich bedingtem Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt, betroffen. Auch bei dieser Form des Haarausfalls spielt die Haarpflege keine Rolle. "Die Ursache ist in einer Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber männlichen Sexualhormonen, vor allem Dihydrosteron (DHT), einer Variante von Testosteron, zu finden", sagt Liebich.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Empfindlichkeit der Haarwurzeln zu. Infolgedessen fallen die betroffenen Haare verstärkt aus – meist zuerst am Haaransatz und am Oberkopf. Oft bleibt nur ein Haarkranz zurück. Je früher die Behandlung erfolgt, desto besser sind die Chancen, möglichst viele Haare zu erhalten. Denn: Einmal ausgegangene Haare wachsen bei genetisch bedingtem Haarausfall nicht mehr nach. Untergegangene Haarwurzeln regenerieren sich nicht mehr. Und: Wird die Therapie der androgenetischen Alopezie unterbrochen, setzt auch der Haarverlust wieder ein. Die Therapie ist eine Langzeittherapie.

Welche Wirkstoffe stoppen genetisch bedingten Haarausfall?

Bei genetisch bedingtem Haarausfall werden die beiden Wirkstoffe Finasterid und Minoxidil eingesetzt. Minoxidil wird als Lösung oder Schaum auf die Kopfhaut aufgetragen. Finasterid wurde bislang als Tablette eingenommen, seit 2023 gibt es den Wirkstoff auch als Spray zur äußeren Anwendung. "Welcher Wirkstoff in welcher Anwendungsform im individuellen Fall am besten gegen den Haarausfall geeignet ist, besprechen Betroffene gemeinsam mit ihrem behandelnden Hautarzt oder ihrer Hautärztin", so Liebich.

Generell sollte bei verstärktem Haarverlust, aber auch bei anhaltendem Juckreiz, starker Schuppung, nässenden Stellen und Rötungen der Kopfhaut eine dermatologische Praxis aufgesucht werden. Beispielsweise können Hauterkrankungen, Allergien, ein Kopflaus- oder ein Pilzbefall die Ursache sein. Mit einer entsprechenden Behandlung lassen sich die Beschwerden lindern.

Verwendete Quellen
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