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Chemie hautnah. Wie giftig ist unsere Kleidung?

cr (CF)

Aktualisiert am 14.02.2012Lesedauer: 2 Min.
Wie giftig ist Kleidung?
Wie giftig ist Kleidung? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Sie sind bunt, schön, knitterfest, regenabweisend - und sie stecken voller Chemie. Neue Kleidungsstücke können so hergestellt worden sein, dass sie uns krank machen.

Welche Gifte finden in Kleidung Verwendung?

Von Weichmachern bis hin zu Schwermetallen, von Chromsalzen bis hin zu Bioziden finden sich Rückstände verschiedener gefährlicher Chemikalien in unseren Textilien. Gerade Kinderkleidung kann stark mit Weichmachern belastet sein, so der "Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland" (BUND).
Aber wer denkt beim Einkauf schon daran, dass Gifte in der Kleidung krank machen können?

Die Chemikalien können über Körperkontakt aufgenommen werden und Allergien auslösen oder gar krebserregend wirken. Gerade Allergiker und Kinder sind hier anfällig, daher sollten Sie besonders aufpassen, was Sie kaufen.


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Wo kommt die Chemie zum Einsatz?

Der Einsatz von Chemie beginnt bereits beim Anbau der Rohmaterialien. Pflanzenfasern sind schon mit Dünge- und Insektenschutzmitteln belastet, ehe sie bearbeitet werden.

Dann kommen Stoffe hinzu, die das Spinnen und Weben vereinfachen, weiterhin Bleich- und Reinigungsmittel, Farbstoffe und Aufheller sowie Kunstfasern wie Formaldehydharze, Polyacryl und Polyamid.

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Auch aus der Verpackung können chemische Stoffe in die Kleidung gelangen, die dann Ihre Haut angreifen.

Potenzielle Kontaktallergene

Die Chemikerin Silvia Pleschka vom Deutschen Allergie- und Asthmabund erklärt auf onmeda.de: "Es gibt Untersuchungen, wonach 49 Farbstoffe von derzeit zirka 800 eingesetzten Textilfarben als potenzielle Kontaktallergene gelten." (Allergietherapie - Kampf den Allergien)

Wenn Sie in einem solchen Kleidungsstück schwitzen, wird Ihre Haut dadurch angegriffen, da sich die Stoffe durch die feuchte Wärme aus den Textilien lösen und in Ihre Hautporen eindringen können.

Worauf Sie beim Kleidungskauf achten sollten

Der Leiter des Studienganges Innovative Textilien an der Fachhochschule Hof, Professor Michael Rauch, erklärt gegenüber bild.de: "Chemikalien, von denen bekannt ist, dass diese gesundheitsschädlich sind, werden von der deutschen und europäischen Textilveredelungsindustrie nicht mehr eingesetzt bzw. werden ersetzt."

Qualitativ hochwertige Ware kaufen

Er empfiehlt, qualitativ hochwertige Ware zu kaufen, die in Deutschland oder der EU hergestellt wird. Neue Kleidung sollten Sie zudem nach dem Kauf vor dem ersten Tragen ohne Weichspüler waschen.

Auf Umwelt-Zeichen achten

Öko-Zeichen zeigen Ihnen, welche Kleidung Sie unbedenklich kaufen können. Öko-Tex etwa ist eines der bekanntesten Siegel, aber auch Der Blaue Engel, das Siegel von Global-Standard, das Europäische Umweltzeichen und das Siegel von Öko-Test sind ein guter Hinweis auf Kleidung, die nicht mit gesundheitsgefährdender Chemie hergestellt wird. Für das Wool-Blend-Logo hingegen gelten keinerlei ökologische und gesundheitlich relevante Kriterien. (Öko-Mode: Für Modefans, denen Nachhaltigkeit wichtig ist)

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