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Die fünf größten Pflegefehler bei trockener Heizungsluft und Kälte

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 04.01.2018Lesedauer: 3 Min.
Lippenpflege im Winter: Minusgrade und trockene Heizungsluft bedeuten Stress für die Haut. Sie bedarf jetzt einer speziellen Pflege
Lippenpflege im Winter: Minusgrade und trockene Heizungsluft bedeuten Stress für die Haut. Sie bedarf jetzt einer speziellen Pflege (Quelle: PeopleImages/getty-images-bilder)
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Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und die trockene Heizungsluft setzen der Haut zu. Wer jetzt nicht aufpasst, riskiert Erfrierungen durch die falsche Pflegecreme. Eine Dermatologin erklärt, welche Kältefehler die empfindliche Schutzbarriere der Haut besonders attackieren.

Die Haut braucht bei Minusgraden besonders viel Pflege. Doch es muss die richtige sein, sonst drohen Schäden. Viele greifen aufgrund der trockenen Heizungsluft zu Feuchtigkeitscremes mit einem hohen Wasseranteil – ein Fehler, der fatale Folgen haben kann.

Kältefehler Nummer eins: Zu Feuchtigkeitscremes greifen

"Stark wasserhaltige Pflegecremes können der Haut bei klirrender Kälte Feuchtigkeit entziehen und sogar auf ihr gefrieren, so dass die kleinen Hautgefäße platzen", warnt Dr. Uta Schlossberger, Dermatologin aus Köln und Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Reichhaltige Salben mit einem hohen Öl-Anteil seien daher die bessere Wahl.

Und aus noch einem Grund braucht die Haut jetzt vermehrt Fett: Sinkt die Temperatur unter acht Grad, stellen die fettproduzierenden Talgdrüsen ihre Aktivität ein. Der Mangel an Fett, der hierdurch entsteht, schwächt die gereizte Haut zusätzlich. Tipp: Nachtcremes enthalten meist mehr pflegende Öle als Tagescremes und sind daher geeigneter.

Kältefehler Nummer zwei: Lippenpflege zu dick auftragen

Auch die Lippenpartie freut sich über pflegende Öle. Wie ein schützender Film legen sich Lippenpflegestifte über die empfindliche Haut, die selbst keine Schweißdrüsen und nur vereinzelt Talgdrüsen besitzt. Zu dick sollte man die Pflege aber nicht auftragen.Sonst kann es passieren, dass die natürliche Durchfeuchtung der Lippen – unter anderem durch den Speichel – blockiert wird, erklärt Schlossberger.

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Dass man durch die Anwendung der Pflegestifte abhängig werden kann, sei jedoch ein weit verbreiteter Mythos. "Im Gegenteil: Wer empfindliche Lippen hat, für den ist die Pflege oft eine wertvolle Unterstützung, um einer Austrocknung vorzubeugen", so die Dermatologin.

Kältefehler Nummer drei: Ohren nach dem Duschen nicht richtig abtrocknen

Die Ohren sind ebenfalls ein kälteempfindliches Organ. Die Haut ist hier besonders dünn und besitzt kein schützendes Muskelgewebe. Deshalb kühlen unsere Ohren schnell aus. Kritisch wird es vor allem dann, wenn man bei Minustemperaturen die Ohren nicht richtig abtrocknet.

"Bei Kälte ist die Infektionsgefahr der Ohren deutlich größer, da die Schleimhäute nicht gut durchblutet werden. Erreger können sich dadurch leichter im Nasen-Rachenraum festsetzen und sich auf die Ohren ausbreiten", sagt Schlossberger. Sind die Ohren noch feucht, steigt das Infektionsrisiko zusätzlich. Wer ins Freie geht, sollte die Ohren immer gut abzutrocknen, um einer Mittelohrentzündung vorzubeugen.

Kältefehler Nummer vier: Watte im Ohr

Zudem ist es wichtig, die Ohren immer gut warmzuhalten, etwa mit Hilfe einer Mütze oder eines Stirnbandes. Watte in den Ohren bietet dagegen keinen Schutz vor Kälte, warnt die Dermatologin. Im Gegenteil: Sie kann Entzündungen im Gehörgang hervorrufen, da dieser nur schlecht belüftet wird. "In diesem feuchtwarmen Milieu vermehren sich Erreger besonders gut", so Schlossberger.

Und noch einen Tipp hat die Expertin: Ohrringe sollte man bei längeren Aufenthalten im Freien besser herausnehmen. Denn das Metall nimmt Kälte schnell auf und kann die Ohren rasch auskühlen.

Kältefehler Nummer fünf: Lange Vollbäder nehmen

Auch wenn ein wohltuendes Vollbad entspannt und den Körper wunderbar aufwärmt: Für die trockene und gereizte Haut sind die heißen Bäder jetzt eine echte Herausforderung. Denn Heizungsluft und Kälte erschweren die Durchfeuchtung der Haut nach dem Bad zusätzlich.

Daher rät Schlossberger, eher kurz und nicht zu heiß zu baden und anschließend die Haut mit einer reichhaltigen Pflege zu verwöhnen. "Sonst kann es passieren, dass es zu Juckreiz, Rötungen und Ekzemen bis hin zu offenen Stellen kommt."

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