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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

VerÀndert Botox tatsÀchlich die Mimik?

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 06.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Junge Frau erhÀlt eine Botox-Spritze. Botoxbehandlungen gehören zu den gefragtesten Eingriffen der kosmetischen Medizin.
Botoxbehandlungen gehören zu den gefragtesten Eingriffen der kosmetischen Medizin. (Quelle: andrei_r/getty-images-bilder)
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Um den Wirkstoff Botulinumtoxin, besser bekannt als Botox, kursieren viele GerĂŒchte. Weit verbreitet sind Bilder von maskenhaften Gesichtern bekannter Persönlichkeiten, die angeblich nach einer Botoxbehandlung ihre natĂŒrliche Mimik verloren haben.

Das Wichtigste im Überblick


Falten können stören – besonders im Gesicht. Um dagegen vorzugehen, eignen sich Kosmetikprodukte nur in begrenztem Maße, da sie die Faltenbildung nur temporĂ€r abmildern oder verzögern. Um die Falten dauerhaft zu glĂ€tten, entscheiden sich viele Frauen und zunehmend auch MĂ€nner fĂŒr eine Behandlungen mit Botulinumtoxin Typ A.


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Allerdings kursieren viele IrrtĂŒmer und Halbwahrheiten rund um den Wirkstoff und fĂŒhren zu Verunsicherung. Wir haben zehn populĂ€re Mythen unter die Lupe genommen.

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Mythos Nr. 1: Botox ist ein Schlangengift

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass es sich bei Botox um ein Schlangengift handelt. TatsĂ€chlich ist es ein von Bakterien produziertes Eiweiß, das als Medikament aufbereitet und in vielen verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt wird. Am bekanntesten ist der Einsatz in der Ă€sthetisch-plastischen Chirurgie zur Minimierung von Falten.

Mythos Nr. 2: Der Gesichtsausdruck wird starr

Ein weiteres Vorurteil ist, dass die Anwendung von Botulinum automatisch einen starren und maskenhaften Gesichtsausdruck verursacht. Bei korrekter Anwendung durch einen Facharzt und ausfĂŒhrlicher Beratung darĂŒber, welcher Effekt wie stark erzielt werden soll, bleibt das Gesicht beweglich und die Mimik erhalten, wo es erwĂŒnscht ist. Die unbeweglichen bzw. "erstarrten" Gesichter, in denen sich keinerlei GefĂŒhlsregungen zeigen, sind auf nicht fachgerechten oder ĂŒbermĂ€ĂŸigen Gebrauch zurĂŒckzufĂŒhren.

Mythos Nr. 3: Die Haut wird sofort glatt

Ein glĂ€ttendes Resultat ist nicht direkt nach der Behandlung sichtbar, sondern erst nach ein paar Tagen, da das Endergebnis von der Hautstruktur und Tiefe der Falten beeinflusst wird. Die Haut glĂ€ttet sich mit der Zeit, da sie aufgrund der MuskellĂ€hmung nicht mehr bewegt wird. Bei besonders tiefen Falten oder bei einer Haut, die von starker Sonneneinstrahlung geprĂ€gt ist, zeigt sich das gewĂŒnschte Resultat somit nicht unbedingt so schnell, wie hĂ€ufig erwartet wird. Der glĂ€ttende Effekt der Haut zeigt sich bei sehr tiefen Falten in Verbindung mit dicker Haut unter UmstĂ€nden erst nach mehrmaliger Behandlung. Daher gilt: Je tiefer die Falte, desto lĂ€nger kann es unter UmstĂ€nden dauern, bis der gewĂŒnschte Effekt erzielt wird.

Mythos Nr. 4: Botox kann durch den Körper "wandern"

Bei richtiger Anwendung ist Botulinumtoxin kein gefĂ€hrliches Medikament. Die Verwendung erfordert allerdings Erfahrung und eine fachgerechte Handhabung. Sonst kann es wie auch bei anderen Medikamenten zu einer Überdosierung oder Nebenwirkungen kommen. Gerade im Gesicht fĂŒhrt dies dann unter UmstĂ€nden zu hĂ€ngenden Augenlidern oder einem Absenken der Augenbrauen, wodurch eine EinschrĂ€nkung der SehfĂ€higkeit möglich ist. Diese unerwĂŒnschten Effekte sind aber sehr selten und treten nur dann auf, wenn eine zu hohe Dosis eingesetzt oder falsch injiziert wurde. Zudem wirkt Botulinumtoxin nur im Injektionsbereich, es "wandert" also nicht durch den Körper.

Mythos Nr. 5: Botox lÀhmt die Muskeln

Das ist korrekt. Botulinumtoxin erzeugt eine vorĂŒbergehende LĂ€hmung des Muskels und bewirkt, dass dieser nicht mehr beweglich ist. Da es kein Gegenmittel gibt, bedarf es einer fachgerechten Anwendung. FachĂ€rzte setzen das Medikament daher stets nur punktuell ein, sodass die AktivitĂ€t des Muskels sehr genau unterbunden wird

Mythos Nr. 6: Botox macht sĂŒchtig

Es sind gerade die negativen Beispiele, die zu der Annahme fĂŒhren, dass Behandlungen mit Botulinumtoxin sĂŒchtig machen. Generell ist es falsch, bei Ă€sthetisch-plastischen Eingriffen von einer Sucht zu sprechen. Einige Behandlungen erfordern eine regelmĂ€ĂŸige DurchfĂŒhrung, um den gewĂŒnschten Effekt zu erzielen oder beizubehalten. Botox wird vom Körper nach drei bis sechs Monaten wieder abgebaut, frĂŒhestens dann wĂ€re eine Auffrischung auf Wunsch möglich. Einen Dauereffekt gibt es nicht.

Mythos Nr. 7: Botox spritzen darf jeder

Botulinumtoxin ist ein rezeptpflichtiges Arzneimittel und darf nur von einem Arzt verabreicht werden. Es gibt auch Heilpraktiker, die Behandlungen aus dem Ă€sthetisch-plastischen Bereich anbieten, allerdings dĂŒrfen sie nur Hyaluron und nicht Botulinum verabreichen. Bei der Arztwahl sollte man stets Wert darauf legen, dass es sich um einen Facharzt oder eine FachĂ€rztin handelt, die eine Ausbildung und Erfahrungen im Bereich der Ă€sthetisch-plastischen Chirurgie vorweisen kann. Bei Botulinum ist dies besonders wichtig, da fĂŒr die Verabreichung von Botox eine Ausbildung oder Schulung nicht verpflichtend ist und somit von jedem Arzt oder jeder Ärztin angeboten werden kann – auch wenn dieser oder diese nicht ĂŒber die notwendigen Kenntnisse verfĂŒgt.

Mythos Nr. 8: Wer frĂŒh anfĂ€ngt, erzielt die besten Ergebnisse

Das ist tatsĂ€chlich richtig. Im Bereich der Faltenbehandlung ist es tatsĂ€chlich ratsam, mit Behandlungen anzufangen, bevor sich Vertiefungen in der Haut zeigen. Durch das AbschwĂ€chen der MuskelaktivitĂ€t wird die Faltenbildung verhindert. Anders als Hyaluron fĂŒllt Botox die Hautvertiefung allerdings nicht auf.

Mythos Nr. 9: Botox wirkt gegen ĂŒbermĂ€ĂŸiges Schwitzen

Auch das ist wahr. Denn Botulinumtoxin hemmt die Freisetzung von Acetylcholin aus den Nervenzellen; dadurch werden die SchweißdrĂŒsen nicht mehr zur AktivitĂ€t stimuliert und der Patient schwitzt weniger. Allerdings lĂ€sst die Wirkung nach etwa einem halben Jahr nach, wenn neue Nerven in die DrĂŒsen einwachsen.

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Mythos Nr. 10: Botox kann bei MigrÀne helfen

Stimmt, Botox kann bei einer chronischen MigrĂ€ne hilfreich sein. Zur Behandlung spritzt der Arzt Botulinumtoxin in mehrere Stellen der Kopf-, Nacken- und Schultermuskulatur. Das hat eine entzĂŒndungshemmende Wirkung und wirkt entspannend auf die Muskulatur. Dadurch lassen sich auch MigrĂ€nesymptome lindern und neue MigrĂ€neattacken reduzieren.

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