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Botulismus beim Einkochen vermeiden: Das können Sie tun


Botulismus beim Einkochen vermeiden: Das können Sie tun

t-online, Jana Lippmann

Aktualisiert am 13.12.2023Lesedauer: 2 Min.
Einkochen ist wieder in Mode.Vergrößern des BildesEinkochen ist wieder in Mode. (Quelle: Niehoff/imago images)
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Botulismus ist eine seltene bakterielle Vergiftung. Das Bakterium Clostridium botulinum vermehrt sich vor allem in konservierten, proteinreichen Lebensmitteln.

Um eine Lebensmittelvergiftung zu vermeiden, ist es von großer Bedeutung, beim Einkochen von Lebensmitteln einige wichtige Regeln zu beachten. Dazu gehören Hygieneregeln, aber auch das Einhalten der richtigen Temperatur.

Tipps für das sichere Einkochen:

  • Reinigen Sie Ihre Hände, Küchenutensilien und alle Oberflächen, die mit den Lebensmitteln in Kontakt kommen, gründlich. Sterilisieren Sie die Gläser, die Sie zum Einwecken benutzen, indem Sie diese mindestens fünf Minuten lang in kochendes Wasser stellen.
  • Überprüfen Sie alle Gummis und Verschlüsse. Verwenden Sie keine beschädigten Dichtungen.
  • Reinigen Sie Obst und Gemüse gründlich. Verarbeiten Sie ausschließlich frische Lebensmittel ohne Schimmel oder Fäule.
  • Erhitzen Sie die Lebensmittel, die Sie einkochen möchten, ausreichend lange und bei hohen Temperaturen.

Gemüse und Fleisch

Da Gemüse ebenso wie Fleisch zu den eiweißreichen Lebensmitteln zählt, passen Sie bei der Verarbeitung von Bohnen, Pilzen und Tomaten besonders auf. Erhitzen Sie deshalb Fleisch und Gemüse innerhalb von zwei Tagen zweimal auf 100 Grad und lassen Sie die Konserven dazwischen auf Zimmertemperatur abkühlen.

Achten Sie beim Aufkochen der Fleisch- und Gemüsekonserven ebenfalls auf eine hohe Temperatur und garen Sie die Lebensmittel für mindestens eine Minute bei 85 Grad.

Obst

Da Früchte weniger Eiweiß enthalten als Gemüse, besteht beim Einmachen von Marmelade, Kompott oder Apfelmus nahezu kein Botulismusrisiko. Halten Sie dennoch die generellen Hygienehinweise ein und verwenden Sie nur einwandfreies Obst.

Essig und Öl

Obst und Gemüse können Sie auch in Essig einlegen, um es haltbar zu machen. In dem sauren Milieu vermehren sich die Bakterien nicht.

Im Gegensatz dazu eignet sich Öl nicht zum Einmachen, denn Öl bietet Bakterien hervorragende Bedingungen zur Vermehrung. Verzichten Sie also darauf, Gemüse in Öl einzulegen. Möchten Sie ein Kräuteröl herstellen, ist es wichtig, dass die Kräuter stets von Öl bedeckt sind, sonst besteht Schimmelgefahr. Lassen Sie das Öl dazu mit den Kräutern sechs Wochen lang ziehen und schütteln Sie es einmal täglich. Kontrollieren Sie im Anschluss stets, dass keine Kräuter an der Oberfläche schwimmen.

Alternativen zum Kochtopf

Natürlich ist es möglich, zum Einkochen einen normalen Kochtopf zu verwenden – doch es gibt auch andere Möglichkeiten. Das Einkochen im Schnellkochtopf ist eine sehr sichere und schnellere Methode, da dabei Temperaturen über 100 Grad entstehen.

Wer keinen Schnellkochtopf hat, kann Obst und Gemüse ebenfalls im Backofen einkochen. Dort ist die gewünschte Temperatur sehr gut einstellbar.

Verwendete Quellen
  • Bundesinstitut für Risikobewertung: "Selten, aber vermeidbar: Fragen und Antworten zum Botulismus"
  • Bundesinstitut für Risikobewertung: "Schutz vor Botulismus durch Lebensmittel"
  • Eigene Recherche
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