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Salento: Italiens Stiefelspitze im Herbst

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Herbst in Bella Italia  

Diese italienische Region ist in der Nebensaison der Hit

20.11.2016, 13:39 Uhr | Armin Herb, srt

Salento: Italiens Stiefelspitze im Herbst. Am Leuchtturm von Palascia treffen sich Ionisches und Adriatisches Meer. (Quelle: SRT /Armin Herb)

Am Leuchtturm von Palascia treffen sich Ionisches und Adriatisches Meer. (Quelle: Armin Herb/SRT )

Barocke Städte, eine grandiose Küstenstraße und köstliche Küche locken auch in der Nebensaison in den Salento südlich von Brindisi. Sehen Sie Apulien im Herbst auch in unserer Foto-Show.

Die Lautsprecher des Lido Mania dudeln nur mit halber Lautstärke. Aber selbst das reicht noch, um den halben Strand von Torre Mozza mit der aktuellen Hitparade zu beschallen. Doch unter den Sonnenschirmen ist es leer.

Entspannte Stimmung im Restaurant

In der hölzernen Trattoria mitten auf dem Sandstrand herrscht entspannte Stimmung. In Schwung ist hier höchstens Bedienung Antonella. Denn momentan wird sie von der Familie des Chefs auf Trab gehalten mit ihren diversen Wünschen an die Küche. Typisch salentinisch wird hier gekocht - Italiens Stiefelabsatz heißt ja Salento.

"Nach der quirligen Badesaison mit langen Tagen und kurzen Nächten kann ich endlich mal meinen Strand genießen - und unser Essen", grinst der Lido Mania-Chef und herzt seinen jüngsten Enkel. Es herrscht Ruhe in Torre Mozza, fast zu viel Ruhe. 

Selbst im November 20 Grad

Rund um den alten Sarazenerturm - ein Wachturm aus dem Mittelalter, wie sie im Salento fast überall die Küsten schmücken - hört man vor allem das Meer rauschen. Am Strand aalen sich ein paar wenige Sonnenanbeter.

In ganzen Straßenzügen sind die Fensterläden geschlossen - alles Ferienappartements. Dabei schafft das Thermometer selbst im November oft die 20-Grad-Marke. 

In den anderen kleinen Badeorten am Golf von Tarent herrscht ähnliche Nebensaisonruhe. Der Besucher fühlt sich wie im letzten abgeschiedenen Winkel. Ist er ja eigentlich auch, denn die Römer bezeichneten den Südzipfel Apuliens als finis terrae, das Ende der Welt. Genauer gesagt liegt das geografische Ende zwischen der Punta Ristola, wo Ionisches und Adriatisches Meer aufeinandertreffen und dem benachbarten Kap von Santa Maria di Leuca mit ihrem markanten, weißen Leuchtturm und der Kirche Finibus Terrae. 

Das Leben in den Küstenstädten ist nach der Saison gemütlicher

Aber wahrlich nicht überall im Salento werden nach der Saison die Fenster und Türen verriegelt. In den schmucken Küstenstädtchen geht das Leben weiter - nur deutlich gemütlicher. So wie in Gallipoli, dessen historischer Teil wie eine uneinnehmbar wirkende Festung auf einem Felsen klebt, mit dem Festland nur mit einem Damm verbunden.

Die "schöne Stadt" griechischen Ursprungs (kale polis) gehört nach dem Besucheransturm im Sommer nun wieder ihren Bewohnern. Im Gassenlabyrinth zwischen Castell, Kathedrale und diversen Kirchen kann sich der Besucher nun wieder herrlich verlaufen. 

Lecce ist immer lebhaft

Lecce, die Hauptstadt des Salento im Inneren der Halbinsel kennt sowieso keine Saison. Auch ohne Touristengruppen ist die Metropole lebhaft, geschäftig. "Man würde Lecce wohl eher in Norditalien vermuten als im Mezzogiorno mit seinem chaotischen Ruf", meint Stadtführer Marco, der auch im Spätherbst und Winter gerne in seiner Stadt bleibt.

Ihre wirtschaftliche und künstlerische Blütezeit erlebte Lecce zwischen 1550 und 1750. Damals erhielt die Altstadt von Lecce auch ihr charakteristisches, barockes Aussehen mit den zahlreichen Plätzen, rund 30 Kirchen und unzähligen Palästen. Überall im gepflegten "centro storico" strahlt der gelbliche Tuffstein, bekannt als Pietra Leccese, der Lecceser Stein.

"Florenz des Barock"

Was heute an Schätzen im Inneren der Paläste verloren gegangen ist, lässt sich noch durch die Fülle an Ornamenten erahnen, die Balkone, Fenster und Portale verzieren. Der apulische Barock gründet auf dieser Liebe für ein Übermaß an Dekoration, das die eigentliche Struktur oft zur Nebensache macht. Kein Wunder, dass Lecce auch das "Florenz des Barock" oder "Florenz des Südens" genannt wird. In den engen Gassen drängen sich Studienreisende aus aller Welt zwischen den drei intakten Stadttoren, der Porta Rudiae, Porta San Biagio, Porta Napoli und der Piazza Sant' Oronzo mit seinem römischen Amphitheater.

Aber Lecce ist keineswegs nur ein großes belebtes Barockmuseum. Lecce  besitzt eine Universität, schicke Einkaufsstraßen und viele kleine Bars und Cafés. Und viele Lecceser haben es zu Geld gebracht. Viele der grandiosen Villen an den Küsten des Salento gehören ihnen.

Nur im Herbst und Winter wohnt dort oft nur der Wachhund. Viele schwärmen trotzdem von einer der schönsten Küsten Italiens, vor allem von den Felsen und Buchten zwischen Santa Maria di Leuca und Otranto, Italiens östlichster Stadt. Und zu dieser Zeit hat man die fast für sich allein.

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